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Sophie Marceau wird 50: Schönheit ohne Alter
Panorama 2 Min. 17.11.2016 Aus unserem online-Archiv

Sophie Marceau wird 50: Schönheit ohne Alter

Als Vic wurde Sophie Marceau Anfang der 1980er-Jahre zum Idol unzähliger Teenager.

Sophie Marceau wird 50: Schönheit ohne Alter

Als Vic wurde Sophie Marceau Anfang der 1980er-Jahre zum Idol unzähliger Teenager.
Foto: Shutterstock
Panorama 2 Min. 17.11.2016 Aus unserem online-Archiv

Sophie Marceau wird 50: Schönheit ohne Alter

Kevin WAMMER
Kevin WAMMER
Sie ist schön, erfolgreich und voller Esprit. Eine Pariserin eben. Sophie Marceau, einst Teenie-Star in „La Boum“, die sich später in Erotikfilmen freizügig gibt, in historischen Melodramen eine gute Figur macht und als Bond-Girl gegen den Superagenten antritt, wird 50 Jahre alt.

Von Rainer Holbe

In Interviews geht sie oft auf Distanz zu ihrem eigenen Ruhm, weil Sophie Marceau in Wirklichkeit gar nicht Sophie Marceau ist. Sie wird es erst, als sie mit dreizehn Jahren die Rolle der Vic in „La Boum“ übernimmt, ein ebenso intelligenter wie warmherziger Teenager-Film. 

Bevor sie zum Idol für unzählige Altersgenossinnen wird, verwandelt sich Sophie Danièle Sylvie Maupu, die Tochter einer Verkäuferin und eines Lastwagenfahrers aus einem Arbeiterviertel am Stadtrand von Paris, zuerst einmal in Sophie Marceau. Gerne erzählt sie, wie sie einst als Schülerin an der Metrostation Alma-Marceau ausgestiegen und ein Stück die Avenue Marceau hochgelaufen ist, um in dem schmucklosen Büro eines Filmproduzenten den Vertrag für „La Boum“ zu unterzeichnen. 

Es ist der Beginn einer einzigartigen Karriere, der ihr nach „La Boum 2“ den César als beste Nachwuchsschauspielerin einbringt. Eine zweite Fortsetzung, „Die Studentin“, wird dagegen zu einem müden Abklatsch. 

Internationaler Ruhm 

Doch der Anfang ist gemacht, der Einstieg bravourös. Marceau glänzt fortan an der Seite von Jean-Paul Belmondo in der Komödie „Joyeuses Pâques“ und neben Gérard Depardieu als junge Kriminelle in „Police“. Der polnische Exil-Regisseur Andrzej Zulawski – dem Sophie Marceau 17 Jahre auch privat verbunden bleibt – setzt sie in drei exzentrisch-bizarren Kino-Epen ein: In „L'Amour braque“ als Prostituierte Mary, in „Mes nuits sont plus belles que vos jours“ als das Medium Blanche und in „La note bleue“. Ihr Auftritt in „Descente aux enfers“ sorgt wegen der Inzestszenen mit ihrem Filmvater aus „La Boum“, Claude Brasseur, für Irritationen. Burschikos gibt sich die Marceau in den Kostümfilmen „Fanfan“ und „La Fille de d'Artagnan“. 

Internationalen Ruhm bekommt sie für ihre Darstellung der Prinzessin von Wales in „Braveheart“ und als vom Schicksal gebeutelte Gouvernante in „Firelight“. In „Anna Karenina“ muss sie sich an prominenten Vorbildern wie Greta Garbo, Vivien Leigh und Jacqueline Bisset messen lassen. Und ihre Ölmagnatin Electra King in „The World is Not Enough“ ist sie die raffinierteste Dame, die James Bond je als Gegnerin hatte. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die Dramen „À ce soir“ und „Anthony Zimmer“. Partner ihrer zweiten Regiearbeit – nach „Parlez-moi d’amour“ – für die Produktion „La Disparue de Deauville“ wird Christopher Lambert. Zwei Jahre ist sie danach mit dem Franzosen verheiratet. 

Das innere Kind 

Zu Sophie Marceaus liebenswürdigsten Filmen gehört „L'Âge de raison“, in dem sie als 40 Jahre alte Managerin Botschaften von sich als Kind bekommt. Beim Lesen wird ihr klar, dass ihr Leben trotz aller Erfolge nicht so verlaufen ist, wie sie es sich einst vornahm. Sie wagt den Schritt und setzt sich mit ihrem inneren Kind auseinander. Auf die alles entscheidende Frage, was es bedeutet, erwachsen zu werden, hatte die damals Siebenjährige bereits eine Antwort: „Das Wichtigste auf der Welt ist, dass man die Menschen, die man liebt, nie vergisst.“ 

Lob von Publikum und Kritik gibt es für das 2014 gedrehte Opus „Une rencontre“, in dem der von François Cluzet verkörperte ältere Mann sein eigenes Leben mit der Geschichte einer jungen Frau wiederbeleben möchte. „Wir sehen darin, wie wichtig Träume und Fantasien auch in einer Paarbeziehung sind“, kommentiert Sophie Marceau als seine Partnerin ihre Rolle. 


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