Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Startschuss für die „Luxembourg Society for Microbiology“: Forschung vor Ort
Panorama 2 Min. 01.07.2016

Startschuss für die „Luxembourg Society for Microbiology“: Forschung vor Ort

Die LSfM soll zum nationalen Forum für mikrobiologische Interaktion werden.

Startschuss für die „Luxembourg Society for Microbiology“: Forschung vor Ort

Die LSfM soll zum nationalen Forum für mikrobiologische Interaktion werden.
Foto: Shutterstock
Panorama 2 Min. 01.07.2016

Startschuss für die „Luxembourg Society for Microbiology“: Forschung vor Ort

Um mikrobiologisches Engagement in Luxemburg auf nationaler Ebene zu bündeln, wurde vor Kurzem die „Luxembourg Society for Microbiology“ (LSfM) gegründet.

(C./mk) - Mikroorganismen sind trotz ihres schlechten Rufs als Krankheitserreger unersetzlich für die menschliche Gesundheit. Erstaunlicherweise leben mindestens so viele Mikroorganismen in und auf unserem Körper, wie dieser Zellen hat. Die Disziplin der Mikrobiologie erlebt daher im Moment eine Renaissance, zumal eine Vielzahl von chronischen Erkrankungen mit diesen mikrobiellen Gemeinschaften, die zum Beispiel im Darm leben, in Verbindung gebracht wurden. Um mikrobiologisches Engagement in Luxemburg auf nationaler Ebene zu bündeln, wurde vor Kurzem die „Luxembourg Society for Microbiology“ (LSfM) gegründet.

Luxemburg hat eine lange Tradition in der Mikrobiologie, die auf die frühe Umsetzung der Erkenntnisse von Louis Pasteur und Robert Koch in der Medizin um 1900 zurückgeht. Heute ist die Disziplin an allen öffentlichen Forschungsinstitutionen – dem „Luxembourg Institute of Health“, dem „Luxembourg Institute of Science and Technology“ (LIST), dem „Laboratoire national de la santé“ (LNS), der „Integrated BioBank of Luxembourg“ und der Universität Luxemburg – vertreten und wird zudem von öffentlichen, klinischen und industriellen Einrichtungen betrieben. Die Expertise dieser Institute soll nun von der neu gegründeten Gesellschaft vereinigt werden.

„Es gab schon lange Bestrebungen, alle Akteure in der Mikrobiologie auf nationaler Ebene zusammenzubringen. Zu sehen, dass diese Anstrengungen nun Früchte tragen, ist fantastisch”, sagt Joseph Even, Vorsitzender der Gesellschaft und ehemaliger Leiter der Abteilung Virologie am LNS. „Mit der neuen Gesellschaft können wir nicht nur in Luxemburg mehr erreichen, sondern auch international sichtbarer werden“, unterstreicht Christian Penny vom LIST und LSfM-Generalsekretär.

Der Einsatz moderner Untersuchungsmethoden revolutioniert im Augenblick die Disziplin der Mikrobiologie, da Wissenschaftler erstmals in der Lage sind, Mikroorganismen direkt in ihrer natürlichen Umgebung, zum Beispiel dem menschlichen Körper, in Biogasanlagen oder Lebensmitteln, zu untersuchen.

Internationale Anerkennung

„Mikroorganismen sind absolut überall. Durch neue Methoden lernen wir viel über ihre erstaunlichen Fähigkeiten. Luxemburg hat Pionierarbeit in der Entwicklung verschiedener mikrobiologischer Methoden geleistet, die zur Zeit weltweit Anerkennung findet“, betont Paul Wilmes vom „Luxembourg Centre for Systems Biomedicine“ der Universität Luxemburg und zweiter Vorsitzende der LSfM.

Die interdisziplinäre Expertise der neuen Gesellschaft könnte zum Beispiel bei neuen Infektionskrankheiten wie Zika oder Ebola zum Tragen kommen. Daneben will die LSfM den Bürgern die Bedeutung von Viren, Bakterien und anderen Mikroorganismen mit ihren gefährlichen und nutzbringenden Seiten nahebringen. Ein wichtiger Teil der Arbeit wird zudem die Einbeziehung und die Ausbildung von Studenten sein.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema