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Weltwetterorganisation: 2017 unter den drei wärmsten Jahren
Panorama 18.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Weltwetterorganisation: 2017 unter den drei wärmsten Jahren

Die golbal hohen Temperaturen verursachten Dürre, Waldbrände und weitere Wetterschäden.

Weltwetterorganisation: 2017 unter den drei wärmsten Jahren

Die golbal hohen Temperaturen verursachten Dürre, Waldbrände und weitere Wetterschäden.
Foto: Shutterstock/LW-Archiv
Panorama 18.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Weltwetterorganisation: 2017 unter den drei wärmsten Jahren

Michel THIEL
Michel THIEL
Den Klimaforschern der Vereinten Nationen zufolge zählte 2017 zu den drei wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen vor 170 Jahren. Die Auswirkungen seien katastrophal, heißt es.

(dpa) - Das Jahr 2017 gehört nach Feststellung der Weltwetterorganisation zu den drei wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen vor fast 170 Jahren. 2015, 2016 und 2017 sind die drei wärmsten Jahre gewesen, 2016 hält dabei den absoluten Rekord, wie die wissenschaftliche UN-Organisation am Donnerstag in Genf mitteilte.

Das sei ein klares Zeichen für den Klimawandel, ausgelöst durch die steigende Konzentration der klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre. 2017 habe die Temperatur ebenso wie 2015 rund 1,1 Grad über derjenigen der vorindustriellen Zeit gelegen. Der Unterschied zwischen den beiden Jahren sei statistisch nicht signifikant. 2016 waren es nach neuesten Daten rund 1,2 Grad. Verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 lag die Temperatur im vergangenen Jahr um 0,46 Grad höher.

„17 der 18 wärmsten Jahre gab es seit der Jahrtausendwende, und der Grad der Erwärmung in den vergangenen drei Jahren war außerordentlich“, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. „Die Erwärmung in der Arktis ist besonders ausgeprägt.“ Dies werde lang anhaltende Auswirkungen auf das Wetter in anderen Regionen der Welt haben.

Anders als 2017 habe in den beiden Vorjahren das Wetterphänomen El Niño zu der hohen Durchschnittstemperatur beigetragen, so die WMO. Ein Merkmal von El Niño sind erhöhte Meerestemperaturen, was das Wetter weltweit beeinflusst. Anfang und Ende vergangenen Jahres sei zwar El Niña - das Gegenstück zu El Niño mit einem eigentlich abkühlenden Effekt - beobachtet worden. Trotzdem sei 2017 unter den wärmsten Jahren gewesen. Somit ist 2017 das wärmste je gemessene El-Niña-Jahr. In den USA seien im vergangenen Jahr wegen des extremen Wetter mit zahlreichen Hurrikans so hohe Wetterschäden wie nie zuvor angefallen, so Taalas. Auch andere Länder hätten mehr Überschwemmungen und Dürren erlebt.


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