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Von PP bis PMMA: Mikroplastik in Duschgels und Cremes
Mikroplastik-Teilchen in Peelings sollen helfen, alte Hautschüppchen zu entfernen.

Von PP bis PMMA: Mikroplastik in Duschgels und Cremes

Foto: dpa
Mikroplastik-Teilchen in Peelings sollen helfen, alte Hautschüppchen zu entfernen.
Panorama 22.01.2018

Von PP bis PMMA: Mikroplastik in Duschgels und Cremes

Mikroplastik kommt auch in Kosmetika vor. Entweder in Peelings, um die alten Hautschuppen zu entfernen, oder als Füllstoff und Bindemittel.

(dpa) - Nicht nur in vielen Lebensmitteln, auch in Kosmetika kommt Mikroplastik vor. Die winzigen Plastikteile in Peelings und Duschgels sollen helfen, alte Hautschüppchen zu entfernen. Außerdem dienen die Mikroplastik-Teilchen als Füllstoff und Bindemittel in Make-up und Abdeckcremes sowie als Filmbildner in Shampoos und Spülungen.

Kläranlagen können die Partikel allerdings oft nicht aus dem Abwasser filtern, so gelangen sie in Flüsse und Meere - und in die darin lebenden Tiere. Ob Mikroplastik eine Gefahr für den Verbraucher darstellt, ist derzeit noch unklar.

Wer auf Mikroplastik in Kosmetika verzichten will, muss selbst recherchieren. Ein Blick auf die Inhaltslisten kann helfen. Hier die Stoffe mit ihrer chemischen Bezeichnung: Polyethylen oder PE, Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET), Nylon-12, Nylon-6, Polyurethan (PUR), Acrylates Copolymer (AC), Acrylates Crosspolymer (ACS), Polyacrylat (PA), Polymethylmethacrylat (PMMA) und Polystyren (PS).

Wichtig dabei zu wissen: Die Reihenfolge der gelisteten Inhaltsstoffe auf der Verpackung spiegelt die Konzentration im Produkt wieder. Was oben steht, hat also die höchste Konzentration. Alternativ sollte man im Geschäft nachfragen oder sich direkt an den Produzenten wenden.

Partikel mit einer Größe von maximal fünf Millimetern gelten laut einer internationalen Vereinbarung als Mikroplastik.


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