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SNCF setzt alleinreisendes Kind am falschen Bahnhof aus
Panorama 09.04.2019 Aus unserem online-Archiv

SNCF setzt alleinreisendes Kind am falschen Bahnhof aus

Lancement commercial de la nouvelle ligne TGV Est L’Européenne, Foto Lex Kleren

SNCF setzt alleinreisendes Kind am falschen Bahnhof aus

Lancement commercial de la nouvelle ligne TGV Est L’Européenne, Foto Lex Kleren
Lex Kleren
Panorama 09.04.2019 Aus unserem online-Archiv

SNCF setzt alleinreisendes Kind am falschen Bahnhof aus

Ein vierjähriges Mädchen verschwand am Sonntag auf einer Zugfahrt von Rennes nach Straßburg. Für den Vater brach eine Welt zusammen – erst nach einer Stunde kam die erlösende Nachricht.

(jt) - "Entschuldigen Sie bitte, Monsieur, aber wir haben ihre Tochter unterwegs verloren": Diese schreckliche Nachricht bekam ein Mann aus Bischwiller im Elsass zu hören, als er seine vierjährige Tochter am Sonntagabend am Bahnhof Straßburg abholen wollte. 

Die kleine Tyline war in Rennes allein in den Zug eingestiegen. Sie sollte während der Fahrt nach Straßburg im Rahmen des Angebots "Junior & Cie" von Mitarbeitern der französischen Bahn SNCF beaufsichtigt werden. Doch die Betreuer saßen einem Irrtum auf: Statt in Straßburg ließen sie das Mädchen am 180 Kilometer entfernten Bahnhof Lorraine TGV in Louvigny aussteigen.


Lancement commercial de la nouvelle ligne TGV Est L’Européenne, Foto Lex Kleren
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Der Vater, der vergeblich in Straßburg wartete, verstand die Welt nicht mehr, als ihm mitgeteilt wurde, dass seine Tochter verschwunden sei. In einem Facebook-Beitrag schreibt er: "Die Welt bricht vor einem zusammen. Du bekommst nichts mehr mit, stehst neben dir und bist plötzlich nichts. Du siehst nur ihr Gesicht vor dir."

Doch die SNCF-Mitarbeiter reagieren schnell und funken den Lokführer eines TGV an. Dieser legt einen zusätzlichen Halt in Louvigny ein und nimmt das vierjährige Mädchen im Zug mit nach Straßburg. Die Erleichterung muss riesig gewesen sein, als der Vater seine Tochter mit etwa einstündiger Verspätung in Straßburg wieder in die Arme schließen konnte. Den Mann lässt die Sache nicht los: Er will nun Anzeige gegen die SNCF erstatten.

Die Bahngesellschaft erklärte, Mutter und Vater sofort über das Missgeschick informiert zu haben. Der Vater habe den Anruf aber wohl nicht mitbekommen, bevor er zum Bahnhof Straßburg aufbrach, schreibt der Sender France Bleu auf seiner Website.




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