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Tierärztin Dr. Romi Roth erklärt: Auch Hunde haben Bauchweh
Panorama 01.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Tierärztin Dr. Romi Roth erklärt: Auch Hunde haben Bauchweh

Fühlt der Hund sich nicht gut, bemerkt man das an seinem Verhalten.

Tierärztin Dr. Romi Roth erklärt: Auch Hunde haben Bauchweh

Fühlt der Hund sich nicht gut, bemerkt man das an seinem Verhalten.
Foto: dpa
Panorama 01.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Tierärztin Dr. Romi Roth erklärt: Auch Hunde haben Bauchweh

Ist der Hund apathisch und hat zudem noch ein Gluckern im Bauch gilt es achtsam sein. Es besteht der Verdacht auf eine Entzündung.

„Mir kënnen nuets bal nëmmi schlofen esou rabbelt eisem klengen Terrier, dee bei eis nieft dem Bett säi Pillem huet, säi Bauch. An der Lescht musse mir och regelméisseg nuets mat him eraus ..!“

Lang anhaltende (chronische) gluckernde oder sonst geartete Geräusche im Bauch des Haustiers deuten immer auf eine krankhafte Veränderung im Darmschlauch, meistens im Dünndarm gelegen, hin. Weitere alarmierende Anzeichen sind schäumender, hell gefärbter Durchfallstuhl, der besonders nächtens abgesetzt wird, sowie ein etwas aufgedunsener Bauch mit gespannter Bauchwand.

Der Exempelhund, ein sonst ausgelassener, verspielt-gutmütiger Mittelterrier wirkt während der Untersuchung matt und abgeschlagen. Sein Blick ist apathisch. Das Tier scheint unter den nächtlichen Störungen mindestens ebenso zu leiden wie seine Besitzer.

Kot- und Blutanalysen sowie röntgenologische Kontrastaufnahmen des Verdauungstraktes zeigten dann im Hinblick auf therapeutische Möglichkeiten hilfreiche Ergebnisse. Das kleine Tier litt an einer Dünndarm-Entzündung, die über sogenannte Giardien (Geißeltierchen, Flagellaten) zustande kam. Dass der Hundepatient zudem eine gravierende Funktionsschwäche der Schilddrüse aufwies, kam erschwerend hinzu.

Vorsicht Holz

Nachdem dieser wochenlang mit geeigneten Präparaten gegen die Geißeltierchen – sowie mit Medikamenten zur Heilung und Wiederherstellung der Dünndarmschleimhaut – behandelt worden war, kehrte für alle Beteiligten wieder nächtliche Ruhe ein.

Auf eine weitere, gefährliche Ursache von Magenbeschwerden bei Hunden sei an dieser Stelle noch hingewiesen: Holzspieße, an denen Grillfleischreste kleben, stellen eine Verlockung für das Tier dar und führen, einmal gefressen, zu akuter Lebensgefahr.


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