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US-Sammelklage nach Kreuzfahrtdrama in Norwegen
Panorama 10.05.2019

US-Sammelklage nach Kreuzfahrtdrama in Norwegen

Das Kreuzfahrtschiff Viking Sky erreicht den Hafen in der norwegischen Kleinstadt Molde, nachdem es auf See in Not geraten war.

US-Sammelklage nach Kreuzfahrtdrama in Norwegen

Das Kreuzfahrtschiff Viking Sky erreicht den Hafen in der norwegischen Kleinstadt Molde, nachdem es auf See in Not geraten war.
Foto: Svein Ove/NTB
Panorama 10.05.2019

US-Sammelklage nach Kreuzfahrtdrama in Norwegen

Im März war das Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" vor der norwegischen Küste in Seenot geraten. Fast 500 Passagiere mussten mit dem Hubschrauber evakuiert werden. Die Beinahe-Havarie hat jetzt ein Nachspiel.

(dpa) - Rund anderthalb Monate nach dem glimpflich ausgegangenen Kreuzfahrtdrama in Norwegen ist in den USA eine Sammelklage gegen die zuständige Reederei eingereicht worden. Eine Anwaltskanzlei fordert im Auftrag der betroffenen Passagiere insgesamt zehn Millionen Dollar (rund 8,9 Millionen Euro) Schadenersatz, wie aus den in Los Angeles eingereichten Dokumenten hervorgeht.


23.03.2019, Norwegen, Hustadvika: Das Kreuzfahrtschiff  «Viking Sky» driftet in Richtung Land. Das Kreuzfahrtschiff mit 1300 Passagieren an Bord ist vor der norwegischen Küste in Seenot geraten und hat ein Notsignal gesendet. Das Schiff habe ein Motorproblem, weshalb es evakuiert werden müsse, teilte die Polizei mit. Foto: Frank Einar Vatne/NTB scanpix/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Kreuzfahrtschiff in norwegischem Hafen angekommen
Mehr als 24 Stunden nach dem Absetzen des Notrufes ist das in Seenot geratene Schiff sicher in einem norwegischen Hafen eingetroffen.

Das Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“ sei wissentlich in einen Sturm hineingesteuert worden, woraufhin es in Seenot geraten sei, erklärte die Kanzlei Lipcon, Margulies, Alsina & Winkleman. Zunächst hatte das Fachportal World Maritime News darüber berichtet.

Erschreckende Szenen an Bord

Während eines schweren Sturms war die „Viking Sky“ am 23. März in einem gefährlichen westnorwegischen Küstengebiet mit Motorenproblemen in Seenot geraten. An Bord befanden sich 1373 Menschen. Zu den Reisenden zählten überwiegend US-Bürger und Briten, aber auch zwei Frauen mit deutschem Pass. 


The cruise ship Viking Sky, that ran into trouble in stormy seas off Norway, reaches the port of Molde under its own steam on March 24, 2019. - Escorted by tugboats, the Viking Sky arrived at the port of Molde. Nearly a third of its 1,373 passengers and crew had already been airlifted off the ship after it lost power along a stretch of Norwegian coastline notorious for shipwrecks. (Photo by Svein Ove EKORNESVAAG / NTB scanpix / AFP) / Norway OUT
Ursache für Kreuzfahrtdrama ist geklärt
Fachleute erklären, warum die „Viking Sky“ an einer gefährlichen Küste in Seenot geriet. Die Motoren des Kreuzfahrtschiffes mit 1373 Menschen an Bord hatten sich während eines Sturms automatisch abgestellt.

Fast 500 Personen wurden per Hubschrauber an Land geholt, die restlichen Passagiere und Besatzungsmitglieder erreichten mehr als 24 Stunden später mit dem zu dem Zeitpunkt wieder antriebsfähigen Schiff den Hafen der Kleinstadt Molde. 27 Personen mussten im Zuge des Dramas im Krankenhaus behandelt werden.

  An Bord hatten sich dramatische Szenen abgespielt.  

Wettervorhersagen hatten auf das Unwetter hingedeutet. Kapitäne der Reederei Hurtigruten hatten sich wegen der Vorhersagen entschlossen, das Gebiet vorübergehend zu meiden.