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Was tun bei Cybermobbing?: Bloßgestellt und beleidigt
Einmal verschickt, verbreiten sich beleidigende Inhalte übers Smartphone schnell. Eltern sollten in einem solchen Fall rasch handeln.

Was tun bei Cybermobbing?: Bloßgestellt und beleidigt

Foto: dpa
Einmal verschickt, verbreiten sich beleidigende Inhalte übers Smartphone schnell. Eltern sollten in einem solchen Fall rasch handeln.
Panorama 12.11.2017

Was tun bei Cybermobbing?: Bloßgestellt und beleidigt

Cybermobbing ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Vor allem Kinder und Jugendliche sind extrem betroffen, da sie sich allerdings nicht trauen, sich jemandem anzuvertrauen.

(dpa) - Es kann jedem passieren, schnell große Kreise ziehen und einen ewig verfolgen: Bei Cybermobbing werden bewusst Beleidigungen oder peinliche Bilder im Internet oder in Handy-Chats verbreitet. So dauert es häufig nicht lange, bis die gesamte Schule oder der Freundeskreis Bescheid weiß.

Laut Umfragen machen sich rund drei Viertel der Eltern Sorgen um die Online-Nutzung ihrer Kinder. Beunruhigend empfinden die meisten unter anderem Kontakt zu Fremden, Gewalt- und pornografische Inhalte sowie Cybermobbing.

Cybermobbing erkennen

Woran erkennt man Cybermobbing? Anzeichen können beispielsweise sein, wenn Kinder sich zurückziehen, verschlossener werden und weniger von der Schule erzählen. Oft zeigen sie auch körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen. Möglicherweise sind Betroffene nicht mehr gerne im Internet, schließen Anwendungen wie Soziale Netzwerke, wenn jemand hinzukommt oder wirken verstört, nachdem sie aufs Handy geschaut haben.

Was können Eltern tun? Sie sollten möglichst schnell, aber mit Bedacht handeln. Vorwürfe wie „Wie konntest du nur so dumm sein, ein Nacktfoto zu verschicken?“ sind wenig hilfreich. In erster Linie sollte es darum gehen, dem gemobbten Kind zu helfen und es zu unterstützen. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, beleidigende Videos und Bilder dem Anbieter zu melden. Über Apps geteilte Inhalte lassen sich oft aber nicht wieder vollständig entfernen. Findet das Cybermobbing in der Schule statt, sollte in Absprache mit dem Kind der Lehrer informiert werden.

Manche Eltern glauben, dass das Cybermobbing von alleine aufhört, wenn ihr Kind Internet und Handy nicht mehr nutzt. Das ist leider selten der Fall. Denn andere Personen sehen die Beleidigungen nach wie vor, reagieren darauf oder erzählen es weiter.

Wo finden Eltern Hilfe? Zum Beispiel bei Online- oder Telefonberatungsstellen. Passiert das Mobbing in der Schule, kann man Klassen- oder Vertrauenslehrer ansprechen. Auch ein Schulpsychologe kann kontaktiert werden. In besonders schlimmen Fällen sollten Eltern die Polizei hinzuziehen.


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