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Woodstock-Doku: Liebe unter freiem Himmel
Panorama 31.07.2019

Woodstock-Doku: Liebe unter freiem Himmel

Freiheit und freie Liebe: Die Besucher des Woodstock-Festivals scheuten nicht vor nackten Tatsachen.

Woodstock-Doku: Liebe unter freiem Himmel

Freiheit und freie Liebe: Die Besucher des Woodstock-Festivals scheuten nicht vor nackten Tatsachen.
Foto: NDR/Jason Laure
Panorama 31.07.2019

Woodstock-Doku: Liebe unter freiem Himmel

Die ARD-Dokumentation „Drei Tage, die eine Generation prägten“, die am 31. Juli um 22.45 Uhr ausgestrahlt wird, lässt das legendäre Woodstock-Festival wiederaufleben.

von Cornelia Wystrichowski

Rund 400 000 Menschen pilgerten vor 50 Jahren an die Ostküste der USA, um den Songs von populären Rockbands wie The Who und Jefferson Airplane zu lauschen und das dreitägige Woodstock-Festival zu einer riesigen Kundgebung der Hippie-Bewegung zu machen. „Love and peace“ herrschten auf dem Gelände, das nach Regengüssen im Matsch versank und aus der Luft mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden musste. Berühmtheit erlangte das Event in erster Linie durch den Dokumentarfilm „Woodstock“ von Michael Wadleigh, der die Jugend weltweit begeisterte. Der Regisseur drehte mit mehr als 20 Kameraleuten Hunderte Stunden Filmmaterial, von dem einige unbekannte Szenen jetzt in der Dokumentation „Drei Tage, die eine Generation prägten“ verarbeitet wurden.


Participants take part in the NYC Pride March as part of World Pride commemorating the 50th Anniversary of the Stonewall Uprising on June 30, 2019 in New York City. (Photo by ANGELA WEISS / AFP)
"Pride March" in New York groß gefeiert
Zu Konfetti in Regenbogenfarben und der US-Nationalhymne beim Start sind Millionen Menschen in New York für die Gleichberechtigung aller Liebesformen auf die Straße gegangen.

Mit Archivmaterial erstellte Regisseur Barak Goodman eine Doku, die zwar keine neuen Einblicke gewährt, aber durchaus Akzente setzt, denen in Wadleighs Film von 1970 weniger Beachtung geschenkt wurde. So geht Barak Goodmans Beitrag ausführlich auf die Vorbereitungen zum Woodstock-Festival ein, das von den Machern nicht als Hippie-Happening, sondern als rein kommerzielle Veranstaltung geplant war.

Die Menschenmassen ließen sich auf dem Gelände nahe der kleinen Stadt Bethel im US-Bundesstaat New York aber nicht von ein paar kümmerlichen Zäunen abhalten. Es hieß daher: Der Eintritt ist frei. Ein finanzielles Desaster für die Organisatoren. Zu sehen sind in Goodmans Dokumentation auch Aufnahmen der Woodstock-Auftritte von Rocklegenden wie Jimi Hendrix, Joe Cocker und Santana sowie von dem faszinierenden Drumherum, das Woodstock erst zum Mythos machte.

Der Beitrag gibt die einzigartige Atmosphäre, die im Publikum herrschte, gut wieder – es gab Musik und Drogen, dazu freie Liebe unter freiem Himmel. Zu Wort kommen Künstler und Zuschauer, die dabei waren, darunter Hollywood-Expertin Frances Schoenberger. Die damals 23 Jahre alte Bayerin war im Sommer 1969 gerade in die USA gekommen und besuchte das Woodstock-Festival – es war für sie einer der Hauptgründe, ihre Zelte für immer in Amerika aufzuschlagen.



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