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Video: Minister Bausch versucht sich in Panda-Diplomatie
Panorama 5 1 2 Min. 20.10.2019

Video: Minister Bausch versucht sich in Panda-Diplomatie

Pandabären sind seit Jahren vom Aussterben bedroht.

Video: Minister Bausch versucht sich in Panda-Diplomatie

Pandabären sind seit Jahren vom Aussterben bedroht.
Foto: Gerry Huberty
Panorama 5 1 2 Min. 20.10.2019

Video: Minister Bausch versucht sich in Panda-Diplomatie

Mara BILO
Mara BILO
Im chinesischen Dujiangyan hat Verteidigungs- und Transportminister François Bausch einen kurzen Stopp beim "Dujiangyan Panda Breeding Research Center" eingelegt.

Kuschelig, putzig und verschmust: Pandabären locken weltweit Tausende von Besuchern an. Bei seiner Arbeitsvisite in China hat Minister François Bausch die Gelegenheit am Sonntag genutzt, um einen kurzen Stopp beim "Dujiangyan Panda Breeding Research Center" einzulegen. Dort werden derzeit 38 Pandabären gehalten.

Angaben des Direktors des chinesischen Forschungszentrums zufolge werden derzeit weltweit etwa 500 Pandabären in Tierparks, Zoos und Co. gehalten, in der freien Natur leben rund 1 900 Tiere. Jedes Jahr kommen 20 bis 30 Panda-Babys im "Dujiangyan Panda Breeding Research Center" zur Welt. "Die Anzahl der Pandabären steigt seit einigen Jahren wieder", erklärt Ying, die im Forschungszentrum arbeitet.

Weniger als 2 500 Pandabären weltweit


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Pandabären sind ein Symbol für die chinesische Volksrepublik, genießen aber auch außerhalb der Grenzen des Reichs der Mitte ein hohes Ansehen: Der Pandabär ist zum Wappentier des "World Wide Fund For Nature" (WWF) geworden und steht für bedrohte Tierarten allgemein. Denn: Mit weniger als 2 500 Tieren sind die Pandabären seit Jahren vom Aussterben bedroht. Das liegt vor allem daran, dass die seltenen Bären auf besondere Ernährung angewiesen und nur sehr wenige Tage im Jahr fruchtbar sind.

Pandabären sind in der freien Natur nur in wenigen Regionen Chinas zu finden – etwa in den Bergen im Südwesten. Außerhalb des Landes sind die seltenen Bären in Tierparks zu beobachten – wie etwa im Berliner Zoo. Dort hatte die Geburt von zwei Babys von Panda-Mutter Meng Meng Anfang September für große Aufregung gesorgt; immerhin sind die Zwillinge der erste Panda-Nachwuchs im Nachbarland Deutschland.

Partnerschaften mit anderen Staaten

Doch darüber hinaus sind Pandabären vor allem ein Zeichen für neu abgeschlossene Partnerschaften – und zwar zwischen China und verbündeten Staaten. Daraus ist die sogenannte Panda-Diplomatie entstanden: Der Begriff wurde während des Kalten Kriegs geprägt, als China Pandabären an ausländischen Regierungen, mit denen das Land strategische Partnerschaften abschließen wollte, verschenkte.


TOPSHOT - Baby panda Xiang Xiang plays at its enclosure during a press preview at Ueno Zoo in Tokyo on December 18, 2017.
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Diese Gepflogenheit reicht allerdings schon viel weiter zurück: Angaben einer Studie der Universität Oxford zufolge wurden die ersten Pandabären vor mehr als 1 300 Jahren an die japanische Regierung übergeben. Die moderne Panda-Diplomatie begann aber vor allem unter Chef Mao Zedong; 1965 wurden Pandabären an die damalige Sowjetunion und an Nordkorea übergeben.

Laut Studie hat sich die Panda-Diplomatie mit der Zeit entwickelt: Die Tiere werden seit den 1980er-Jahren nicht mehr als Staatsgeschenke der chinesischen Regierung gehandelt, sondern an Tierparks in der ganzen Welt verliehen – und zwar zu Wucherpreisen. Bemerkenswert dabei: Die Pandabären wurden Regierungen angeboten, mit denen China wichtige Handelsabkommen aushandelte. So durfte sich Japan 2011 über ein neues Pandabär-Paar freuen, wie auch Kanada und Singapur.


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