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Sushi-Lokal verliert auf einen Schlag drei Michelin-Sterne
Panorama 27.11.2019

Sushi-Lokal verliert auf einen Schlag drei Michelin-Sterne

Das Sukiyabashi Jiro in Tokio zählt zu den besten Sushi-Restaurants der Welt.

Sushi-Lokal verliert auf einen Schlag drei Michelin-Sterne

Das Sukiyabashi Jiro in Tokio zählt zu den besten Sushi-Restaurants der Welt.
Foto: AFP/Behrouz Mehri
Panorama 27.11.2019

Sushi-Lokal verliert auf einen Schlag drei Michelin-Sterne

Jiro Ono gilt als einer der weltbesten Sushi-Köche. Nun hat ihm der Guide Michelin alle drei Sterne weggenommen – doch das dürfte den Großmeister wohl kaum stören.

(AFP/jt) - Seit 2007 trägt das Sukiyabashi Jiro die höchste Auszeichnung des Restaurantführers von Michelin. Nun muss das renommierte Lokal in Tokio seine drei Michelin-Sterne allerdings zurückgeben. Der Grund: Der winzige Sushi-Laden mit nur zehn Sitzplätzen ist nur noch einem äußerst erlesenen Kundenkreis zugänglich.

"Wir haben festgestellt, dass das Sukiyabashi Jiro keine Reservierungen mehr von der allgemeinen Öffentlichkeit entgegennimmt, darum wird es nicht mehr von uns erfasst", erklärte eine Sprecherin des Guide Michelin von Tokio der Nachrichtenagentur AFP. Ein wesentliches Kriterium des Gastronomieführers sei es, Restaurants vorzustellen, die für alle offen seien.

Der frühere US-Präsident Barack Obama aß im April 2014 mit Japans Regierungschef Shinzo Abe im Sukiyabashi Jiro in Tokio.
Der frühere US-Präsident Barack Obama aß im April 2014 mit Japans Regierungschef Shinzo Abe im Sukiyabashi Jiro in Tokio.
Foto: Cabinet Public Relations Office/Jiji Press/AFP

Wer sich einmal von Sushi-Großmeister Jiro Ono bewirten lassen will, braucht gute Kontakte. Auch Luxushotels in Japans Hauptstadt vermitteln Plätze im Sukiyabashi Jiro. Der Restaurantbetreiber erklärte auf seiner Website, derzeit Schwierigkeiten zu haben, Reservierungen anzunehmen. Man entschuldige sich bei seinen "lieben Kunden" für die Unannehmlichkeiten, die aufgrund der wenigen verfügbaren Sitzplätze im Lokal wohl noch anhalten werden.


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Das Edel-Restaurant, das bereits zahlreiche Prominente wie Barack Obama, Katy Perry oder Hugh Jackman zu seinen Gästen zählte, befindet sich seit 1965 am selben Ort im Tokioter Stadtteil Ginza. Ein Sushi-Menü von Jiro Ono, das im Schnelldurchgang serviert wird, kostet umgerechnet rund 333 Euro. Der 94-Jährige Ono, der es auch durch die Filmdokumentation "Jiro Dreams of Sushi" zu einiger Berühmtheit brachte, wird heute am Tresen von seinem ältesten Sohn Yoshikazu unterstützt. Auch sein jüngster Sohn Takashi ist im Restaurantgeschäft in Tokio tätig: Sein Lokal Sukiyabashi Jiro Roppongi Hills darf sich immerhin mit zwei Michelin-Sternen schmücken.

Japan verfügt über eine hohe Dichte an Drei-Sterne-Lokalen. 32 Restaurants zählen zur begehrten Höchstkategorie des Michelin-Führers – damit stellt das Land in Fernost sogar das "Mutterland der hohen Küche" Frankreich in den Schatten.


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