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Stefanie Kloß: „Ich bin immer ein Teil der Band“
Panorama 1 7 Min. 27.02.2021

Stefanie Kloß: „Ich bin immer ein Teil der Band“

Verfügt über jede Menge Buzzer-Erfahrung: Stefanie Kloß war als Coach bereits einmal bei „The Voice Kids“ und drei Mal bei „The Voice of Germany“ dabei.

Stefanie Kloß: „Ich bin immer ein Teil der Band“

Verfügt über jede Menge Buzzer-Erfahrung: Stefanie Kloß war als Coach bereits einmal bei „The Voice Kids“ und drei Mal bei „The Voice of Germany“ dabei.
Foto: SAT.1/Claudius Pflug
Panorama 1 7 Min. 27.02.2021

Stefanie Kloß: „Ich bin immer ein Teil der Band“

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Sängerin Stefanie Kloß spricht im Interview über die nun startende neue Staffel der Sat.1-Erfolgsshow „The Voice Kids“ und ihre Jungs von Silbermond.

Am Samstag, den 27. Februar, startet um 20.15 Uhr die neue Staffel der erfolgreichen Castingshow „The Voice Kids“ auf Sat.1. Als Coaches mit dabei bei der mittlerweile neunten Ausgabe sind die Sänger Wincent Weiss und Alvaro Soler sowie Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier. Einzige Frau in der Runde ist Stefanie Kloß, Sängerin der Band Silbermond, die zuletzt vor fast zehn Jahren zu Gast im Großherzogtum war. Das „Luxemburger Wort“ sprach mit der 36-Jährigen per Videochat – dabei nippte sie an einem Energiedrink. Eine Angewohnheit, die sie nur bei den Aufzeichnungen der Show überkommt, wie sie gestehen musste.

Stefanie Kloß, zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch, Sie sind zurück bei „The Voice Kids“ – und haben sogar einen Stuhl ganz für sich alleine ... 

Danke, ich fühle mich wahnsinnig wohl bei „The Voice Kids”. Es ist echt aufregend, weil ich kurz zuvor noch bei den Großen war und einen Stuhl mit Yvonne Catterfeld geteilt habe. Wir konnten dort nicht nur unsere Aufregung teilen, sondern auch die schönen Momente. Wir haben uns abgesprochen, es gab immer jemanden, der eine zweite Meinung hatte. Das war echt entspannend. Die Situation bei „The Voice Kids“ ist auch toll: Ich muss wieder mehr auf mich selbst und mein Bauchgefühl hören.

Sind Sie generell ein entscheidungsfreudiger Mensch? 

Leider gar nicht! (lacht) Wenn es auf der Bühne mit Silbermond darum geht, ob es noch eine Zugabe gibt, entscheide meistens nicht ich, ob wir noch rausgehen oder welchen Song wir spielen. Ich bin in diesen Situationen ganz froh, Teil einer Gruppe zu sein. Bei „The Voice“ entscheide ich selbst – als Sängerin, als jemand, der Musik liebt, der sein Herz entscheiden lässt. Berührt mich eine Stimme oder auch nicht? Höre ich etwas, das mich interessiert? Dann drücke ich auf den Buzzer ...


(v.l.n.r.) Der Monstronaut; Matthias Opdenhövel; Der Dinosaurier; Das Einhorn
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Fällt es Ihnen schwer, mal nicht zu drücken – etwa, um eines der Kinder nicht zu enttäuschen? 

Die Angst, dass Tränen kommen, besonders wenn man hört, dass die Stimme noch ganz jung ist, schwingt natürlich mit. Auch das Mitgefühl, die Empathie ist hier eine ganz andere. Andererseits weiß ich auch, dass bei “The Voice Kids” nur Teilnehmer dabei sind, die vorher auch gecheckt wurden. Etwa: Kann das Kind mit dieser Aufregung umgehen? Stehen die Eltern dahinter? Daher ist es okay, wenn man mal nicht buzzert. Die Kids sollen ein ehrliches Feedback bekommen – daran können auch die Kleinen wachsen.

Die Talente sind zwischen acht und 15 Jahre alt. Wie formulieren Sie da negative Kritik? 

Ich versuche den Kindern eine ähnliche Rückmeldung wie den Erwachsenen zu geben. Ich glaube nämlich, dass sie wie ein gleichgestelltes Gegenüber behandelt werden wollen. Ich verfalle auch nicht in Kindersprache. Natürlich versucht man bei Neun- oder Zehnjährigen weniger Fachbegriffe zu verwenden, ansonsten ist mein Feedback genauso ehrlich und fundiert wie bei den Großen.

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Können Sie sich noch gut in ein Kind hineinversetzen? 

So ganz habe ich das nicht mehr präsent vor Augen. Aber als wir früher bei Bandwettbewerben teilgenommen haben, waren wir immer ganz aufgeregt, wie die Entscheidung ausfällt. Auf der Bühne ist man natürlich nervöser als üblich. Aber egal ob man nun 36 oder 15 Jahre alt ist: Man spürt die Aufregung in der Stimme, vor allem zu Beginn eines Songs. Bei den Kids ist die Freude aber wesentlich reiner, sie sagen geraderaus, was sie denken. Das finde ich sehr erfrischend. 


