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US-Magier schwebt mit Wetterballons gen Himmel
Panorama 1 02.09.2020

US-Magier schwebt mit Wetterballons gen Himmel

David Blaine schwebte rund eine Stunde über der Wüstenlandschaft von Arizona.

US-Magier schwebt mit Wetterballons gen Himmel

David Blaine schwebte rund eine Stunde über der Wüstenlandschaft von Arizona.
Screenshot: Youtube
Panorama 1 02.09.2020

US-Magier schwebt mit Wetterballons gen Himmel

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Der weltbekannte Illusionskünstler David Blaine sorgte mit seiner Himmelfahrtsperformance "Ascension" für Aufsehen - und Herzflattern.

Kurz vor 17 Uhr am Mittwoch (MEZ) war es endlich so weit: US-Illusionist David Blaine erfüllte sich mit der Performance „Ascension“ (Himmelfahrt) seinen Kindheitstraum vom Fliegen. Ausschließlich von riesigen bunten, mit Helium gefüllten Wetterballons getragen, flog der 47-Jährige der Sonne Arizonas entgegen.

„Als ich fünf Jahre alt war, habe ich mit meiner Mutter einen Film gesehen, in dem ein Junge an einem Bund Ballons davongeflogen ist“, erinnerte sich der Künstler zuvor in einem Making-of-Video. „Das hat bei mir Träume ausgelöst, in denen ich über New York fliege. Ich habe dieses Bild nie vergessen und werde es nun Wirklichkeit werden lassen.“ Es sei seine bislang ambitionierteste Performance. 

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Zuvor musste Blaine laut eigenen Aussagen 500 Sprünge aus einem Flugzeug absolvieren, um als „Pro-Skydiver“ eingestuft zu werden. Zudem benötigte er eine Zertifizierung zum Heißluftballonführer sowie eine Pilotenlizenz, da seine Ballons von offizieller Seite als „experimentelles Fluggerät“ eingestuft wurden.  


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Das große Zittern

In der Luft lauerten gleich mehrere Gefahren. So hätte beispielsweise das Platzen eines Ballons zu einem Absturz führen können. Zudem drohten Sauerstoffmangel und Unterkühlung und ein damit verbundener Orientierungs-, wenn nicht gar Bewusstseinsverlust. Auch die Tatsache, dass er beim Absprung keinen Fallschirm trug, sondern diesen erst in der Luft anzog, hätte dem Magier zum Verhängnis werden können. 

Das Spektakel aus Sicht der Ballons.
Das Spektakel aus Sicht der Ballons.
Screenshot: Youtube

„Wenn du den Fallschirm nicht anbekommst, dann stirbst du“, machte auch Elite-Skydiver Luke Aikins vor dem Start unmissverständlich klar. Er gehört einem Expertenteam von Luftfahrern aus diversen Disziplinen, Wetterexperten und Ingenieuren an, die Blaine bei der Realisierung seines Projekts unterstützt haben.


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Wiederholungstäter

Es ist nicht das erste Mal, dass der Performance-Künstler sein Leben riskiert. So ließ er sich in der Vergangenheit unter anderem bereits für über 60 Stunden in einem Eisblock einschließen oder für eine Woche in einem gläsernen Sarg begraben. Auch sein Stunt, bei dem er eine Pistolenpatrone in einem kleinen Metallbecher in seinem Mund auffing, sorgte für Aufsehen.

Bislang habe er immer Projekte realisiert, die angsteinflößend waren. Seiner kleinen Tochter zuliebe wollte er nun nach jahrelanger Pause eine Performance umsetzen, die Schönheit und Hoffnung ausstrahlt.

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