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Smartphone & Co. für Kinder einrichten
Panorama 3 Min. 16.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Weniger ist mehr

Smartphone & Co. für Kinder einrichten

Bevor Kinder das Smartphone allein in die Hände bekommen, müssen Eltern Funktionen erklären und Vereinbarungen mit ihnen treffen.
Weniger ist mehr

Smartphone & Co. für Kinder einrichten

Bevor Kinder das Smartphone allein in die Hände bekommen, müssen Eltern Funktionen erklären und Vereinbarungen mit ihnen treffen.
Foto: dpa-tmn
Panorama 3 Min. 16.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Weniger ist mehr

Smartphone & Co. für Kinder einrichten

Ein Smartphone im Grundschulalter - heute keine Seltenheit mehr. Doch Eltern sollten nicht versäumen, Mobilgeräte für eine kindgerechte Nutzung vorzubereiten und mit den Kleinen über eine verantwortungsvolle Nutzung zu sprechen.

(dpa/tmn) - Eltern sollten sich sehr intensiv mit Geräten beschäftigen, die ihre Kinder nutzen - am besten bereits vor dem Kauf. Bei den verschiedenen Smartphones und Tablets befinden sich nämlich die Funktionalitäten für Kindersicherung unter ganz unterschiedlichen Menüpunkten. Wer etwa nicht will, dass das Kind mit einem iPhone im Netz surft, könne unter „Einstellungen/Allgemein/Einschränkungen“ den Safari-Browser deaktivieren. Unter dem gleichen Menüpunkt lassen sich etwa auch Kamera, App-Installationen oder In-App-Käufe sperren.

Bei Androiden findet sich Ähnliches im Play Store unter „Einstellungen /Jugendschutzeinstellungen/Authentifizierung für Käufe“. Es ist zum Beispiel möglich - wieder über einen PIN-Code gesichert - dass man festlegt, dass alle Einkäufe oder Installationen verhindert werden. Am Gerät selbst gibt es in den Einstellungen ebenfalls viele Funktionalitäten, die man sperren kann. Man muss sie leider einzeln durchgehen.

Dann sollten sich Eltern noch vor der Geräteübergabe mit den Kindern hinsetzen, um Funktionen zu erklären und vorzuführen - etwa das Aufrufen und Ändern der Sicherheitseinstellungen. Gut ist es auch, wenn der Nachwuchs weiß, wann GPS, WLAN oder Bluetooth besser ausgeschaltet bleiben. Kinder müssten lernen, wie ein sicheres Passwort aussieht und wie man es regelmäßig ändert. Den sorgsamen Umgang mit eigenen wie fremden Daten gilt es ebenso anzusprechen wie den Umgang mit einem Handy-Budget.

Teure In-App-Käufe

Statten Eltern ihre Kinder mit einem Gerät aus, das über eine Prepaid-Karte Gespräche und SMS abrechnet, können Kinder üben, sich das Guthaben einzuteilen und sich entscheiden, wofür sie es nutzen wollen. Unerwünschten Online-Käufen könne man vorbeugen, indem man Pop-up-Fenster sowie Push-Nachrichten deaktiviert und mit den Kindern über Onlinewerbung und deren Ziele spricht. Bei Spiele-Apps sollte für Zubehör- oder In-App-Käufe ein Verzicht oder zumindest einen Kauf nur nach Absprache verabredet werden.

Bei gemeinsamer Nutzung von Geräten sollten Eltern vermeiden, Passwörter zu speichern sowie Kredit- und andere Bankkarten verschlossen aufbewahren. Smartphone und Tablet können mit einem Passwort geschützt werden, so dass die Nutzung nur verabredet stattfindet.

Kinder müssen zudem wissen, was sie im Netz nicht preisgeben dürfen: Vor- und Zuname, verbunden mit der Adresse sind tabu, ebenso die Angabe von Telefonnummern und Handykontakten. Und so wie Kinder sorgfältig und zurückhaltend mit eigenen Fotos im Netz umgehen müssen, sollten dies auch Eltern mit Bilder von sich und ihren Kindern tun.

Kindersicherung und Kontrolle

Wer verhindern möchte, dass die Kleinen bestimmte Apps oder Seiten aufrufen, der kann Kindersicherungs-Apps wie Kids Place oder Kyte Phine installieren. Diese Apps legen über die gewohnte Ansicht eine Art Maske, auf der nur die Apps zu sehen sind, die man vorher für sein Kind freigegeben hat.

Jugendschutz-Apps kontrollieren den Internetnutzung indes so, dass nur der Zugriff auf kindgerechte Seiten möglich ist. Zwölf solcher Apps für Android hat das AV-Test-Institut geprüft, darunter acht reine Schutz-Apps und vier Security-Suites mit Schutz-Modulen. Unterm Strich machten fast alle geprüften Apps einen guten Job, so das Testfazit. Die größten Unterschiede lägen im Funktionsumfang. So können etwa nur die Apps von F-Secure, Mobicip, Net Nanny und Symantec schon die Suchmaschinen-Trefferlisten kindgerecht filtern.

Gut sind zwei kostenlose Filter-Apps: Zum einen „Meine-Startseite“, die auf dem „KinderServer“ basiert, die Whitelist der Kindersuchmaschine „fragFINN“ nutzt und den Zugriff auf alle Adressen der Kindersuchmaschine „Blinde Kuh“ sowie auf Webseiten mit einer Anbieterkennzeichnung bis zwölf Jahre“ erlaubt. Mit der App wird gleichzeitig ein Kinderbrowser installiert. Auf der App „Surfgarten“ werden je nach Altersstufe automatisch entsprechende Filter gesetzt, die den Aufruf von Inhalten, die nicht kind- oder altersgerecht sind, verhindern.


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