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Sternschnuppen-Nacht: 7 Tipps für gelungene Perseiden-Fotos
Sternschnuppen fotografieren ist eine Herausforderung für den Amateur-Fotografen.

Sternschnuppen-Nacht: 7 Tipps für gelungene Perseiden-Fotos

Foto: Shutterstock
Sternschnuppen fotografieren ist eine Herausforderung für den Amateur-Fotografen.
Panorama 2 Min. 12.08.2015

Sternschnuppen-Nacht: 7 Tipps für gelungene Perseiden-Fotos

Sie möchten die Sternschnuppen fotografieren? Dann sollten Sie das Handy in der Tasche lassen und stattdessen die gute alte Spiegelreflex-Kamera dabei haben. Und die 500-Regel kennen.

(rar) - Wer in der Nacht zum Donnerstag die Perseiden fotografieren möchte, der sollte sich überlegen, die gute alte Spiegelreflex-Kamera hervorzukramen. Mit dem Handy auf gute Aufnahmen von dem leuchtenden Kometenstaub zu hoffen, ist kein guter Plan.

Aber auch wer sich mit der großen Kamera auf die Sternschnuppen-Pirsch macht, der sollte einige Tipps kennen.

Tipp 1: Dunkelheit suchen

Am besten sollte man einen möglichst dunklen Standort zum Fotografieren wählen. In der Stadt ist dies so gut wie unmöglich. Die gute Nachricht: die Amateurastronomen und die "Frënn vum Naturmusee" haben ihre offizielle Beobachtung bei der Donatuskapelle zwischen Beidweiler und Eschweiler inzwischen bestätigt (ab 22.00 Uhr).

Wer überprüfen will, ob der heimische Garten als Fotostandort in Frage kommt, kann dies mit der Webseite Dark Sky Finder tun.

Tipp 2: Ausrüstung checken

Ganz klar: Die Spiegelreflexkamera erhöht deutlich die Chance auf bessere Bilder. Und wenn möglich sollte ein Stativ zum Einsatz kommen. Ein Sandsack oder eine ähnlich stabile Unterlage können ebenfalls helfen.

Tipp 3: Himmelsrichtung wählen

Zu sehen sind die Perseiden am nordöstlichen Nachthimmel. Hier leistet der Kompass des Smartphones natürlich gute Dienste.

Tipp 4: Belichtungszeit ausrechnen

Wer nachts fotografiert, hat wenig Licht. Deshalb muss die Blende weit geöffnet sein und eine entsprechend längere Belichtungszeit gewählt werden. Aber wie lange ist genug?

Hier hilft die 500er-Regel: Man teilt die Zahl 500 durch die Brennweite des Objektivs. Mit einem 24-mm-Objektiv ergibt sich beispielsweise eine Belichtungsdauer von etwa 21 Sekunden. Es empfiehlt sich, mit verschiedenen Einstellungen zu fotografieren.

Tipp 6: Alternative Belichtung

Wer sich mehr Handarbeit zutraut, dem empfiehlt unser Fotochef Guy Wolff folgende Technik: Mehrmals hintereinander eine Aufnahme von 30 Sekunden Belichtungszeit machen. Der ISO-Wert sollte dabei möglichst nicht über 1600 liegen, um Bildrauschen zu vermeiden. Die Blende wird dann schrittweise angepasst.

Hilfreich ist ein so genannter "Intervallometer", der alle 30 Sekunden eine Belichtungsdauer von 30 Sekunden einleitet. Wer dies über eine Stunde lang macht, hat gute Chancen, brauchbare Aufnahmen mit nach Hause zu bringen.

Wichtig: Der Bildstabilisator des Objektivs sollte ausgeschaltet sein, um Verwacklungsunschärfen zu vermeiden.

Tipp 7: Geduld haben

Auch mit den oben genannten Tipps gibt es keine Garantie auf gute Sternschnuppen-Fotos. Aber mit etwas Glück drückt man im richtigen Moment auf den Auslöser. 

Falls Sie Ihre Fotos morgen auf wort.lu sehen wollen, schicken Sie uns Ihre besten Schnappschüsse an online@wort.lu oder Sie laden die Bilder auf unserer Facebook-Seite hoch. 

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