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Grippe oder Erkältung
Panorama 2 Min. 29.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Symptome richtig deuten

Grippe oder Erkältung

Die Nase läuft und läuft und läuft: Schnupfen hat man in der Regel sowohl bei einer Erkältung als auch bei einer echten Grippe.
Symptome richtig deuten

Grippe oder Erkältung

Die Nase läuft und läuft und läuft: Schnupfen hat man in der Regel sowohl bei einer Erkältung als auch bei einer echten Grippe.
Foto: dpa-tmn
Panorama 2 Min. 29.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Symptome richtig deuten

Grippe oder Erkältung

Erkältung und Grippe haben Hochsaison. Aber woran merkt man eigentlich, welche der Viruserkrankungen man hat? Und wann ist man ein Fall fürs Bett - und wann für den Arzt?

(dpa/tmn) - Der Kopf brummt, die Nase läuft, und der Körper schmerzt - hinter solchen Symptomen kann eine einfache Erkältung oder eine echte Grippe stecken. Der deutsche Infektiologe Peter Walger erklärt den Unterschied - und wann Betroffene zum Arzt gehen sollten.

Grippe: Eine echte Grippe wird durch Viren ausgelöst und beginnt meist plötzlich. „Normalerweise fühlt man sich am Morgen noch gesund und hat abends plötzlich 39 oder 40 Grad Fieber“, erklärt Walger. Hinzu kommen Symptome wie Kopf-, Glieder- und Knochenschmerzen sowie Husten und Schnupfen. Betroffene fühlen sich sehr krank. Wichtig ist, reichlich zu trinken. „Bei Fieber kann der Körper schnell zusätzlich zwei Liter Flüssigkeit verlieren.“ Außerdem sollte man sich schonen und ruhig einige Tage im Bett verbringen.

Betroffene können zu fiebersenkenden Medikamenten und Schmerzmitteln greifen. Von Kombinations-Präparaten rät Walger allerdings ab: „Bei diesem Mix sind wichtige und unwichtige Einzelwirkstoffe drin, da ist eine richtige Dosierung unmöglich.“

Erkältung: Eine Erkältung hat man in der Regel mehrfach im Jahr, auch sie ist eine Virusinfektion. Die Nase läuft, man hat Halsschmerzen, Kopfweh und vielleicht auch Gliederschmerzen. Die Symptome beginnen langsam und flauen nach ein paar Tagen wieder ab. „Eine Erkältung beeinträchtigt zwar die Befindlichkeit, aber man ist nicht schwer krank“, sagt Walger. Meist haben Betroffene kein Fieber und müssen auch nicht zum Arzt.

Wann man zum Arzt gehen sollte: Ältere Menschen sollten bei hohem Fieber eher früh zum Arzt gehen. Gleiches gilt für Menschen mit einer Grunderkrankung wie Herz- oder Lungenkrankheiten. Eltern sollten auch mit kleinen Kindern bei Grippeverdacht zum Arzt gehen. Wer nicht in eine dieser Gruppen fällt, aber eine typische Grippe mit deutlichem Krankheitsgefühl und zusätzlich Beschwerden wie Luftnot, Kreislaufstörungen oder Schwindel hat, sollte unbedingt zum Arzt gehen, wie Walger betont

Mögliche Komplikationen

Wer zunächst eine Erkältung oder weniger schwere Grippe hatte, dann aber nach drei bis vier Tagen einen neuen Schub bekommt, gehört auch in die Hände eines Arztes. Dahinter kann eine Lungenentzündung stecken. Gegen Grippe gibt es spezielle Anti-Virusmedikamente. „Die wirken aber relativ schwach“, sagt Walger. Deshalb verordnen auch Ärzte in der Regel eher Medikamente und Präparate, gegen die einzelnen Symptome. „Antibiotika machen weder bei Erkältungen noch bei Grippe einen Sinn, sie wirken gegen Viren nicht.“ Eine Ausnahme gilt höchstens, wenn Betroffene sich zusätzlich zu den Viren eine bakterielle Infektion einfangen.


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(Archivbild vom 25.01.2016/Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text. Die Ver�ffentlichung ist f�r dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.)    Foto: Christin Klose