Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Unicef: Bis 2030 sterben täglich 76 Jugendliche an Aids-Folgen
Panorama 29.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Unicef: Bis 2030 sterben täglich 76 Jugendliche an Aids-Folgen

Weltweit leben Unicef zufolge derzeit rund drei Millionen Kinder und Jugendliche mit HIV.

Unicef: Bis 2030 sterben täglich 76 Jugendliche an Aids-Folgen

Weltweit leben Unicef zufolge derzeit rund drei Millionen Kinder und Jugendliche mit HIV.
Fredrik von Erichsen/dpa
Panorama 29.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Unicef: Bis 2030 sterben täglich 76 Jugendliche an Aids-Folgen

Ohne zusätzliche Mittel für den Kampf gegen das HI-Virus werden nach Angaben von Unicef von 2018 bis 2030 rund 360 000 Jugendliche an den Folgen von Aids sterben.

(dpa) - Das entspreche 76 Todesfällen von Menschen im Alter von 10 bis 19 Jahren pro Tag. Die internationale Gemeinschaft werde „ohne jeden Zweifel“ ihr Ziel verfehlen, der Immunschwächekrankheit Aids bei Kindern und Jugendlichen bis 2030 ein Ende zu bereiten, erklärte Henrietta Fore, die Leiterin des UN-Kinderhilfswerks, am Donnerstag.


Rekord bei HIV-Neuinfektionen
Im Jahr 2017 sind in Luxemburg 101 Personen positiv auf das HIV-Virus getestet worden. Das sind mehr als doppelt so viele als noch vor zehn Jahren.

„Wir können den Kampf gegen HIV nicht gewinnen, wenn wir nicht schneller Fortschritte machen, um eine Übertragung auf die nächste Generation zu verhindern“, erklärte Fore anlässlich des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember. Der Unicef-Prognose zufolge werden sich künftig weniger junge Menschen mit HIV infizieren, doch der Rückgang ist nicht groß genug, um die Krankheit nachhaltig zurückzudrängen. Derzeit infizieren sich demnach jeden Tag noch 700 Jugendliche - also etwa eine Person alle zwei Minuten.


Die HIV-Berodung des Luxemburger Roten Kreuzes arbeitet bereits seit 30 Jahren daran, die Ausbreitung von HIV zu verhindern, und ruft die Menschen dazu auf, sich testen zu lassen.
Testen, um Leben zu retten
101 Menschen wurden 2017 in Luxemburg positiv auf HIV getestet. Ihnen ist die HIV-Berodung des Luxemburger Roten Kreuzes eine Hilfe. Sie feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen.

Weltweit leben Unicef zufolge derzeit rund drei Millionen Kinder und Jugendliche mit HIV, 2030 sollen es immer noch 1,9 Millionen sein. Die Zahl der an Aids sterbenden Kinder und Jugendlichen soll bis 2030 von gegenwärtig jährlich rund 119 000 auf 56 000 sinken. Unicef warnte jedoch: „Der Fortschritt ist viel zu schleppend und es bleibt kaum noch Zeit für effektives Handeln.“ Fore forderte, weiter mit großer Dringlichkeit gegen die Ausbreitung des HI-Virus zu kämpfen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

In weniger als 15 Minuten kann nun jeder einen HIV-Selbsttest zu Hause durchführen. Erhältlich ist dieser in der Apotheke und bald auch im Supermarkt.
In Frankreich gibt es die Selbsttests bereits seit 2015 in der Apotheke zu kaufen.
Der Kampf gegen Aids und HIV ist noch lange nicht vorbei. Zu Beginn der Welt-Aids-Konferenz liegt der Fokus gar nicht so sehr auf Afrika. Sondern auf Osteuropa und Zentralasien.
ARCHIV - ILLUSTRATION - 29.11.2010, Brandenburg, Frankfurt (Oder):- Eine rote Aids-Schleife liegt auf einem Globus (gestelltes Foto). (zu dpa "Welt-Aids-Konferenz berät über Kampf gegen HIV" vom 22.07.2018) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
101 Menschen wurden 2017 in Luxemburg positiv auf HIV getestet. Ihnen ist die HIV-Berodung des Luxemburger Roten Kreuzes eine Hilfe. Sie feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen.
Die HIV-Berodung des Luxemburger Roten Kreuzes arbeitet bereits seit 30 Jahren daran, die Ausbreitung von HIV zu verhindern, und ruft die Menschen dazu auf, sich testen zu lassen.
„Semaine nationale de dépistage du VIH/Sida“
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl an HIV-Infizierten in Luxemburg um 15 Prozent gestiegen. Um HIV/Aids-Teste zugänglicher zu machen, organisiert die HIV-Beratung des luxemburgischen Roten Kreuzes kommende Woche die erste „Semaine Nationale de dépistage du VIH/Sida“.
Mit einer neuen Kampagne wollen die Vereinten Nationen die Zahl der an Aids sterbenden Jugendlichen in den nächsten fünf Jahren um zwei Drittel reduzieren.
Aidsvorbeugung ist besonders bei Jugendlichen und jungen Frauen immer noch ein Thema.
Zweite „Semaine européenne du dépistage du VIH“
In Europa leben 2,3 Millionen HIV-Infizierte Menschen. Ein Drittel von ihnen weiß nicht, dass sie mit dem tödlichen Virus angesteckt sind.
HIV-Infektionen können durch Tests frühzeitig erkannt werden.