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Zufallsfund: Bild in der Küche ist sechs Millionen Euro wert
Panorama 24.09.2019

Zufallsfund: Bild in der Küche ist sechs Millionen Euro wert

"Christus wird verspottet" von Cimabue aus dem Jahr 1280. Jahrzehntelang hatte eine französische Seniorin das Meisterwerk über dem Herd hängen.

Zufallsfund: Bild in der Küche ist sechs Millionen Euro wert

"Christus wird verspottet" von Cimabue aus dem Jahr 1280. Jahrzehntelang hatte eine französische Seniorin das Meisterwerk über dem Herd hängen.
AFP
Panorama 24.09.2019

Zufallsfund: Bild in der Küche ist sechs Millionen Euro wert

Jahrelang hing es unscheinbar in der Küche einer alten Dame in Compiègne bei Paris: Ein verschollenes Meisterwerk aus dem 13. Jahrhundert. Geschätzter Wert: Sechs Millionen Euro.

(KNA) - In der Küche einer Seniorin im französischen Compiègne ist ein verloren geglaubtes Meisterwerk aus dem späten 13. Jahrhundert entdeckt worden. Dabei handelt es sich laut Kunstexperten um das Bild "Christus wird verspottet" des Florentiner Künstlers Cimabue (1240-1302), wie der Sender BBC am Dienstag berichtet. Die Frau hatte es schätzen lassen in der Überzeugung, es handle sich um eine alte Ikone. 


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Laut Sachverständigen ist es "unbestreitbar" Teil einer Gemäldeserie, die Cimabue, auch bekannt als Cenni di Pepo, 1280 geschaffen hat. Das Kunstwerk, das die Besitzerin über ihrem Herd aufgehängt hatte, wird demnach am 27. Oktober in Frankreich versteigert. Experten rechnen mit einem Erlös von bis zu sechs Millionen Euro. 

Bestätigung dank Holzwürmern

Zwei weitere Szenen aus derselben Cimabue-Serie zur Passion und Kreuzigung Christi sind in der Londoner National Gallery und in der New Yorker Frick Collection zu sehen. Cimabues Werk war stark von byzantinischer Kunst geprägt. Das Bild ist auf Pappelholz mit goldfarbenem Hintergrund gemalt. 

Bei Infrarotlicht-Untersuchungen sei die Urheberschaft auch dank dieses Holzes zweifelsfrei festgestellt worden, so der Kunstexperte Eric Turquin. "Sie können den von den Würmern gebauten Tunneln folgen", sagte er. Spuren von holzfressenden Larven in der Tafel ähnelten denen, die in anderen Teilen der Cimabue-Serie zu finden sind. "Es ist die gleiche Pappelplatte", erklärte der Experte.


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