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Shopopening in Echternach: Ganz schön pompö(ö)s
Panorama 3 Min. 11.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Shopopening in Echternach: Ganz schön pompö(ö)s

Ein Poncho in Naturtönen oder ein buntes Shirt: Nicht alle Stücke der „Pompöös“-Kollektion, die Christian Pierret (r.) und eine Shopangestellte auspacken, sind so schrill wie Harald Glööckler.

Shopopening in Echternach: Ganz schön pompö(ö)s

Ein Poncho in Naturtönen oder ein buntes Shirt: Nicht alle Stücke der „Pompöös“-Kollektion, die Christian Pierret (r.) und eine Shopangestellte auspacken, sind so schrill wie Harald Glööckler.
Foto: Guy Seyler
Panorama 3 Min. 11.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Shopopening in Echternach: Ganz schön pompö(ö)s

Harald Glööckler ist schrill, auffällig und liebt es pompös. „Pompöös“ heißt auch das Label, unter dem der Designer seine Produkte verkauft. Ein Polizist aus Luxemburg wird nun in Echternach den ersten Glööckler-Shop des Landes eröffnen.

von Birgit Pfaus-Ravida

Jede Frau ist eine Prinzessin – frei nach diesem Motto designt der deutsche Modemacher Harald Glööckler Kleidung und Accessoires mit dem gewissen Mehr an Glitzer, Glitter und Glamour.

Strass, Gold und Silber, Schnörkel, Kronen und viel Pink gehören zu seinen Kreationen, egal ob Abendkleid, Jogginganzug, Schmuck oder Einrichtungsaccessoire. Ab Mitte Dezember können Glööckler-Fans nun auch in Luxemburg in diese Prinzessinnenwelt eintauchen.

Ein Polizist als Glööckler-Fan

Doch es ist keine Dame im besten Alter mit jahrelanger Boutique-Erfahrung, keine heimliche Prinzessin, die Glööcklers Waren in Echternach präsentieren wird. Es ist ein 42-jähriger Polizist, der ab Dezember in die „pompööse“ Welt eintaucht.

Christian Pierret kennt schon die ungläubigen Gesichter und Nachfragen, wenn er sagt, dass er einen „Glööckler“-Shop eröffnet. Der Vater von drei Kindern, dessen Frau ebenfalls als Polizistin arbeitet, lacht. „Ich fand seine Sachen einfach schon immer gut! Besonderes, vielfältig, qualitativ hochwertig und dabei nicht überteuert.“

Schöne Dinge wie etwa Schmuck hatten es Pierret schon immer angetan. „Ein Berufswunsch von mir war Goldschmied. Außerdem kleide ich mich selbst gerne ein bisschen außergewöhnlich. Ich mag es farbenfroh: rosa Polohemd, gelbe Hemden, auch gerne ein wenig exzentrisch.“

An einem gemütlichen Fernsehabend sah Christian Harald Glööckler zum ersten Mal bewusst in der „Let's Dance“-Jury. „Ich fand ihn super. Der macht und sagt, was ihm durch den Kopf geht, egal, was andere denken. Der zieht durch, was ihm wichtig ist.“

Christian Pierret über Harald Glööckler: „Der macht und sagt, was ihm durch den Kopf geht, egal, was andere denken. Der zieht durch, was ihm wichtig ist.“
Christian Pierret über Harald Glööckler: „Der macht und sagt, was ihm durch den Kopf geht, egal, was andere denken. Der zieht durch, was ihm wichtig ist.“
Foto: Guy Seyler

Kuriose Nebentätigkeit

Auf Glööcklers Spuren wandelt nun auch Pierret mit einem Zweitjob, der sich kaum deutlicher von seinem Hauptjob als Sicherheitsbeamter im öffentlichen Raum unterscheiden könnte. Laut Staatsbeamten-Statut kann der Polizist einen Halbtags-Urlaub von 50 Prozent nehmen und in der restlichen Zeit eine andere Tätigkeit ausüben, sofern sich diese mit der beruflichen Tätigkeit vereinbaren lässt beziehungsweise ihr nicht schadet.

Diesen 50-Prozent-Urlaub nimmt er jetzt für ein Jahr. „Natürlich habe ich von Anfang an Verkaufspersonal, weil ich ja nicht den ganzen Tag im Shop sein kann“, erklärt er.

Der Laden ist ein so genannter Pop-up Store, auch das ein besonderes Konzept. Glööckler möchte nicht zu viele Läden überall, in Deutschland gibt es darum außer dem Hauptsitz in Berlin eben jene seltenen Stores, die immer mal den Standort wechseln, also von Stadt zu Stadt ziehen.

In Luxemburg soll der Pop-up Store nun erst einmal ein halbes Jahr lang ein Versuchsballon sein, wie die Produkte und das Konzept ankommen. „Wenn das gut klappt, sehen wir weiter“, sagt Pierret. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn die Grenznähe zu Deutschland könnte auch Kunden von dort anlocken.

Treffen mit Harald Glööckler

Um den Laden aufzubauen, hat Pierret Harald Glööckler persönlich getroffen. Er durfte den „König des Bling Bling“ und dessen Lebensgefährten nach einem Vorgespräch mit dem Management in deren Berliner Wohnung, dem „Chateau Pompöös“, besuchen, um dort alles Geschäftliche zu besprechen.

„Das Treffen war echt toll!“, erinnert sich der frisch gebackene Ladenbesitzer. „Harald Glööckler und sein Mann waren total locker, wir haben gemütlich Kaffee getrunken. Glööckler macht so etwas gerne persönlich, er telefoniert auch lieber, als dass er Mails schreibt.“ Dass es Sympathie zwischen den Geschäftspartnern gebe, sei dem Designer wichtig. Denn: kein Draht zueinander, kein Geschäft. „Ich hatte natürlich Respekt, habe mich aber wohlgefühlt“, erinnert sich Christian Pierret.

Nun sind es noch wenige Tage bis zum Opening. Am Donnerstagnachmittag soll der Shop in der Rue de la Gare seine Tore öffnen. Pierret packt bereits die Ware aus und freut sich über jedes glitzernde Teil. Ein wenig Glamour für geheime Prinzen und Prinzessinnen.


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