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Trauerfeier für „Captain Tom“: In die Herzen der Nation spaziert
Panorama 3 1 2 Min. 27.02.2021

Trauerfeier für „Captain Tom“: In die Herzen der Nation spaziert

Sir Tom Moore wurde am Samstag beigesetzt.

Trauerfeier für „Captain Tom“: In die Herzen der Nation spaziert

Sir Tom Moore wurde am Samstag beigesetzt.
Foto: dpa
Panorama 3 1 2 Min. 27.02.2021

Trauerfeier für „Captain Tom“: In die Herzen der Nation spaziert

Salutschüsse, Überflug eines Militärflugzeugs, Live-Übertragung im Fernsehen: Die Bestattung des im Alter von 100 Jahren gestorbenen britischen Pandemie-Helden und Rekordspendensammlers Tom Moore „Captain Tom“ wird zum medialen Großereignis.

(dpa) - Die Briten haben sich in einer emotionalen Zeremonie von ihrem Pandemie-Helden Tom Moore („Captain Tom“) verabschiedet. Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus waren nur acht Familienmitglieder bei der Trauerfeier mit militärischen Ehren im ostenglischen Bedford dabei. Die BBC übertrug das Ereignis aber live im Fernsehen. Tausende Menschen brachten zudem ihre Anteilnahme in einem Online-Kondolenzbuch zum Ausdruck.


(FILES) In this file handout photo released  on April 30, 2020, shows Captain Tom Moore shows Captain Tom Moore waving at a flypast by Battle of Britain Memorial planes to celebrate his 100th birthday in Marston Moretaine. - Britain's lockdown hero, Captain Tom Moore has died at the age of 100 after testing positive for Covid-19.  The charity fundraiser was taken to Bedford Hospital on Sunday after testing positive for coronavirus last week. (Photo by Emma SOHL / CAPTURE THE LIGHT / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / CAPTURE THE LIGHT / EMMA SOHL" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS --- NO ARCHIVE ---
Goodbye, Captain Tom: Rekordspendensammler nach Covid-Erkrankung tot
Mit seiner Spendensammelaktion für den britischen Gesundheitsdienst wurde der Kriegsveteran Tom Moore zu einem Helden der Pandemie. Nun ist Moore selbst mit einer Covid-Erkrankung gestorben.

Der Anfang Februar im Alter von 100 Jahren nach einer Coronavirus-Infektion gestorbene Weltkriegsveteran hatte im vergangenen Jahr umgerechnet knapp 37 Millionen Euro an Spenden für den in der Pandemie unter Druck geratenen Gesundheitsdienst NHS gesammelt. Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof spaziert. Beinahe über Nacht avancierte er zum nationalen Helden. Queen Elizabeth II. (94) schlug ihn im vergangenen Sommer zum Ritter.

Fürsorglich und vorbildhaft

Bei der Trauerfeier am Samstag wurde der in eine Union-Jack-Fahne gehüllte Sarg von sechs Soldaten in die Aussegnungshalle des Krematoriums in Bedford getragen. Gleichzeitig wurden Salutschüsse abgefeuert. Ein Militärflugzeug aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs donnerte über das Gelände.

Zu Beginn der nicht-religiösen Trauerfeier wurde „Captain Toms“ Version der Fußball-Hymne „You'll Never Walk Alone“ gespielt, mit der er im vergangenen Jahr die Charts gestürmt hatte - nur einer von vielen Triumphen des späten Helden. Den Song hatte er gemeinsam mit dem britischen Sänger und Schauspieler Michael Ball und einem NHS-Chor aufgenommen.

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Mehrere Familienmitglieder würdigten Moore in Beiträgen als fürsorglichen und vorbildhaften Vater und Großvater. Er habe seine Angehörigen immer dazu angespornt, ihr Bestes zu geben, sagte seine Tochter Lucy Teixeira. „Das ist, was du vergangenes Jahr getan hast, als du ein Vermögen für den NHS gesammelt hast, indem du in die Herzen der Nation spaziert bist.“

Der Wunsch nach dem Pappkarton

„Meine Schwester und ich haben die Beerdigung geplant, die mein Vater sich gewünscht hat“, hatte Teixeira der britischen Nachrichtenagentur PA vor der Zeremonie verraten. Ihr Vater habe sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, wie er sich seine Beisetzung vorstellte. Einen Wunsch habe sie aber nicht erfüllen können: „Wenn er in einen Pappkarton hätte gelegt werden können, anstatt dass ein Baum gefällt wird, dann hätte er das getan“, so Teixeira. Es sei aber geplant, dass mehrere Bäume zu seinen Ehren gepflanzt würden, berichtete sie weiter.


17.07.2020, Großbritannien, Windsor: Königin Elizabeth II. (l) schlägt Tom Moore (r), Weltkriegsveteran und Rekord-Spendensammler, während einer Zeremonie im Freien auf Schloss Windsor zum Ritter. Moore hatte mit einem Spendenlauf am Rollator in der Corona-Krise knapp 33 Millionen Pfund (etwa 36 Millionen Euro) gesammelt und es damit ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Das Geld ging an den chronisch unterfinanzierten staatlichen Gesundheitsdienst NHS. Foto: Chris Jackson/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ein tapferer Spenden-Ritter
Der Brite Tom Moore hat bei seinem Spendenlauf gekämpft wie ein tapferer Ritter. Nun ist der 100-Jährige tatsächlich zum Ritter geschlagen worden - von der Queen, die ihm eine besondere Ehre zuteil werden ließ.

Zum Abschluss der Zeremonie verabschiedete ein Trompeter Moore mit dem militärischen Signal „Last Post“. Seine Asche soll in einem Familiengrab in der nordostenglischen Grafschaft Yorkshire beigesetzt werden.   

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