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Shell-Studie offenbart die Ängste der "Generation Greta"
Panorama 2 Min. 15.10.2019

Shell-Studie offenbart die Ängste der "Generation Greta"

Shell-Studie offenbart die Ängste der "Generation Greta"

Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild
Panorama 2 Min. 15.10.2019

Shell-Studie offenbart die Ängste der "Generation Greta"

"Fridays for Future" zeigt Wirkung: Der Klimawandel ist das Thema Nummer eins bei jungen Menschen in Deutschland. Das geht aus der groß angelegten Shell-Jugendstudie hervor.

(KNA) – "Fridays for Future" zeigt offenbar Folgen: Am meisten beschäftigt Jugendliche in Deutschland die Verschmutzung und Zerstörung der Umwelt. Laut der am Dienstag in Berlin veröffentlichten Shell Jugendstudie bereitet das 71 Prozent der Befragten Sorgen. Auf Platz zwei rangiert die Angst vor Terror, auf Platz drei die Furcht vor einem Klimawandel.

Auch bei der Frage nach den Werten ist für die Jugendlichen die Bedeutung von Umweltthemen wichtig. Ein umweltbewusstes Leben finden 71 Prozent der Befragten wichtig, 2002 waren es 60 Prozent. Ähnlich stark zugenommen hat laut der Autoren das politische Engagement. Das stieg von 22 Prozent im Jahr 2002 auf 34 Prozent. 

Für die Shell-Jugendstudie werden seit 1953 alle drei bis fünf Jahre junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihren Einstellungen befragt. Der Untertitel der aktuellen Studie lautet: "Eine Generation meldet sich zu Wort". 

Weiterhin einen hohen Stellenwert hat das Thema Familie und Freunde. 97 Prozent finden es demnach wichtig, gute Freunde zu haben, 94 Prozent liegt eine vertrauensvolle Partnerschaft und 90 Prozent ein gutes Familienleben am Herzen. Die allermeisten Jugendlichen (92 Prozent) verstehen sich laut Studie auch gut mit ihren Eltern, die große Mehrheit sieht diese auch als Erziehungsvorbilder (74 Prozent). 

Wunsch nach traditionellem Familienmodell

Mit Blick auf ihre Zukunft neigen viele der Befragten einem eher traditionellen Familienmodell zu. Eine knappe Mehrheit wünscht sich in einer späteren Partnerschaft mit Kleinkind das Alleinverdienermodell, bei dem der Vater berufstätig und die Mutter zu Hause ist. 

Auffällig ist, dass es Unterschiede zwischen den Befragten in Ost- und Westdeutschland gibt. In Ostdeutschland tendieren die jungen Menschen eher zu einem gleichberechtigten Erziehungsmodell. 

Nach wie vor gibt es laut Studie einen starken Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft. So ist es bei Jugendlichen aus bildungsfernen Elternhäusern nur halb so wahrscheinlich, dass sie das Abitur schaffen (39 Prozent) wie bei Jugendlichen aus bildungsnahen Elternhäusern (81 Prozent). 

Skepsis gegenüber Politikern und Parteien

Trotz des gewachsenen Interesses an Politik und der Zufriedenheit mit der Demokratie stehen die Jugendlichen Politikern und Parteien skeptisch gegenüber. So sind 77 Prozent mit der Demokratie in Deutschland zufrieden, deutlich mehr als 2006 (59 Prozent). Zugleich glauben 71 Prozent nicht, dass "Politiker sich darum kümmern, was Leute sich denken". 39 Prozent sind nach ihren Antworten weltoffen, während 33 Prozent eher populistisch orientiert sind. 

Der Glaube an Gott ist den Befragten weniger wichtig als 2002. Dieser Wert sank von 51 Prozent auf 39 Prozent. Dabei habe der Glaube auch bei katholischen und evangelischen Jugendlichen erheblich an Bedeutung verloren. Danach spielt heute für die Hälfte der evangelischen (2002: 40 Prozent) und für vier von zehn katholischen Jugendlichen (2002: 30 Prozent) der Glaube an Gott keine große Rolle mehr. Dagegen hat die Bedeutung des Glaubens bei Vertretern von anderen Religionen wie dem Islam und dem Judentum laut Studie leicht zugenommen.


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