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Weltweite Fahndung nach Kunstraub aus Berlin
Panorama 15.03.2012

Weltweite Fahndung nach Kunstraub aus Berlin

Pablo Picasso wurde am 25. Oktober 1881 in Malaga geboren und ist am 8. April 1973 in Mougins bei Cannes (Frankreich) gestorben.

Weltweite Fahndung nach Kunstraub aus Berlin

Pablo Picasso wurde am 25. Oktober 1881 in Malaga geboren und ist am 8. April 1973 in Mougins bei Cannes (Frankreich) gestorben.
dpa
Panorama 15.03.2012

Weltweite Fahndung nach Kunstraub aus Berlin

Nach einem der größten Kunstdiebstähle der vergangenen Jahre in Berlin fahndet die Polizei weltweit nach den gestohlenen Radierungen und Skulpturen. Neue Erkenntnisse zu den Tätern oder Zeugenaussagen hatten die Ermittler am Sonntag noch nicht.

(dpa) - Nach einem der größten Kunstdiebstähle der vergangenen Jahre in Berlin fahndet die Polizei weltweit nach den gestohlenen Radierungen und Skulpturen. Neue Erkenntnisse zu den Tätern oder Zeugenaussagen hatten die Ermittler am Sonntag noch nicht.

In der Silvesternacht waren aus der Fasanengalerie im Berliner Stadtteil Charlottenburg rund 30 Radierungen und Skulpturen gestohlen worden, darunter von Richard Heß, M.C. Escher, Henri Matisse, Pablo Picasso und Georges Braque. Die Polizei bezifferte den Schaden auf rund 180 000 Euro.

Eine internationale Fahndung nach den Kunstwerken sei sofort ausgelöst worden, sagte Chefermittlerin Bärbel Groth-Schweizer dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntag). Kunstdiebstahl boome in Berlin. "In fünf Jahren hat sich die Fallzahl verfünffacht."

Neue Ausstellung verschoben

Der Einbruch war am Donnerstag von der Inhaberin der rund 70 Quadratmeter großen Galerie entdeckt worden. Acht Skulpturen verschwanden, darunter eine mit einem Gewicht von rund einem Zentner. Alle Stücke waren laut Galeristin Ulrike Erben Leihgaben. Die gestohlenen Radierungen und Skulpturen habe sie auch in der Kunstdatenbank "Art Loss Register" gemeldet, sagte Erben. "Wenn mir ein Unbekannter ein Stück zum Kauf anbieten würde, würde ich sicherlich dort erst mal nachschauen." Eine für Mitte Januar geplante neue Ausstellung muss verschoben werden.

Groth-Schweizer geht davon aus, dass die Kunstwerke nicht so leicht zu verkaufen sind. Manchen Kunstfreunden sei es aber leider egal, ob etwas illegal erworben sei, sagte sie dem "Tagesspiegel" (Samstag). Die Täter seien nicht zwingend Profis gewesen. Sie hätten zunächst versucht, durch den Vordereingang in die Galerie zu kommen. Als dies misslang, hätten sie das Schloss des Hintereingangs aufgebrochen.

Einer der spektakulärsten Kunstdiebstähle der letzten Jahre in Berlin betraf 2002 das Brücke-Museum. Dort wurden neun expressionistische Bilder, darunter von Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein gestohlen, nach Aufklärung des Falles aber wieder zurückgegeben. Verschwunden blieben hingegen das 1997 in einem Auktionshaus gestohlene Gemälde "Schlafendes Mädchen" von Lovis Corinth und Carl Spitzwegs "Der arme Poet", das 1989 aus dem Schloss Charlottenburg verschwand.

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