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„Science Festival“: Spielen und lernen
Panorama 3 Min. 23.10.2019 Aus unserem online-Archiv

„Science Festival“: Spielen und lernen

An der vergangenen Ausgabe des „Science Festival“ nahmen 2017 rund 12.000 Hobbyforscher teil.

„Science Festival“: Spielen und lernen

An der vergangenen Ausgabe des „Science Festival“ nahmen 2017 rund 12.000 Hobbyforscher teil.
Foto: Caroline Martin
Panorama 3 Min. 23.10.2019 Aus unserem online-Archiv

„Science Festival“: Spielen und lernen

Kinder für Forschung begeistern - das ist das Ziel des „Science Festival“. Die zwölfte Ausgabe findet in diesem Jahr vom 7. bis 10. November statt.

Ein kleines blaues Männchen, sein Name ist George, besteigt eine Rakete und fliegt damit ins All, vorbei an Planeten, Astronauten und vielen kleinen Forschern, die Experimente durchführen. Das ist der Spot zum diesjährigen „Science Festival“, das vom 7. bis zum 10. November im Naturmusée und in der Abtei Neumünster stattfindet. Die ersten beiden Tage sind dabei für Schulklassen reserviert, das Programm am Wochenende stehe allen offen.

Fokus Weltall

Ein Fokus liegt auf der Mondlandung, die sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt. Aber auch eine weitere Besonderheit hat mit dem Weltraum zu tun: Besucher des „Science Festival“ können über den zukünftigen Namen des luxemburgischen Sterns HD45350 und des dazugehörigen Exoplaneten HD45350b entscheiden. Schulklassen waren dazu aufgerufen, Vorschläge einzureichen, drei davon werden beim „Science Festival“ dem Publikum zur Abstimmung präsentiert.

„Wir versuchen immer, aktuelle Themen mit einzubeziehen oder Vorschläge von außen aufzunehmen“, erklärte Sandrine Amann, eine der Organisatoren. Gemeinsam mit Museumsdirektor Alain Faber, Kulturministerin Sam Tanson, Bildungsminister Claude Meisch und Marc Schiltz, Generalsekretär des Fonds National de la Recherche (FNR), hat sie jüngst das Programm der zwölften Ausgabe des Festivals vorgestellt.

Minister Claude Meisch und Ministerin Sam Tanson sind überzeugt vom pädagogischen Konzept der Veranstaltung.
Minister Claude Meisch und Ministerin Sam Tanson sind überzeugt vom pädagogischen Konzept der Veranstaltung.
Foto: Anouk Antony

Neues wolle man vor allem bei den Shows zeigen. Da oft Familien kämen, die schon einmal da waren, versuche man ihnen Abwechslung zu bieten. Neben mehreren Shows zu Themen wie Musik oder Raumfahrt seien natürlich auch die Ausstellungen des Naturmusée Teil der Veranstaltung, ebenso wie mehr als 50 Workshops.

Museumsleiter Faber freut sich über diese Gelegenheit, Wissenschaft und Forschung zu präsentieren. „Die Shows gehen besonders didaktisch vor, sodass die wissenschaftliche Message sehr gut rüberkommt.“ Persönlich freue er sich auch, weil die Naturwissenschaften zeigen könnten, welche Themen derzeit von Bedeutung seien.

Dass der Forschung noch mehr Aufmerksamkeit zuteilwerden müsse, betonte auch Marc Schiltz. Umfragen hätten gezeigt, dass zwei Drittel der Luxemburger Bevölkerung sich für wissenschaftliche Themen interessierten. „Unsere Aufgabe ist nicht nur die Unterstützung und Finanzierung der Forschung, sondern auch, wie es so schön im Gesetz heißt, die ,promotion de la culture scientifique‘“ erklärte er.

Kulturministerin Sam Tanson lobte das Festival und betonte: „Wir wollen alle wissen, wie die Welt funktioniert, Kinder noch viel ausgeprägter.“ Wichtig sei, aufzuzeigen, welche Einfluss unser Leben und Handeln habe.

Die erste Ausgabe des „Science Festival“ fand 1995 statt. Hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2015.
Die erste Ausgabe des „Science Festival“ fand 1995 statt. Hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2015.
Foto: Steve Eastwood

Perspektiven aufzeigen

Nicht nur Sensibilisierung, sondern auch Ansporn wünschte sich Bildungsminister Claude Meisch. Das „Science Festival“ sei eine wunderbare Gelegenheit zu zeigen, woran in Luxemburg derzeit geforscht werde. Die Jugendlichen könnten sich ein Bild vom Beruf des Wissenschaftlers und den damit verbundenen Perspektiven machen. „Es ist unsere Mission, die Jugend auch in Richtung der Forschung zu motivieren“, erklärte er. Kinder und Jugendliche seien neugierig und Forschung könne ihnen Antworten liefern. „Wir müssen schauen, dass wir die Neugierde aufrechterhalten.“

Der naturwissenschaftliche Unterricht sei oft noch sehr theorielastig. Auch wenn die Theorie natürlich wichtig sei, müsse man auch sehen, was hinter den Formeln stecke. Aufregender sei es dann eben doch beim „Science Festival“ oder im Science Center, oft auch in der direkten Begegnung mit den Forschern.


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Wissenschaft kann spannend sein

„Ich würde mir wünschen, dass wir mehr Jugendliche dazu bewegen können, ein Studium im Bereich Naturwissenschaften zu beginnen“ erklärte Meisch. Dies sei auch im Hinblick auf die Herausforderungen unserer Zeit – unter anderem der Klimawandel – relevant, denn sie seien nur mit wissenschaftlichem Fortschritt zu bewältigen.

Veranstaltungen wie diese seien wichtig, „damit junge Menschen dann auch verstehen, warum sie die Theorie überhaupt lernen.“ Er selbst freue sich am meisten auf die Begeisterung der Besucher. „Wissenschaft kann spannend sein und Kinder und Jugend direkt ansprechen.“ Und das merke man beim Science Festival.


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