Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Wenn es dem Körper nicht schmeckt: Manche Nahrungsmittel machen krank
Panorama 05.06.2015

Wenn es dem Körper nicht schmeckt: Manche Nahrungsmittel machen krank

Allergiker, die eine Pollenallergie haben, vertragen oft auch Nüsse und Äpfel nicht - eine sogenannte Kreuzallergie.

Wenn es dem Körper nicht schmeckt: Manche Nahrungsmittel machen krank

Allergiker, die eine Pollenallergie haben, vertragen oft auch Nüsse und Äpfel nicht - eine sogenannte Kreuzallergie.
dpa-tmn
Panorama 05.06.2015

Wenn es dem Körper nicht schmeckt: Manche Nahrungsmittel machen krank

Manche Menschen leiden unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit wie Laktoseintoleranz oder Zöliakie. Ein paar davon sind einfach lästig, andere gesundheitsgefährdend. Doch nicht jedes Bauchweh ist eine Unverträglichkeit.

(dpa/tmn) - Manche Menschen leiden unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit wie Laktoseintoleranz oder Zöliakie. Ein paar davon sind einfach lästig, andere gesundheitsgefährdend. Doch nicht jedes Bauchweh ist eine Unverträglichkeit.

Laktoseintoleranz: Ursache ist ein Mangel oder Fehlen des Enzyms Laktase, das den Milchzucker, die Laktose, aufspaltet. Die Einen bekommen schon bei kleinsten Mengen Bauchschmerzen, andere vertragen ein gewisses Maß. Daher sind Empfehlungen, nur noch laktosefreie Kost zu sich zu nehmen, nicht zielführend. Laktase-Tabletten lösen das Problem nicht unbedingt: Es ist individuell und von Mal zu Mal verschieden, wie lange der Transport der Kapseln und der Nahrung zum Dünndarm dauert, so dass Nahrung und Laktase nicht immer optimal zusammenkommen.

Wer keine Milchprodukte verträgt, dem können Laktase-Tabletten helfen. Aber: Es ist immer unterschiedlich, wie lange der Transport von Tablette und Nahrung in den Darm dauert. Der Milchzucker kann deshalb manchmal trotz Tablette nicht optimal gespalten werden.
Wer keine Milchprodukte verträgt, dem können Laktase-Tabletten helfen. Aber: Es ist immer unterschiedlich, wie lange der Transport von Tablette und Nahrung in den Darm dauert. Der Milchzucker kann deshalb manchmal trotz Tablette nicht optimal gespalten werden.
dpa-tmn

Fruktoseintoleranz: Zu unterscheiden ist die hereditäre Fruktoseintoleranz - eine seltene und erbliche Störung des Fruktosestoffwechsels - und die intestinale Fruktoseintoleranz. Bei letzterer kann man Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall bekommen, wenn man große Mengen Obst oder Säfte zu sich nimmt. Fruktose wird im Darm über Transport-Proteine aufgenommen. Diese können etwa gestört sein oder durch große Mengen Fruktose überlastet sein. Auf Obst muss man nicht verzichten. Die großen Mengen sollte man nur reduzieren.

Zöliakie: Die chronische Autoimmunerkrankung des Dünndarms beruht auf einer Unverträglichkeit gegenüber dem in Getreide enthaltenen Gluten, das zu einer Entzündung der Dünndarmschleimhaut führt. Experten zufolge bilden sich die Dünndarmzotten zurück, und es werden weniger Nährstoffe aufgenommen. Die Folge sind Mangelerscheinungen, die sich vielfältig zeigen können. Nur ein kleiner Teil der Betroffenen haben Symptome wie Bauchweh und Gewichtsverlust. Die Mehrheit leidet unter anderen Beschwerden wie unerfüllter Kinderwunsch oder Osteoporose, - und kaum einer kommt dabei auf Zöliakie. Betroffene müssen glutenhaltige Nahrungsmittel meiden. Das heißt, kein Weizen, Dinkel, Roggen und Gerste mehr.

Kreuzallergie: Vor allem Pollenallergiker vertragen Nüsse, Apfel, Birne oder Kirsche nicht. Das Immunsystem reagiert auf pollenähnliche Proteinstrukturen in Nahrungsmitteln. Diese führen bei Verzehr zur Ausschüttung von Botenstoffen, die entzündungsähnliche Schleimhautreaktionen auslösen. Einige Allergene werden  durch Erhitzen, Zerkleinern oder Säuern zerstört. Apfel-Allergiker sollten es mit Apfelkuchen oder -kompott statt mit einem rohen Apfel probieren. Nüsse, Sellerie oder Erdnüsse hingegen seien hitzestabil. Hier müssen Allergiker verzichten.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema