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Vermeintlicher Trump-Fan ist Schauspielerin einer Bildagentur
Panorama 2 04.07.2019

Vermeintlicher Trump-Fan ist Schauspielerin einer Bildagentur

Vermeintlicher Trump-Fan ist Schauspielerin einer Bildagentur

Foto: Screenshot Youtube
Panorama 2 04.07.2019

Vermeintlicher Trump-Fan ist Schauspielerin einer Bildagentur

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Trump wirbt mit einem neuen Kampagnen-Video für seine Wiederwahl im November 2020 - doch der Schein trügt.

In dem 22-sekündigen Werbevideo wird eine junge Frau gezeigt, wie sie am entspannt am Strand entlang schlendert. Eine Einblende stellt sie als "Tracey aus Florida" vor.  Tracey scheint eine eingefleischte Trump-Anhängerin zu sein: "Präsident Trump leistet eine super Arbeit. Ich könnte mir keinen besseren Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika wünschen", hört man eine weibliche Stimme sagen.

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Doch der jungen Frau, die in dem kurzen Wahlkampfvideo zu sehen ist, sind diese Worte in den Mund gelegt worden. In Wahrheit ist sie nämlich nicht "Tracey aus Florida", sondern Eva aus dem Département Var im Süden Frankreichs. Sie ist Schauspielerin, Bilder und Videos von ihr werden über iStock von Getty Images zum Verkauf angeboten und in Werbevideos genutzt.

Foto: Screenshot iStock

In dem Werbevideo für Donald Trump wird in der unteren Ecke kurz ein kleiner Verweis eingeblendet: "Actual Testimony, Actor Portrayal". Doch auffallen wird das wohl den wenigsten. Auch die vermeintlichen Trump-Anhänger "AJ aus Texas" und "Thomas aus Washington" sind, genau wie ihre französische Kollegin, Schauspieler, deren Videomaterial man über iStock kaufen kann.

Trump selbst hatte seinen demokratischen Kollegen in den letzten Jahren immer wieder vorgeworfen, bei großen Protesten, wie zum Beispiel den Demonstrationen gegen die Ernennung des Supreme Court Richters Brett Kavanaugh, Schauspieler einzusetzen - ein Vorwurf, der sich als haltlos herausstellte.

Stockvideos und kaufbares Filmmaterial werden bei Wahlkampagnen des Öfteren eingesetzt - was manchmal zu Werbeclips führen kann, sie sich zum Verwechseln ähnlich sehen. So passiert auch bei der deutschen Bundestagswahl im Jahr 2013, wo sowohl die FDP als auch die NPD mit der gleichen "Werbefamilie" um Stimmen buhlte.

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