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Warentest: Kinderprodukte teils gefährlich
Die Stiftung Warentest hat Produkte für Kinder getestet, darunter Buntstifte.

Warentest: Kinderprodukte teils gefährlich

Foto: Christian Charisius/dpa
Die Stiftung Warentest hat Produkte für Kinder getestet, darunter Buntstifte.
Panorama 06.12.2018

Warentest: Kinderprodukte teils gefährlich

Überprüfungen der Stiftung Warentest der vergangenen zwei Jahre ergeben: Jedes vierte Produkt für Kinder ist mangelhaft.

(KNA) - Autokindersitze, Laufräder oder Buntstifte: Jedes vierte Produkt für Kinder ist laut Stiftung Warentest unsicher. Von rund 278 untersuchten Produkten hätten 79 "schwerwiegende Sicherheitsmängel", wie die Stiftung am Donnerstag in Berlin mitteilte. Kinderprodukte schnitten in puncto Sicherheit deutlich schlechter ab als andere Konsumgüter, sagte Stiftungsvorstand Hubertus Primus. "Sie bergen Unfallgefahren, sind schadstoffbelastet oder versagen bei der Datensicherheit."

Die Stiftung konnte nach eigenen Angaben reizende und krebserregende Schadstoffe in jedem fünften Produkt nachweisen. Dazu zählten Buntstifte, Spielschleim oder Laufräder. Einige Produkte übersteigen demnach die zulässigen Grenzwerte und hätten gar nicht verkauft werden dürfen. Weitere Produkte sind laut Stiftung unsicher und bergen Unfallrisiken, darunter Hochstühle oder Matratzen. Auch Produkte mit digitalem Inhalt stehen in der Kritik: Drei smarte Spielzeuge hätten eine ungesicherte Verbindung zum Handy. Kinder könnten so leicht ausspioniert werden.

"Nicht jeden Schrott kaufen"

Die Stiftung forderte die Hersteller auf, die Qualität der Produkte zu verbessern und regelmäßig zu kontrollieren. Auch die Marktaufsichtsbehörden sollten die Qualität besser überprüfen. Letztendlich sei auch der Verbraucher gefordert, Waren für Kinder gezielter auszuwählen, auf Qualitätssiegel zu achten und "nicht jeden Schrott zu kaufen", sagte Stiftungsvorstand Primus. Wenn ein Produkt schon seltsam rieche, sei das kein gutes Zeichen.


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