Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Kurzmeldungen Panorama 18.09.2019

Sänger Nick Carter will Kontaktverbot für Bruder Aaron

(dpa) - Backstreet-Boys-Sänger Nick Carter (39) bemüht sich nach eigenen Worten um ein Kontaktverbot für seinen jüngeren Bruder Aaron (31). Dieser habe kürzlich erklärt, er trage Gedanken in sich, „meine schwangere Frau und mein ungeborenes Kind umzubringen“, erklärte der Musiker am Dienstag (Ortszeit). Seine Schwester und er hätten keine andere Wahl gehabt, als die Verfügung zu beantragen. Das People-Magazin „TMZ“ berichtete, ein Anhörungstermin in der Sache sei für den 16. Oktober festgesetzt worden.

Aaron entgegnete auf Twitter, er habe seinen Bruder seit vier Jahren nicht gesehen und habe dies auch nicht vor. „Ich würde meiner Familie niemals Schaden zufügen.“ 

Der frühere Kinderstar, der seit Jahren als Musiker an einem Comeback arbeitet, sprach vor wenigen Tagen in einer US-Sendung über seinen jahrelangen Drogenkonsum. Er nehme derzeit mehrere Medikamente, um seine psychischen Probleme in den Griff zu bekommen.


Gestern

Drei Raketen auf Israel abgefeuert

Drei Raketen sind am Sonntag in Richtung Israel abgefeuert worden. Zwei der Geschosse seien eingeschlagen, ein weiteres sei von einem israelischen Raketenabwehrsystem abgefangen worden, teilten Israels Streitkräfte bei Twitter mit. Darauf habe die israelische Luftwaffe am Abend die „Untergrund-Terror-Infrastruktur“ der islamistischen Hamas im Gazastreifen angegriffen, hieß es. Über eventuelle Opfer gab es keine Angaben.

Israel, die USA und die EU stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Die 1987 gegründete und vom Iran unterstützte Gruppe bestreitet das Existenzrecht Israels und fordert die gewaltsame Errichtung eines islamischen Palästinas vom Mittelmeer bis zum Jordan. Ihr militärischer Arm hat wiederholt Terroranschläge auf Israelis verübt.

Israel hatte jüngst mögliche Annexionsschritte angedeutet. Als Grundlage dafür nimmt das Land einen Plan der US-Regierung. Dieser sieht vor, dass Israel sich rund 30 Prozent des 1967 im Sechstagekrieg eroberten Westjordanlands einverleiben kann. Die restlichen 70 Prozent sollen Teil eines Palästinenserstaates werden, allerdings unter strengen Auflagen. Die Palästinenser lehnen den Plan entschieden ab. Schritte zu einer Annexion kann die israelische Regierung seit dem 1. Juli einleiten, bisher sah sie jedoch davon ab.

Überreste von 24 Widerstandskämpfern von 1849 beigesetzt

(dpa) - Mehr als 170 Jahre nach ihrer Revolte gegen die französische Kolonialherrschaft sind in Algerien die Überreste von 24 Widerstandskämpfern beigesetzt worden. Sie hatten im Jahr 1849 gegen französische Truppen aufbegehrt, die Algerien im Jahr 1830 besetzt hatten. Die Überreste wurden am Sonntag bei den Feiern zur Unabhängigkeit in dem nordafrikanischen Land beigesetzt. 

Französische Truppen hatten die Kämpfer enthauptet und die Schädel mit nach Frankreich genommen. Dort wurden sie im Naturkundemuseum in Paris aufbewahrt, bis Algerien schließlich die Rückführung forderte. Am Freitag waren die Überreste von Frankreich mit einem Militärflugzeug nach Algerien gebracht worden, wo viele Bürger den Kämpfern am Samstag die letzte Ehre erwiesen.

Die französische Kolonialherrschaft in Algerien endete in einem blutigen Konflikt mit Hunderttausenden Toten. Der Krieg dauerte mehr als sieben Jahre, am 5. Juli 1962 erhielt Algerien dann seine Unabhängigkeit. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron räumte 2018 erstmals ein, dass französische Kolonialbeamte in Algerien gefoltert hatten. Bei einem Besuch in Algerien als Präsidentschaftskandidat im Jahr 2017 hatte er die Kolonisierung als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet, was in seiner Heimat zu Protesten führte.

Ruanda: Flüchtlinge von Sicherheitskräften erschossen

(dpa) - Zwei burundische Flüchtlinge sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks in Ruanda von Sicherheitskräften erschossen worden. Das UNHCR sei informiert worden, dass die zwei am Samstag die Grenze nach Tansania in der Nähe des Mahama-Flüchtlingslagers überqueren wollten, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk mit. Es sei ein „tragischer Vorfall“ gewesen, sagte Elise Villechalane, eine UNHCR-Sprecherin. Das UNHCR forderte die Behörden auf, Ermittlungen einzuleiten.

Der Polizei zufolge schossen Sicherheitskräfte, die auf Patrouille waren, auf eine Gruppe Schmuggler, während sie Drogen über einen Fluss transportierten. Dann habe sich herausgestellt, dass zwei der Erschossenen Flüchtlinge waren. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Mehr als 388.000 burundische Flüchtlinge sind dem UNHCR zufolge in Nachbarländern registriert, 72.000 davon in Ruanda. Die meisten Burunder sind im Zuge einer politischen Krise 2015 geflohen, die der damalige Präsident des ostafrikanischen Staates, Pierre Nkurunziza, auslöste, als er sich entgegen der Verfassung um eine neue Amtszeit bewarb. Nkurunziza starb jüngst und sein Nachfolger Evariste Ndayishimiye wurde im Amt vereidigt.    

