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Tierflüsterer zu Gast in Luxemburg: Wie verstehe ich mein Haustier?
Panorama 4 Min. 18.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Tierflüsterer zu Gast in Luxemburg: Wie verstehe ich mein Haustier?

Laurent Amann und sein treuer Begleiter, Königspudel Rio, sind ein eingespieltes Team.

Tierflüsterer zu Gast in Luxemburg: Wie verstehe ich mein Haustier?

Laurent Amann und sein treuer Begleiter, Königspudel Rio, sind ein eingespieltes Team.
Cheryl Cadamuro
Panorama 4 Min. 18.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Tierflüsterer zu Gast in Luxemburg: Wie verstehe ich mein Haustier?

Hunde, die ungewöhnliche Verhaltensweisen an den Tag legen, sind nicht gestört. Ganz im Gegenteil. Sie haben eine Botschaft für uns – sie sind der Spiegel unserer Seele. Tierflüsterer Laurent Amann ist derzeit mit seinem Hund Rio zu Besuch in Luxemburg und erklärt, was und wie man von seinem Hund lernen kann.

(che) - „Hunde sind mehr als nur Haustiere“, erklärt der Luxemburger Laurent Amann, der in Wien lebt und arbeitet. „Wenn man dazu bereit ist, können sie einem helfen, sich selbst zu verstehen, weiterzuentwickeln und sogar zu heilen.“ Diese Erfahrung hat der 30-Jährige am eigenen Leib gemacht. „Rio hat als Welpe kaum gefressen. Anfangs dachte ich noch, es läge am Futter. Alle Maßnahmen – die unterschiedlichsten Futtersorten, ärztliche Checks – nichts hat etwas gebracht. Doch dann ist mir aufgefallen: Er hat an sich mein Verhalten widergespiegelt. Ich selbst war zu dieser Zeit unglücklich und hatte eine Essstörung entwickelt.“ Als sich Laurent schließlich ärztliche Hilfe sucht, verschwinden die Symptome auch beim Hund.

Seelische Bedürfnisse

Kann die Übereinstimmung der Symptome zwischen Tier und Mensch auch Zufall sein? Nein, ganz sicher nicht, beteuert Amann, der überzeugter Veganer ist. „Ich habe als Verhaltensforscher viele Untersuchungen durchgeführt, die mir gezeigt haben, dass Tiere eine Seele haben und jedes hat eine Botschaft für seinen Besitzer. Man muss nur offen dafür sein und zuhören.“ Genauso wichtig wie eine gute Erziehung und artgerechte Haltung ist also auch die Erfüllung der seelischen Bedürfnisse eines Tieres. Tiere kommunizieren laut dem Tierpsychologen auf emotionaler oder übersinnlicher Ebene. Mit ihnen zu reden erfordert nur drei Dinge: Offenheit, Übung und Geduld. Zudem kann man mit jedem Tier kommunizieren, ganz egal ob Katze, Schwein oder Papagei. „Denn sie alle haben eine Seele, genau wie wir Menschen“, fasst Laurent zusammen. In meiner Arbeit versuche ich, die Bodenständigkeit der Wissenschaft und die unerforschte Welt der Spiritualität zusammenzubringen.

Der Hund will seinem Besitzer nur helfen, sich selbst zu helfen.

In seiner Praxis als Tierpsychologe fallen dem Luxemburger so immer wieder die gleichen Muster auf: Zeigt der Hund Verhaltensauffälligkeiten, liegt es oft am Menschen. „Der Hund will seinem Besitzer nur helfen, sich selbst zu helfen“, erklärt er. Oftmals ist es sogar so, dass ein Besitzer von mehreren Tieren auch mehrere und auch verschiedene Botschaften erhält. Schwierigkeiten tauchen dann auf, wenn man versucht das unerwünschte Verhalten der Hunde mit Gewalt zu bezwingen. Solche Tiere können unberechenbar werden, weil ihre Botschaften und Gefühle ignoriert werden.

Andere unliebsamen Konsequenzen des konstanten Ignorierens seitens des Menschen sind Erkrankungen des Tieres, die auch chronisch werden können. Beginnt man jedoch frühzeitig mit der Kommunikation, besteht diesbezüglich kein Grund zur Sorge. Dennoch ist Kommunikation nicht alles. Artgerechte Haltung und Erziehung sind ebenso wichtig. „Zu diesem Zweck besuche ich Kunden auch gerne zu Hause, um mir die Haltung der Tiere anzusehen und sie so noch besser beraten zu können. Alternativen zu gewaltsamen oder rein körperlichen Trainings gibt es also – man muss es nur wollen.

Aufmerksamkeit ist wichtig

Und was kann man tun, um die Bindung zum Tier zu stärken? „Man sollte sich Zeit für seinen Hund nehmen“, meint Amann. „Es hilft schon, ein paar Minuten am Tag nur für das Tier da zu sein. Beim Spaziergang beispielsweise einfach mal das Handy ignorieren und sich nur auf den Hund konzentrieren. Einfach eine Weile nur für das Tier da sein, ohne anderen Tätigkeiten nachzugehen, bewirkt oft Wunder.“

"Einfach mal beim Spazierengehen das Handy in der Tasche lassen."
"Einfach mal beim Spazierengehen das Handy in der Tasche lassen."
Cheryl Cadamuro

Dass durchaus Interesse am Seelenleben der Tiere besteht, beweist der Erfolg des Buchs „Mein Hund hat eine Seele“, das Laurent Amann mit seinem Co-Autor Asim Aliloski veröffentlicht hat. Der Ratgeber ist innerhalb kürzester Zeit auf Platz eins der Sachbücher-Bestsellerliste gelandet. Der Erfolg hat Amann bereits zu weiteren Schreibprojekten motiviert. In den geplanten Büchern sollen dann Katzen und Nutztiere thematisiert werden. Ganz oben auf der Zielliste des Tierverstehers steht schließlich eine eigene spirituelle Tiersendung.

Vom 16. bis zum 29. März stellt Laurent Amann sein Buch „Mein Hund hat eine Seele“ in Luxemburg vor. Neben persönlichem Coaching mit Heimbesuch des Tierpsychologen können Interessierte in diesem Zeitraum auch an dem Buchvortrag „Mein Hund hat eine Seele“ oder an dem zweitägigen Seminar „Hundeglücklich“ teilnehmen.

Buchtipp und Termine

Buch: Laurent Amann & Asim Aliloski. „Mein Hund hat eine Seele – Was Ihr Hund schon immer sagen wollte & was Sie von ihm lernen können“. Goldegg Verlag, 2015. ISBN: 973-3-902991-36-2

Vortrag: Freitag, 20. März 2015, 18-20.30 Uhr. „Mein Hund hat eine Seele“, mit persönlicher Fragerunde. Veranstaltungsort: Hôtel-Restaurant Cottage, rue Auguste Liesch, L-3474 Düdelingen. Teilnahmegebühr: 49 Euro. Vortragsplatz im Webshop buchbar, keine Abendkasse. Vortragssprache: Luxemburgisch.

2-Tage-Seminar: Samstag, 28. bis Sonntag, 29. März 2015, Sa. von 10-17 Uhr, So von 10-15 Uhr. Veranstaltungsort: Hôtel-Restaurant Cottage, rue Auguste Liesch, 3474 Düdelingen, Luxemburg. Teilnahmegebühr: 360 Euro. (Frühbucherrabatt: 320 Euro bei Buchung bis Sonntag 22.3.2015)

www.laurentamann.com

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