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Tornado fegt durch Ort in der Eifel
Panorama 13.03.2019

Tornado fegt durch Ort in der Eifel

Mitglieder der Feuerwehr stehen vor einem Haus in der Eifelgemeinde Roetgen, dessen Dach schwer beschädigt wurde.

Tornado fegt durch Ort in der Eifel

Mitglieder der Feuerwehr stehen vor einem Haus in der Eifelgemeinde Roetgen, dessen Dach schwer beschädigt wurde.
Foto: Ralf Roeger/dpa
Panorama 13.03.2019

Tornado fegt durch Ort in der Eifel

Ein heftiger Sturm hat eine Spur der Verwüstung durch einen Ort an der belgisch-deutschen Grenze gezogen. Zehn Häuser wurden zerstört.

(dpa) - Ein tornadoartiger Sturm hat am Mittwoch in der Eifel südlich von Aachen Dächer abgedeckt und rund 30 Häuser beschädigt. „Zehn Häuser davon sind nicht mehr bewohnbar“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr-Einsatzleitung am Mittwochabend. Zwei Häuser im Ort Roetgen hätten kein Obergeschoss mehr. Es habe einen Leichtverletzten gegeben, der vorsorglich mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden sei.

„Er ist durchgefegt, kurz und heftig“, beschrieb der Feuerwehr-Sprecher das Naturereignis am Nachmittag. Der Sturm habe sich danach schnell wieder verzogen. Schäden gebe es relativ konzentriert an zwei Straßen. Auch im Umland seien aber Bäume umgefallen. Durch umherfliegende Teile wurden Autos beschädigt.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit mehr als 200 Kräften im Einsatz. Hinzu kamen rund 30 Polizisten. In der Grundschule in Roetgen sei eine Betreuungsstelle eingerichtet worden, ein Bus fahre die Betroffenen hin. Die Feuerwehr schätzte, dass etwa 30 Menschen vorübergehend eine andere Unterkunft bräuchten. Es sei aber davon auszugehen, dass viele davon bei Verwandten oder Bekannten unterkommen könnten. Roetgen liegt unmittelbar an der Grenze zu Belgien und etwa 70 Kilometer von der Nordspitze Luxemburgs entfernt.

Der Deutsche Wetterdienst bestätigte, dass ein Gewitter über die Eifel gezogen sei. Ob der Sturm als Tornado einzustufen sei, müsse noch geprüft werden, sagte eine DWD-Meteorologin. Auf einem Video, das der WDR via Twitter verbreitete, ist zu sehen, wie eine deutlich erkennbare Windhose über den Ort zieht.

Unter Tornados verstehen Wetterkundler des Deutschen Wetterdienstes eine Luftsäule mit Bodenkontakt, die um eine mehr oder weniger senkrecht orientierte Achse rotiert und sich dabei unter einer tiefen Wolkenbasis befindet. Weitere Voraussetzungen für das Entstehen sind laut DWD starke Temperaturgegensätze, aufsteigende Luft und vertikale Windscherung, also die Zunahme der Windgeschwindigkeit. 2018 hatte der DWD deutschlandweit 17 nachgewiesene Tornado-Ereignisse registriert, davon vier in NRW.


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