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US-Wahlkampf: Luxemburger sind halt überall
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Marco Rubio (hier in Houston, Texas am 24. Februar) entdeckte Luxemburg im Wahlkampf.

US-Wahlkampf: Luxemburger sind halt überall

Foto: Reuters
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Marco Rubio (hier in Houston, Texas am 24. Februar) entdeckte Luxemburg im Wahlkampf.
Panorama 1 25.02.2016

US-Wahlkampf: Luxemburger sind halt überall

Roland ARENS
Roland ARENS
Bei einer Wahlkampfrede musste der republikanische Präsidentschaftskandidat Marco Rubio feststellen, dass es unerwartete Folgen haben kann, wenn man auf Kosten eines kleinen Landes die Lacher auf seine Seite zu ziehen versucht.

(rar) - Luxemburger sind überall. Diese Erfahrung musste am Dienstagabend der US-Senator Marco Rubio bei einem Wahlkampfauftritt in Minnesota machen.

Dem Luxemburger Blogger Tom Heles, Autor des politischen Blogs "Oppenen Bréif", war aufgefallen, dass der Präsidentschaftskandidat sich einen Spaß erlaubt hatte auf Kosten seines Konkurrenten Bernie Sanders von den Demokraten - und von Luxemburg.

Sanders, der sich selbst als "demokratischen Sozialisten" bezeichnet - was nach amerikanischen Politikmaßstäben eher als Stigma gilt -, könne kein guter Präsident der Vereinigten Staaten sein, höchstens von Schweden, hatte Rubio kürzlich in einer Rede gesagt. Das habe einigen schwedischen Fans nicht gefallen, erzählte der US-Senator Tage später. Und er habe deshalb Norwegen genannt, was wiederum einigen Norwegern missfiel.

Kurzerhand griff sich Rubio am Dienstagabend in Minnesota ein neues Land als Vorschlag für eine politische Heimat von Bernie Sanders heraus - und kam auf Luxemburg. "Ist jemand aus Luxemburg hier im Saal?", rief er unter lautstarker Zustimmung des Publikums.

Womit er nicht gerechnet hatte: Es war tatsächlich ein Luxemburger im Saal, der sich auch tapfer meldete (ab Minute 12.05).

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Hätte Rubio in seine Geschichtsbücher geschaut, hätte er in Erfahrung bringen können, dass Minnesota im 19. Jahrhundert eines der Hauptzuzugsgebiete für Luxemburger Auswanderer war.

Vielleicht wird man den US-Senator in Rollingstone zum nächsten Träipefest" einladen.


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