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Spektakuläre Neandertaler-Funde in Höhle in Italien
Panorama 09.05.2021

Spektakuläre Neandertaler-Funde in Höhle in Italien

Ein Fund aus der Guattari-Höhle am Circeo-Berg zwischen Rom und Neapel in Italien aus dem Jahr 2020

Spektakuläre Neandertaler-Funde in Höhle in Italien

Ein Fund aus der Guattari-Höhle am Circeo-Berg zwischen Rom und Neapel in Italien aus dem Jahr 2020
Foto: Italienisches Kulturministerium /dpa
Panorama 09.05.2021

Spektakuläre Neandertaler-Funde in Höhle in Italien

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Seit 2019 wurden in einer Höhle zwischen Rom und Neapel die Überreste von elf Neandertalern gefunden.

(dpa) - Es sind uralte Schädelreste und Knochenteile von Höhlenmenschen, die die Forscher in Italien begeistern: In der Guattari-Höhle am Circeo-Berg zwischen Rom und Neapel haben Wissenschaftler bei neuen Untersuchungen Überreste von weiteren neun Neandertalern gefunden. Das berichtete das italienische Kulturministerium am Samstag. Bereits seit Ende der 1930er-Jahre war die Küstenregion als wichtige Fundstätte für Spuren der engsten Verwandten der heute lebenden Menschen bekannt. Die Zahl der Neandertaler aus der Guattari-Höhle habe sich damit durch die Suche seit 2019 auf nun elf erhöht, hieß es.


HANDOUT - 26.09.2020, Italien, Pompeji: Das am 26.12.2020 zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen Blick in eine antike Imbissbude aus der Zeit des Untergangs der Stadt, Archäologen haben hier einen intakten Tresen ausgegraben. Die «Snack Bar», wie sie das Museum bezeichnete, sei eine der ältesten in Pompeji, teilte der Parco Archeologico mit. Foto: Luigi Spina/Parco Archeologico/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Forscher graben antike „Snackbar“ in Pompeji aus
Archäologen haben im italienischen Pompeji einen intakten Tresen in einer antiken Imbissbude aus der Zeit des Untergangs der Stadt ausgegraben.

„Es ist eine außergewöhnliche Entdeckung, von der die ganze Welt sprechen wird“, freute sich Italiens Kulturminister, Dario Franceschini. Acht der Urmenschen dürften etwa zwischen 50.000 und 68.000 Jahre alt sein, eine der Personen könnte sogar vor 100.000 Jahren als Jäger und Sammler durch die Küstenregion im heutigen Latium gestreift sein.

An den neuen Studien waren den Angaben nach Archäologen, Anthropologen und andere Forscher der Provinzen Frosinone und Latina sowie von der Universität Rom Tor Vergata beteiligt. Sie drangen in bisher unbekannte Zonen der Höhle vor und untersuchten umliegende Außenbereiche. Sie analysierten etwa mit Genanalysen Überreste von urzeitlichen Tieren und Pollen. Mit ihren Studien versuchen die Experten zu verstehen, wie die Neandertaler lebten und warum sie vor rund 40.000 Jahren ausgestorben sind.

Die Neandertaler hatten einen Herd

„Die Entdeckung von Holzkohle und verbrannten Tierknochen bestätigt tatsächlich die Hypothese des Vorhandenseins eines richtigen Herdes“, hieß es in der Mitteilung. Durch den Fund von Tierknochen, etwa von Elefanten, Höhlenbären, Wildpferden und Auerochsen, könnten die Experten die Umwelt und das damalige Klima allmählich rekonstruieren.


Ein Dach schützt den kostbaren Fund: Die Mauern stammen aus der Zeit Siegfrieds I., der das Kloster Echternach leitete.
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Wo früher das berüchtigte Hotel Petite Marquise stand, graben jetzt Forscher. Sie sind sicher, auf einen bedeutenden Fund gestoßen zu sein.

Neandertaler sind die engsten Verwandten der heute lebenden Menschen. Sie besiedelten Europa, den Nahen Osten, Zentralasien und das westliche Sibirien. Der Name stammt von Überresten ab, die im Neandertal bei Mettmann in Nordrhein-Westfalen entdeckt worden waren.


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