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Sascha Fiorino ist Hans Zimmers zweiter Bass : Luxemburger singt im Hollywood-Chor
Sascha Fiorino

Sascha Fiorino ist Hans Zimmers zweiter Bass : Luxemburger singt im Hollywood-Chor

Sascha Fiorino
Panorama 2 Min. 23.05.2016

Sascha Fiorino ist Hans Zimmers zweiter Bass : Luxemburger singt im Hollywood-Chor

Die Musik von Komponist Hans Zimmer ist allen Filmfans bekannt. Nun springt der Luxemburger Musikstudent Sascha Fiorino in dessen Hollywood-Chor ein. Wir sprachen mit ihm vor seinem großen Auftritt.

Interview: Nicole Werkmeister

„Lion King“, „Rainman“ oder „The Da Vinci Code“ – die Musik zu den Filmen ist weltbekannt, ihr Schöpfer, Hans Zimmer, unter Filmfans ebenfalls. Der gebürtige Deutsche, der seit vielen Jahren in Hollywood lebt, gibt derzeit die Gelegenheit, seine größten Hits live mit ihm zu erleben. Am Montag, den 23. Mai, gastiert der „Cinematic Art Choir“ in der Rockhal in Esch/Alzette. Mit dabei ist auch der 23-jährige Sascha Fiorino aus Limpach, der den Chor spontan unterstützt.

Wie kam es dazu, dass Sie beim Konzert mitwirken?

Bei meinem Studium in Brüssel habe ich Chorgesang als Fach und der Dozent und Dirigent dieses Kurses, David De Geest, hat den „Cinematic Art Choir“ der Hans-Zimmer-Live-Tour zusammengestellt. Da er für die letzten zwei Konzerte – am 23. in Luxemburg und am 24. in Rotterdam – noch Verstärkung in der Bass-2-Stimme brauchte und er von meiner Begeisterung für den Chorgesang und meinem großen Interesse an Filmmusik, hauptsächlich auch an Hans Zimmer, weiß, fragte er mich vergangene Woche, ob ich mitmachen könnte. Ich habe natürlich ja gesagt.

Was studieren Sie in Brüssel?

Ich studiere an der flämischen Seite des Konservatoriums, dem Koninklijk Conservatorium Brussel, Musiktheorie. Die Hauptfächer in diesem Studiengang sind Harmonielehre, Kontrapunkt und Fuge – zusätzlich Nebenfächer wie zum Beispiel Musiklehre, Musikgeschichte und Kulturgeschichte. In den Wahlfächern konzentriere ich mich auf den schriftlichen Bereich wie Komposition oder „contemporary music notation“.

Haben Sie sich schon immer für Musik begeistert?

Ich habe für Musikerverhältnisse erst ziemlich spät begonnen – im Alter von neun Jahren, falls ich mich recht erinnere. Ich hatte auf einmal die Idee, mit Musik anzufangen und habe das dann auch getan. Im Alter von 14 habe ich dann die schriftlichen Fächer belegt und mich an einigen Instrumenten versucht. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass Musik meine Passion ist. Mein erstes Instrument war ein Akkordeon, ich habe aber auch schon klassische Gitarre, Alt- und Tenorsaxofon sowie Orgel gespielt. Momentan spiele ich hauptsächlich Klavier, da ich das in meinem Studium brauche.

Hatten Sie bereits eine Probe mit dem Orchester oder springen Sie ins kalte Wasser?

Da ich erst so spät gefragt wurde, hatte ich bis jetzt nur eine Probe mit dem Chor allein und noch nicht mit dem Orchester. Am Samstag und Sonntag werde ich allerdings bei der Generalprobe in der Rockhal dabei sein, um dann für die Konzerte am Montag und Dienstag vorbereitet zu sein. Die Chorprobe in der vergangenen Woche war aber bereits sehr interessant: Es sind nämlich einige sehr talentierte Sänger mit dabei. Ich freue mich darauf, mit ihnen singen zu können.

Ist der Gesang von Filmmusik ein ganz neues Erlebnis für Sie?

Da ich vergangenes Jahr im Chor vom „Gladiator Live“ in Brüssel mitgewirkt habe, konnte ich bereits Erfahrung mit Filmmusik sammeln – auch mit der von Hans Zimmer. Damals wurde der Film „Gladiator“ auf einer Leinwand abgespielt und wir – Chor und Orchester – begleiteten den Film live.

Haben Sie schon einige Kollegen näher kennenlernen können?

Da man als Luxemburger viele Sprachen sprechen kann, ist es recht unkompliziert, sich zu verständigen. Zum Beispiel wurde in der Probe Englisch gesprochen, manchmal auch Flämisch, das ich mittlerweile aber auch verstehe. Ein anderer Luxemburger wurde übrigens wie ich gefragt, kurzfristig teilzunehmen. Sein Name ist Hy-Kang Dang, er singt Tenor 1 und studiert Saxofon am selben Konservatorium wie ich.


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