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Xavier Naidoo wehrt sich gegen Antisemitismusvorwürfe
Panorama 26.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Xavier Naidoo wehrt sich gegen Antisemitismusvorwürfe

Xavier Naidoo wehrt sich gegen Antisemitismusvorwürfe

Foto: Serge Waldbillig
Panorama 26.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Xavier Naidoo wehrt sich gegen Antisemitismusvorwürfe

Xavier Naidoo flirtet mehr oder weniger subtil mit Reichsbürgern, seine Songtexte lassen Interpretationen zu, nach denen Naidoo antisemitische Positionen vertritt. Gegen die konkrete Anschuldigung zog der Sänger jetzt vor Gericht.

(dpa) - Der Sänger Xavier Naidoo („Ich kenne nichts“) setzt sich gegen Antisemitismus-Vorwürfe zur Wehr. Das Landgericht Regensburg verhandelte am Dienstag eine Unterlassungsklage des 46-Jährigen. Naidoo, der mit der Band Söhne Mannheims bekannt wurde, berief sich dabei nach Gerichtsangaben auf die Kunstfreiheit und betonte, dass er sich gegen Rassismus einsetze.


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Bei einer Veranstaltung der Amadeu-Antonio-Stiftung im vergangenen Jahr in Straubing hatte eine Referentin vor Publikum gesagt: „Er ist Antisemit, das ist strukturell nachweisbar.“ Naidoo erwirkte daraufhin eine vorläufige Verfügung, dass diese Äußerung zu unterlassen sei. Die „Mittelbayerische“ berichtete zuerst über den Gerichtstermin. Das Urteil soll 17. Juli bekannt gegeben werden.

Das Gericht befasste sich in der Verhandlung mit der Auslegung des Wortes „Antisemitismus“. Die Beklagte bekräftigte ihren Standpunkt, wonach Naidoo in seinen Liedtexten auch antisemitische Codes und Chiffren verwende.


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Naidoo hatte unter anderem mit seinem Lied „Marionetten“, in dem Politiker beschimpft werden, Aufsehen erregt. Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) 2014 sprach er in Berlin bei einer Demonstration der sogenannten Reichsbürger, die die staatliche Ordnung in Deutschland ablehnen. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) zog Ende 2015 die Nominierung des Sängers für den Eurovision Song Contest (ESC) nach öffentlicher Kritik zurück.

Im Mai 2017 geriet Naidoo in Luxemburg in die Schlagzeilen, als Trierer Neonazis anlässlich eines Konzerts der Söhne Mannheims in der Rockhal eine Mahnwache für den damals in Ungarn inhaftierten deutschen Antisemiten und verurteilten Neonazi Horst Mahler abhalten wollten. Die Kundgebung wurde verboten und fand trotz gegenteiliger Signale aus Trier auch nicht statt. Das Management der Söhne Mannheims distanzierte sich zunächst vage und erst auf Nachfrage konkret


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