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SpaceX-Rakete: Astronauten an ISS angedockt
Panorama 1 2 Min. 31.05.2020

SpaceX-Rakete: Astronauten an ISS angedockt

Am Samstag hatte die Raumkapsel mit einer „Falcon 9“-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral abgehoben.

SpaceX-Rakete: Astronauten an ISS angedockt

Am Samstag hatte die Raumkapsel mit einer „Falcon 9“-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral abgehoben.
Foto: AFP
Panorama 1 2 Min. 31.05.2020

SpaceX-Rakete: Astronauten an ISS angedockt

Vor neun Jahren wurden zuletzt Astronauten von den USA aus zur ISS geschickt. Mit einem privaten Unternehmen hat die Nasa nun aber wieder selbst Raumfahrer losgeschickt - und war erfolgreich.

(dpa) - Erstmals seit neun Jahren sind wieder Astronauten von den USA aus zur Raumstation ISS geflogen - und erstmals mithilfe eines privaten Raumfahrtunternehmens. Die US-Raumfahrer Robert Behnken und Douglas Hurley dockten am Sonntag nach rund 20 Stunden Flug mit der „Crew Dragon“-Raumkapsel an der ISS an, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa und das private Raumfahrtunternehmen SpaceX mitteilten. Sie sollen rund einen Monat an Bord der ISS bleiben. 

Am Samstag hatte die Raumkapsel mit einer „Falcon 9“-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral abgehoben. „Geschichte ist geschrieben worden“, kommentierte die Nasa per Kurznachrichtendienst Twitter. Nasa-Chef Jim Bridenstine sprach von einem „wundervollen Tag“. US-Präsident Donald Trump feierte den Start als „heldenhafte Tat“. Die kommerzielle Raumfahrt sei die Zukunft. „Ein neues Zeitalter amerikanischen Ehrgeizes hat jetzt begonnen.“

SpaceX-Gründer Elon Musk zeigte sich tief bewegt. „Ich bin wirklich emotional sehr überwältigt, es ist schwer für mich zu sprechen“, sagte Musk bei einer Pressekonferenz nach dem Start. 18 Jahre lang habe er auf dieses Ziel hingearbeitet. „Ich glaube, es ist etwas, worüber die Menschheit sich freuen kann, und worauf sie stolz sein kann.“

Die Raumfahrtnation Russland beglückwünschte die USA zum erfolgreichen Start. „Im Kosmos ist schon alles passiert, und es ist unabdingbar, mindestens zwei Transportsysteme zu haben“, teilte der Sprecher der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Wladimir Ustimenko, am Sonntag in Moskau mit. „Jetzt werden nicht nur Russen zur ISS fliegen, sondern auch Amerikaner. Das ist wunderbar!“    

Ein erster Teststart war am Mittwoch wegen schlechter Wetterbedingungen rund eine Viertelstunde vor dem Start abgebrochen worden. Auch vor dem zweiten Versuch hatten die Wetterbedingungen zunächst nur mäßig ausgesehen, dann hatten sich die Wolken aber rechtzeitig verzogen. Weltweit war der „LaunchAmerica“ betitelte Start mit Spannung erwartet worden.     

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Letzter Test für den "Crew Dragon"

Es handelt sich um den letzten Flugtest für den vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX entwickelten „Crew Dragon“ - und das erste Mal, dass ein privater Anbieter im Auftrag der Nasa Astronauten befördert. SpaceX wurde vom Unternehmer Elon Musk gegründet und hat bislang nur Fracht zur ISS transportiert.


(FILES) In this file photo taken on July 21, 1969, a family in Paris watches as US astronaut Neil Armstrong commander of Apollo 11, sets his foot on the moon July 20, 1969 in Paris. (Photo by STR / AFP)
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Auch im Großherzogtum fieberte man vor 50 Jahren auf das Ereignis hin, das rund 500 bis 600 Millionen Menschen vor den Fernsehbildschirmen verfolgten. Einige Zeitzeugen erinnern sich.

Wegen der Corona-Pandemie war der Zugang zu dem Gelände des Weltraumbahnhofs im US-Bundesstaat Florida stark eingeschränkt.

Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der Raumfähre „Atlantis“ zur ISS geflogen. Danach mottete die US-Raumfahrtbehörde Nasa ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war für Flüge zur ISS seither auf Russland angewiesen. Das war mit rund 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen Sojus-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am Ego.

Die Astronauten Bob Behnken (hinten) and Doug Hurley sitzen startklar in ihren Sitzen.
Die Astronauten Bob Behnken (hinten) and Doug Hurley sitzen startklar in ihren Sitzen.
Foto: AFP

Eigentlich waren eigene Flüge aus den USA zur ISS von der Nasa schon für 2017 angekündigt gewesen - im Zuge technischer Probleme, Finanzierungsschwierigkeiten und Umstrukturierungen nach der Wahl von US-Präsident Trump wurde das Projekt aber immer weiter aufgeschoben.


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