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Vom Vamp zur Heiligen
Panorama 2 Min. 04.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Angelina Jolie

Vom Vamp zur Heiligen

Angelina Jolie feiert heute ihren 40. Geburtstag.
Angelina Jolie

Vom Vamp zur Heiligen

Angelina Jolie feiert heute ihren 40. Geburtstag.
Foto: AFP
Panorama 2 Min. 04.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Angelina Jolie

Vom Vamp zur Heiligen

Sie gehört zu den am meisten gehassten und am meisten respektierten Menschen in Hollywood: Angelina Jolie polarisiert. Aber selbst ihre ärgsten Feinde müssen ihr zugestehen: Sie ist eine A-Prominente mit vielen Talenten.

(dpa) - Eines vorweg: Die Lippen sind echt. Schon als kleines Mädchen hatte Angelina Jolie einen Mund, für den andere den Schönheitsarzt bemühen. Und ohne Frage waren es diese Lippen, die ihr in Hollywood geholfen haben. Aber Jolie wollte immer mehr sein als nur hübsch: Schauspielerin, Regisseurin, Botschafterin, auch Mutter.

Die Mutter Schauspielerin Marcheline Bertrand, der Vater Oscar-Preisträger Jon Voight, die Taufpaten Jacqueline Bisset und Maximilian Schell – wie soll man da nicht Schauspielerin werden, wenn man in Hollywood geboren wird.

Doch die junge Frau namens Angelina Jolie Voight wollte nie über ihren Vater definiert werden. Also ließ sie ihren verräterischen Nachnamen einfach weg.

Psychische Probleme

Scheidungskind Angelina hatte psychische Probleme, war ein ständig in Schwarz gehüllter „Gruftie“, verletzte sich selbst, hatte Essstörungen und machte Selbstmordversuche. Und sie war schüchtern. Keine guten Voraussetzungen für einen Hollywoodstar.

Vielleicht gelang ihr deshalb der Durchbruch mit den Rollen zweier psychisch labiler Frauen. In „Gia“ spielte sie 1998 das heroinsüchtige Model Gia Carangi, das mit 26 an Aids starb. Ein Jahr später war sie die soziopathische Lisa in „Durchgeknallt“ – und bekam einen Oscar.

Fortan konnte sich Jolie die Rollen aussuchen. Zuweilen griff sie daneben, doch das schadete ihrer Prominenz nicht. Das hat natürlich auch mit „Brangelina“ zu tun.

Einige hassen Jolie, weil sie Hollywoods Traumpaar Jennifer Aniston und Brad Pitt entzweit haben soll. Zumindest fand Pitt bei ihr das erhoffte Familienglück: Sechs Kinder haben beide, drei davon adoptiert.

Der Älteste soll es auch gewesen sein, der seiner Mutter zuvor die nötige Stabilität gab: „Ich wusste, dass ich durch die Verantwortung für Maddox niemals wieder selbstzerstörerisch sein würde“, sagte sie einmal.

Mehrere Jobs

Jolie arbeitet auch als Regisseurin. Ihr letzter Film, „Unbroken“, fand Respekt bei den Kritikern. Die nächsten Projekte: eine Dokumentation über den kenianischen Forscher und Umweltschützer Richard Leakey und das Ehedrama „By the Sea“. Hauptrollen: Brad Pitt und Angelina Jolie.

Und dann ist sie ja auch noch Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen für Flüchtlinge und macht sich für Bildung stark, gerade in der Dritten Welt. Im April drängte sie sogar im UN-Sicherheitsrat auf mehr Hilfe für syrische Flüchtlinge.

Vor zwei Jahren hat sich Jolie ihre Brüste und im März auch ihre Eierstöcke entfernen lassen. Sie hatte Angst vor Krebs, an dem ihre Großmutter, ihre Tante und ihre Mutter starben. Für viele Frauen wurde sie daher zum Vorbild.

Was macht es da schon, wenn man im selben Monat bei den „Kids' Choice Awards“ ausgerechnet den Preis als „bester Bösewicht“ bekommt – für die Rolle als dunkle Fee in „Maleficent“.



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