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Hätten Sie sich als Teenager auch vorstellen können, als Solokünstler an einem Talentwettbewerb teilzunehmen? 

Also wenn ich hier die 13- oder 14-Jährigen sehe und dann mit mir früher vergleiche … Ich habe in einem Chor angefangen und war immer froh, dass ich nicht alleine auftreten musste. Ich hatte weder diese Menge Selbstbewusstsein noch den Mut oder die Erfahrung, um alleine auf einer Bühne zu stehen. Bei „The Voice Kids“ sind schon Neunjährige dabei, die eine unglaubliche Präsenz, Freude und Unerschrockenheit an den Tag legen. Da bin ich echt geflasht. 

Hatten Sie eine besondere Strategie, um sich gegen die männlichen Coaches durchzusetzen?

Ich hätte mir vielleicht eine überlegen sollen. (lacht) Ich brauchte im Gegensatz zu den Jungs keine Eingewöhnungszeit, weil ich direkt von den Großen zu den Kids gegangen bin. Das ist wohl der einzige Vorteil. Ansonsten ist es vollkommen wurscht, ob jetzt ein Mann oder eine Frau auf dem Stuhl sitzt. Wir sind Musiker, die sich gegenseitig schätzen, die aber auch – wenn es um die Talente geht – gut austeilen können.

Wissen die Kinder eigentlich, wer Stefanie Kloß ist? 

Sagen wir mal so: Wenn es nach den Blind Auditions geht, kann ich zumindest nicht klagen. Ich musste sogar aufpassen, nicht zu oft zu drücken, weil viele Kids in mein Team wollten. Das hängt wohl auch mit meiner Präsenz durch „The Voice of Germany“ zusammen. Aber die Kinder beschäftigen sich auch im Vorfeld damit, wer ihnen gegenübersitzt und was die Person macht. Mich verbinden sie in erster Linie auch mit Silbermond.


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Gehen Sie beim Coaching der kleinen Talente anders vor als bei den großen? 

Ja, es ist etwas anspruchsvoller. Zunächst einmal finden die Battles in Dreiergruppen statt, das macht das Coaching etwas umfangreicher. Man muss die Parts gerecht verteilen und bei jedem checken, wie viel Erfahrung vorhanden ist. Das ist ganz schön zeitintensiv. Ich war beispielsweise als Teenager noch ein echter Neuling, hatte keine Erfahrung, in meinem Elternhaus spielte Musik keine Rolle. So ist es auch bei einigen Kids. Andere bringen dagegen einen Rucksack voller Erfahrungen mit. 

Im vergangenen Jahr „The Voice of Germany“, dieses Jahr „The Voice Kids“ – hätten Sie unter normalen Bedingungen an beiden Shows teilnehmen können? 

Ich hätte wohl gar nichts machen können. Wir hatten im vergangenen Jahr einen vollen Festivalplan, hätten jedes Wochenende in einer anderen Stadt gespielt – ich hätte also jedes Angebot ausschlagen müssen. Für uns als selbstständige Musiker ist die aktuelle Corona-Situation natürlich katastrophal. Andererseits ging durch „The Voice“ eine andere Tür auf. Das hat sich auch positiv auf mein Gemüt ausgewirkt. 

Sie sprechen häufig von „wir“: Sehen Sie Ihren Auftritt bei den „The Voice“-Formaten als Teilnahme der gesamten Band an?

Ich spreche nie von mir selbst. Silbermond ist ein Projekt – und die Jungs leihen mich in diesem Fall aus. Ich bin immer ein Teil der Band, auch dann, wenn ich hier alleine sitze. 

Teilen Sie daher auch das Honorar mit den drei Jungs?

Ja, alles durch alle ...


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Im Tourkalender sind bereits Konzerte für den kommenden Mai angesetzt. Glauben Sie, dass diese stattfinden werden? 

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir sind grundpositive Menschen. Wir schauen jetzt einfach von Monat zu Monat, was möglich ist und was nicht.

Sie haben mit Silbermond viel Zeit im Probenraum verbracht, sogar Songs zur Pandemie veröffentlicht. Dürfen sich Fans demnächst über ein neues Album freuen? 

Das letzte Album „Schritte” kam Ende 2019 heraus, Anfang 2020 waren wir damit auf Tour, dann kam der Lockdown, der auch ein Lockdown für das Album war. Es hatte gar nicht die Möglichkeit, an die Oberfläche zu kommen. Wir haben daher im vergangenen Herbst das Album nochmals mit vier neuen Songs und einer Konzertaufnahme herausgebracht – quasi als Tour auf Platte. Wir bemühen uns jetzt, unsere Kreativität bestmöglich in geregelte Bahnen zu leiten. Den Rest lassen wir einfach auf uns zukommen.

Bleibt neben Kindererziehung – Sie haben einen zweijährigen Sohn –, „The Voice“ und Silbermond auch noch Zeit für ein Hobby? 

Ja, ich mache tatsächlich jetzt häufig das, was man eigentlich immer machen kann: Ich gehe joggen. Ich genieße es, an der frischen Luft zu sein und dabei Hörbücher zu hören. Gerade zum Beispiel die Biografie der Beatles. Es ist auch toll, mal etwas anderes auf die Ohren zu bekommen.

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