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Suche nach besseren Therapien gegen Krebs: Uni Luxemburg Teil eines Exzellenznetzwerks
Panorama 2 Min. 02.08.2015

Suche nach besseren Therapien gegen Krebs: Uni Luxemburg Teil eines Exzellenznetzwerks

Die Doktoranden Sébastien de Landtsheer und Marco Albrecht mit Prof. Dr. Thomas Sauter (v.l.n.r.).

Suche nach besseren Therapien gegen Krebs: Uni Luxemburg Teil eines Exzellenznetzwerks

Die Doktoranden Sébastien de Landtsheer und Marco Albrecht mit Prof. Dr. Thomas Sauter (v.l.n.r.).
Foto: Michel Bruma/University of Luxembourg
Panorama 2 Min. 02.08.2015

Suche nach besseren Therapien gegen Krebs: Uni Luxemburg Teil eines Exzellenznetzwerks

Innovation aus Luxemburg: Zusammen mit internationalen Partnern haben Forscher von der Universität Luxemburg ein Netzwerk entworfen, dass die Krebsforschung entscheidend vorantreiben könnte.

(LW) - Zusammen mit 17 Partnern haben Forscher der Universität Luxemburg ein internationales Trainingsnetzwerk für junge Krebsforscher entwickelt und sich damit erfolgreich bei der anspruchsvollen Marie-Curie-Ausschreibung der Europäischen Kommission beworben.

Mit über drei Millionen Euro fördert die EU nun dieses sogenannte „Melplex“-Netzwerk. Rund 500 000 Euro davon gehen allein an die Life Sciences Research Unit (LSRU) der Universität Luxemburg. Damit werden vor allem zwei der insgesamt 15 teilnehmenden Doktoranden finanziert, die hauptsächlich an der Universität Luxemburg tätig sein werden, sowie ihre Forschungsarbeiten und -aufenthalte bei Projektpartnern.

Finanzierung durch die EU

Das EU-Programm „Marie Sklodowska-Curie“ finanziert Ausbildungsnetzwerke für junge Forscher mit Fokus auf internationaler Mobilität. Das Trainingsnetzwerk Melplex (Abkürzung für „Exploiting Melanoma disease complexity to address European research training needs in translational cancer systems biology and cancer systems medicine“) wird von Dublin aus koordiniert und verbindet Universitäten, Kliniken und Unternehmen aus elf Ländern, darunter Belgien, Luxemburg, Irland, Dänemark, Israel und die USA.

Alle forschen über Hautkrebs: „Das ist die Krebsart, die am schnellsten zunimmt, vor allem in der EU und den USA“, erklärt Dr. Thomas Sauter, Professor für Systembiologie an der Universität Luxemburg und Trainingskoordinator des gesamten Netzwerks. „Wenn er zu spät entdeckt wird, verläuft er meist tödlich, da er gegen Chemotherapie weitgehend resistent ist und die bisherigen anderen Therapieansätze keinen Durchbruch erzielt haben.“

Alternativen zu Chemotherapie

Die Suche nach besseren Früherkennungsmethoden sowie alternativen Therapien sei dringlich. Dafür sei eine gute Vernetzung zwischen unterschiedlichen Forschungsgebieten sowie mit Unternehmen unerlässlich.

Das Training der beiden aus 350 Bewerbern ausgewählten Doktoranden an der Uni Luxemburg wird international, interdisziplinär und intersektoriell. Sébastien de Landtsheer wird zunächst 18 Monate in Luxemburg an einer mathematischen Beschreibung der Signalwege in Hautkrebs arbeiten, in denen über hundert verschiedene Moleküle interagieren. Dann wird er sein Projekt drei Monate lang am University College in Dublin und sechs Monate lang in einem Pharmaunternehmen in Boston vertiefen.

Sein Kollege Marco Albrecht unterstreicht: „Durch die verschiedenen Partner des Netzwerks haben wir hier ideale Karrierebedingungen.“ Er plant in Luxemburg, der Hautklinik der Technischen Universität Dresden und der Firma Optimata in Israel die 3D-Modellierung eines Tumors zu erstellen. 

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