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Sportlich aktives Leben schützt
Panorama 13.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Muskelschwund im Alter

Sportlich aktives Leben schützt

Muskelschwund im Alter

Sportlich aktives Leben schützt

Foto: Shutterstock
Panorama 13.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Muskelschwund im Alter

Sportlich aktives Leben schützt

Eine aktuelle Studie stellt ein deutlich geringeres Erkrankungsrisiko bei Männern fest, die in ihrem Leben kontinuierlich Sport treiben.

(mp) - Wer im Alter unter Muskelschwund, einer sogenannten "Sarkopenie" leidet, also übermäßigem Verlust an Muskelmasse und, damit verbunden, auch an Muskelkraft, hat ein erhöhtes Sturzrisiko. Das hat oftmals Verletzungen und Knochenbrüche zur Folge.

Eine aktuelle Studie, die Forschende der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) und der Charité Universitätsmedizin Berlin im Rahmen der Berliner Altersstudie II (BASE II) erstellt haben, stellt ein deutlich geringeres Erkrankungsrisiko bei Männern fest, die in ihrem Leben kontinuierlich Sport treiben.

Um herauszufinden, inwieweit Sport in unterschiedlichen Lebensphasen das Risiko einer Sarkopenie senken kann, hatten die Forscher 891 Männer und Frauen im Alter von 60 bis 85 Jahren in der Universitätsklinik Charité untersucht und befragt. Die Auswertung der Daten ergab, dass Männer, die bereits seit jungen Jahren kontinuierlich sportlich aktiv waren, einen deutlich höheren Anteil an Muskelmasse aufwiesen. Männer, die lediglich in ihrer Jugend Sport getrieben, oder erst in späteren Lebensjahren damit begonnen hatten, unterschieden sich bei der Studie kaum von den denjenigen, die gar keinen Sport trieben.

Bei Frauen hingegen konnten die Forschenden keine signifikante Veränderung der Muskelmasse feststellen, unabhängig davon, in welchem Lebensalter und wie kontinuierlich sie Sport getrieben haben.

Die Forscher plädieren für mehr Gesundheitsprogramme, die vor allem junge Erwachsene motivieren, kontinuierlich Sport zu treiben. "Gerade in dieser Lebensphase, der sogenannten Rush Hour des Lebens, hören viele Männer und Frauen auf, Sport zu treiben, da eine Ballung von Entscheidungen zu Beruf, Partnerwahl und Kindern dafür wenig Zeit lässt", so Peter Eibich, Hauptautor der Studie, der heute an der Universität Oxford forscht.


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