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Wie man zur Ruhe kommt: Gesunder, langer Schlaf
Panorama 2 Min. 26.05.2015

Wie man zur Ruhe kommt: Gesunder, langer Schlaf

So wird es mit erholsamem Schlaf eher nichts: Das helle blaue Licht etwa von Computern, Tablets oder Smartphones sollte man mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen meiden.

Wie man zur Ruhe kommt: Gesunder, langer Schlaf

So wird es mit erholsamem Schlaf eher nichts: Das helle blaue Licht etwa von Computern, Tablets oder Smartphones sollte man mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen meiden.
Foto: gms
Panorama 2 Min. 26.05.2015

Wie man zur Ruhe kommt: Gesunder, langer Schlaf

Manche Menschen können abends einfach nicht abschalten - an Schlaf ist nicht zu denken. Andere wachen mitten in der Nacht oder früh am Morgen auf. Erholsam ist das nicht. Ein paar Regeln können helfen, gut zu schlafen.

(dpa/tmn/lhm) - Ist der Arbeitsalltag wie so oft stressig und kräftezehrend freut man sich abends auf einen erholsamen Schlaf. Doch der lässt oft auf sich warten: Viele Menschen liegen abends wach, grübeln viel und planen bereits ihren nächsten Tag. Das versetzt in Stress und Unruhe. Der Körper ist angespannt, obwohl man so gerne entspannen würde. 

Wer aus diesem Grund schlecht ein- oder durchschläft, nutzt sein Schlafzimmer besser nicht zum Arbeiten. Denn dadurch fällt das abendliche Runterkommen schwerer. Darauf weist Martina Riepold hin, Heilpraktikerin und Dozentin für Entspannungsverfahren. Arbeit und Erholung sollten klar voneinander getrennt werden - das gilt auch für die Räume im Haus. Ein seperates Arbeitszimmer oder ein Schreibtisch im Wohnzimmer verschaffen abends auch geistigen Abstand.

Außerdem helfen regelmäßige Bettzeiten mit Abweichungen von bis zu einer halben Stunde beim Einschlafen. Tagsüber sollte man sich höchstens einen Power-Nap gönnen: Das heißt maximal 10 bis 20 Minuten schlafen und sich über den Tag verteilt viel bewegen.

Denn wer am Tag aktiv ist, kommt abends besser zur Ruhe. Ein Spaziergang oder auch Joggen am späten Nachmittag, beispielsweise um den Block oder auf dem nächstgelegene Feld ist hilfreich. Hier kann man mit den Gedanken an die Arbeit oder anstehende Aufgaben vorübergehend abschließen.

Wer abends fernsieht, vermeidet dabei am besten das Eindösen - besser ist ein Schlaf ohne Unterbrechungen. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Schwarztee sollten abends nicht angerührt werden.  Auch das helle blaue Licht etwa von Computern, Tablets oder Smartphones sollte man mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen meiden, rät Riepold in der Zeitschrift „Naturarzt“ (Ausgabe Juni 2015).

Auf Alkohol verzichtet man ebenfalls besser: Der hilft zwar beim Einschlafen, sorgt aber für Störungen beim Durchschlafen und beeinträchtigt somit - schon in moderaten Mengen - die Erholsamkeit des Schlafes.

Wer sich trotz allem nicht schlafen kann, sollte sich nicht stundenlang im Bett herumwälzen sondern am besten aufstehen und sich ablenken. Ein Buch lesen, Musik hören oder durch die Zeitung blättern - das alles macht müde. Bestehen Ein- und Durchschlafprobleme, sehr frühes Aufwachen und schlechter Schlaf über einen Monat an mindestens drei Tagen pro Woche, ist laut Riepold die medizinische Definition einer Insomnie (Schlafstörung) erfüllt.

Diese kann verschiedene Ursachen haben: Von psychischen Belastungen wie Stress, Beziehungsproblemen oder Überlastung bei der Arbeit bis hin zu körperlichen Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen. Die Ursachen einer Schlafstörung herauszufinden ist ein erster Schritt, um effektiv dagegen vorzugehen.


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