Stadtsoziologie: Das Ende der Nasszelle
von Kathrin Klette
Um den anderen Räumen keinen Platz wegzunehmen, wurde das Badezimmer lange möglichst klein gehalten und in die hinterste Ecke der Wohnung gezwängt. Aufgesucht wurde es nur, wenn es unbedingt sein musste, allein die Teenager-Tochter schloss sich freiwillig stundenlang ein, um sich die Haare zu färben. Früher war samstagabends Badezeit, und beheizt wurde es so wenig wie möglich. Kurzum: Das Bad war eine Nasszelle, mehr nicht.
Blättert man durch die neusten Prospekte der Sanitärgeschäfte und Innenarchitekten, dann stellt man fest: Das Bad ähnelt inzwischen eher einem Wohnzimmer mit integrierter Waschgelegenheit ...
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