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Wenn's dem Tier zu heiß wird
Panorama 17.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Dr. Romi Roth

Wenn's dem Tier zu heiß wird

Hunde kühlen ihren Körper durch Hecheln ab.
Dr. Romi Roth

Wenn's dem Tier zu heiß wird

Hunde kühlen ihren Körper durch Hecheln ab.
Foto: dpa-tmn
Panorama 17.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Dr. Romi Roth

Wenn's dem Tier zu heiß wird

Manon KRAMP
Manon KRAMP
Haustiere vertragen Hitze generell schlechter als Menschen. In einem geschlossenen Wagen, der in der Sonne steht, oder in einem Vogelkäfig an der Südwand einer Terrasse werden schnell unerträglich hohe Temperaturen erreicht.

„Mir ware wierklech just an e Geschäft, wou mir eise Mupp, den Harro, net hunn dierfe mathuelen, an haten heen dowéinst am Auto gelooss. Wéi mir dunn erëmkoumen, louch heen hannen op der Réckbänk, huet ganz séier mee flaach geootemt a war vu sech!“

Hunde vertragen hohe Temperaturen generell schlechter als Menschen. Schließlich können sie die Hitze nur über Hecheln oder Schwitzen zwischen ihren Zehen ausgleichen. Da verwundert es nicht, dass der Gefahrenbereich sehr schnell erreicht ist. Hinzu kommt, dass in einem geschlossenen Wagen, der in der Sonne steht, rapide unerträglich hohe Temperaturen zustande kommen. Von einem Vogelkäfig, der an der Südwand einer Hausterrasse hängt oder einem Nagergehege mitten auf einer Wiese ohne Schattenspender gar nicht zu reden. Eigentlich sollte man ab 20 Grad Celsius Außentemperaturen beginnen, ein gewisses Hitzemanagement für Haustiere einzurichten.

So sollten langhaarige Hunde im Sommer geschoren werden, was nichts mit einem modischen Styling zu tun hat, sondern das Tier ganz einfach vor der Hitze schützt.

Herz- und kreislaufkranke Tiere sollten gerade in warmen Sommerwochen ihrem Déierendokter etwas häufiger vorgestellt werden, um sicherzugehen, dass sie mit ihren Medikamenten-Dosierungen richtig eingestellt sind.

Faustregel sollte sein, mit Hunden, besonders empfindlicheren Tieren, tagsüber nur spazieren zu gehen, wenn die Sonne noch nicht am Himmel steht und abends erst nachdem sie schon untergegangen ist. Gefüttert werden sollte angepasst an die sommerlichen Temperaturen eher etwas weniger, nicht blähende Nahrung und jeweils erst nach den Promenaden. Gerade rund um die nach großer Hitze aufkommenden Gewittern ist die statistische Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Magendrehungen und Spasmen des Magenausgangs besonders hoch.

Wenn – wie in der Beispielgeschichte – das Kind nun schon im Brunnen liegt, sollte sofort der tierärztliche Notdienst (112) gerufen werden. Während auf den Déierendokter gewartet wird oder auf dem Weg in die Praxis, sollte der überhitzte Patient eine Kältekompresse ins Genick, an die Gurgel (ohne Druck) und an seine Füße bekommen. Am besten mit Eiswürfeln, die in ein dünnes Tuch gewickelt sind. Wenn der Patient noch schlucken kann, sollte man ihm sehr starken, gut gezuckerten, abgekühlten Kaffee einflößen, um seinen Kreislauf wieder auf Touren zu bringen.


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