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Startschuss für die Militärweltspiele
Panorama 10 2 3 Min. 18.10.2019

Startschuss für die Militärweltspiele

Kugelstoßer Bob Bertemes ist der Fahnenträger der Luxemburger Auswahl.

Startschuss für die Militärweltspiele

Kugelstoßer Bob Bertemes ist der Fahnenträger der Luxemburger Auswahl.
Foto: Gerry Huberty
Panorama 10 2 3 Min. 18.10.2019

Startschuss für die Militärweltspiele

Mara BILO
Mara BILO
Die Luxemburger Delegation kämpft im chinesischen Wuhan um Medaillen und Titel. Vizepremier- und Verteidigungsminister François Bausch, Sportminister Dan Kersch und der Generalstabschef der luxemburgischen Armee, Alain Duschène, haben am Freitag an der Eröffnungsfeier teilgenommen.

Es ist soweit: Die Sommer-Militärweltspiele haben am Freitagabend (Ortszeit) im chinesischen Wuhan begonnen. Atemberaubende Performances, feierliche Reden, tosender Applaus – mit großem Pomp fand die Eröffnungsfeier vor Tausenden von Zuschauern statt. Und neben dem Staatspräsidenten der chinesischen Volksrepublik, Xi Jinping, der den Startschuss für den sportlichen Wettbewerb gab, waren auch Vizepremier- und Verteidigungsminister François Bausch, sowie Sportminister Dan Kersch und der Generalstabschef der luxemburgischen Armee, Alain Duschène, mit von der Partie. Bausch war mit einer Delegation aus Luxemburg am Donnerstagabend in China eingetroffen.

Das internationale Sportereignis dauert insgesamt zehn Tage. Die diesjährige Ausgabe bringt 10.000 Athleten und Trainer aus 109 Ländern zusammen. Insgesamt stehen 329 Veranstaltungen auf dem Programm; bei den Spielen werden sich die Athleten in 27 Disziplinen messen. Angaben der Nachrichtenagentur der chinesischen Regierung (Xinhua) zufolge werden etwa eine Million Besucher in der Hauptstadt der Provinz Hubei erwartet.

Die Luxemburger Delegation bei der Eröffnungsfeier der Militärweltspiele:

Bei den Sommer-Militärweltspielen 2019 handelt es sich um die siebte Ausgabe des Sportereignisses. Organisiert wird die Veranstaltung vom „Conseil International du Sport Militaire“ (CISM), einer weltweiten Sportorganisation. Der CISM wurde 1948 von Belgien, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg gegründet.


An aerial view of the Qingbaijiang Railway Port where freight trains travel between China and Europe during the 'One Belt, One Road' initiative in Chengdu city, southwest China's Sichuan province, 30 April 2019.
Luxemburger Delegation reist in das Reich der Mitte
Militärspiele und Zugverbindung stehen im Zentrum der Visite von Verteidigungs- und Transportminister François Bausch in China.

Seitdem ist die Organisation stark gewachsen; heute sind 140 Länder Mitglied des Verbandes. Hauptziel des CISM ist, den Weltfrieden durch Sport zu fördern und enge Vertrauensbeziehungen zwischen Soldaten aufzubauen. „Sport baut Brücken zwischen Menschen, Sport baut keine Mauern“, sagte dazu der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, bei der Eröffnungsfeier in Wuhan.

Dafür werden unterschiedliche Sportveranstaltungen für die Streitkräfte der Mitgliedsländer organisiert – darunter die Sommer-Militärweltspiele, die alle vier Jahre stattfinden.

16 Luxemburger Athleten

„Wer hofft auf eine Medaille?“, fragt François Bausch lachend in die Runde. Der Verteidigungsminister hat mit seinem Kollegen Dan Kersch am Vormittag, vor der Eröffnungsfeier, die Luxemburger Athleten im Sportlerdorf besucht. Das Großherzogtum ist bei den Militärweltspielen in Wuhan mit 16 Athleten vertreten, die in zehn Sportarten – Wettkampfschießen, Triathlon, Schwimmen, Kugelstoßen, Boxen, Fechten, Bogenschießen, Badminton, Marathon und Reiten – die Farben des Landes verteidigen wollen. Begleitet werden die Sportler durch ihre Coaches (siehe Kasten unten).

Lis Fautsch (Fechten), Bob Bertemes (Kugelstoßen) und Julien Henx (Schwimmen) im Interview:

Das Dorf, in dem die Sportler die nächsten zehn Tage verbringen werden, wurde im traditionellen chinesischen Stil gebaut – und zwar mit umweltfreundlichen Materialien, wie die Veranstalter betonen.

„Ich hoffe auf ein gutes Ergebnis“, sagt Lis Fautsch. Die Fechterin muss am Samstag in den Wettkampf einsteigen und hat deshalb die Eröffnungsfeier ausgesetzt. Medaillenhoffnung hat auch Kugelstoßer Bob Bertemes; der Luxemburger war bei den letzten Spielen in Südkorea schon dabei und hatte dort eine Medaille gewonnen. Für die Luxemburger Athleten wird es jedoch schwierig – neben den Konkurrenten aus den Nachbarländern Deutschland und Frankreich verweisen die luxemburgischen Sportler auf die harte Konkurrenz aus den USA und China.

Ein Stör als Maskottchen

Die zentralchinesische Millionenstadt Wuhan fiebert dem Sportergebnis seit Monaten entgegen. Am Flughafen, auf den Gebäudefassaden und auf jeder zweiten Werbeanzeige – überall ist das Maskottchen der Spiele, ein blauer Stör, abgebildet. „Es ist das vierte Mal, dass die Militärweltspiele außerhalb Europas stattfinden“, hieß es am Freitag bei der Luxemburger Armee, „wahrscheinlich wird es sich dabei um die größten militärischen Spiele handeln, die jemals organisiert wurden.“

Bing Bing, das Maskottchen der Militärweltspiele.
Bing Bing, das Maskottchen der Militärweltspiele.
Foto: Gerry Huberty

Das zeigt die große Aufmerksamkeit, die das Sportereignis genießt: Laut Veranstalter sind mehr als 4.000 Medienvertreter aus der ganzen Welt angereist, um über das Event zu berichten. Die vorigen Sommer-Militärweltspiele hatten in Italien (Rom, 1995), Kroatien (Zagreb, 1999), Italien (Catania, 2003), Indien (Hyderabad, 2007), Brasilien (Rio de Janeiro, 2011) und Südkorea (Mungyeong, 2015) stattgefunden.


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