Keine neue Corona-Infektion im Saarland

(dpa/lrs) - Die Gesundheitsämter im Saarland haben bis Sonntagabend keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle lag weiterhin bei 2.770, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte (Stand 18.00 Uhr). Die Zahl der bestätigten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 lag ebenfalls unverändert bei 174. Von den seit dem ersten Auftreten des Virus im Bundesland bestätigten Infizierten gelten der Behörde zufolge insgesamt 2.586 Menschen inzwischen als genesen. Grundlage der Zahlen sind Angaben der Kreisgesundheitsämter an das Ministerium.    

Zwei Tote nach Schüssen in Nachtclub in South Carolina

(dpa) - Nach Schüssen in einem Nachtclub im US-Bundesstaat South Carolina sind Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden - einige von ihnen schwer. Es habe im Zusammenhang mit dem Vorfall in der Stadt Greenville am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) bislang noch keine Festnahmen gegeben, wie der Nachrichtensender CNN und die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf die Polizei berichteten. Zu Hergang und Auslöser der Tat gab es demnach zunächst keine weiteren Informationen.

In den USA sterben im Durchschnitt jeden Tag Dutzende Menschen in Folge von Schusswaffengewalt. Am Sonntag sorgte auch ein Fall aus Washington für Entsetzen. Im Südosten der Hauptstadt wurde am späten Samstagabend (Ortszeit) ein Elfjähriger erschossen. Für Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens lobte die Polizei eine Belohnung von bis zu 25.000 US-Dollar (22.000 Euro) aus.      

Ausweise der Niederlande bald ohne Geschlechtsangabe

(dpa) - Die Niederlande wollen in den Ausweisen nicht länger das Geschlecht angeben. Damit will die Regierung Menschen entgegenkommen, die sich nicht eindeutig als Mann oder Frau fühlen. Die „unnötige Registrierung des Geschlechts“ solle vermieden werden, teilte Bildungsministerin Ingrid van Engelshoven dem Parlament in Den Haag mit. Die Veränderung soll aus praktischen Gründen erst 2024/25 in Kraft treten. Dann werden neue Ausweise eingeführt, bei denen die ganze Option „Geschlecht“ schlicht wegfallen soll. Bei Reisepässen wird sich wegen europäischer Regeln vorerst nichts ändern.

Die Ministerin, die auch für Emanzipation zuständig ist, will Geschlechtsangaben auch in amtlichen Registern oder Stellenanzeigen des Staates streichen. Dies solle Bürger unterstützen, „selbst ihre Identität erschaffen zu können und diese in aller Freiheit und Sicherheit auch zu leben“.

Anstieg bei Corona-Zahlen: Italien prüft Zwangseinweisung von Kranken

(dpa) - Italien prüft die Möglichkeit von Zwangseinweisungen ins Krankenhaus für Covid-19-Patienten, die durch falsches Verhalten neue Ansteckungen auslösen können. Dazu sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza der Zeitung „La Repubblica“ vom Sonntag: „Ich erwäge mit meinen Juristen die Möglichkeit einer zwangsweisen medizinischen Behandlung in Fällen, in denen eine Person behandelt werden muss und sich weigert.“ Hintergrund ist der Fall eines Covid-19-Patienten in Venetien, der laut Medien trotz Fiebers und eines positiven Tests nicht ins Hospital wollte.

Der Ende Juni von einer Balkanreise zurückgekehrte Unternehmer wird für einen Corona-Herd mit mehreren Positiven und Dutzenden Quarantäne-Fällen in der Stadt Vicenza verantwortlich gemacht. Der Mittsechziger wurde Anfang Juli nach einer Verschlechterung doch ins Krankenhaus gebracht und kam auf die Intensivstation.

Da Italien seit Februar von der Pandemie besonders hart getroffen ist und rund 35.000 Todesfälle zählt, sorgt der leichte Anstieg der Neuinfektionen in zahlreichen Regionen für Sorgen im ganzen Land. Zuletzt zählten die Behörden landesweit 235 neue Fälle in 24 Stunden.

Aus für EU-Religionsbeauftragten: Kritik von Kardinal Hollerich

(KNA) - Religionsvertreter kritisieren die Entscheidung der EU-Kommission, die Stelle des EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit außerhalb der Europäischen Union nicht wiederzubesetzen. In einigen Ländern habe religiöse Unterdrückung inzwischen "das Ausmaß von Völkermord an gefährdeten religiösen Minderheiten und Gruppen erreicht", sagte der Vorsitzende der EU-Bischofskommission COMECE, Kardinal Jean-Claude Hollerich, am Sonntag der "Deutschen Welle". Die EU müsse sich daher weiterhin für Religionsfreiheit einsetzen, auch mit einem eigenen Beauftragten.

Mitte Juni war bekannt geworden, dass die Position nicht mehr besetzt wird. Bislang war der Slowake Jan Figel (60) EU-Sonderbeauftragter für Religionsfreiheit. Hollerich würdigte dessen Wirken: Figel habe zum Schutz derer beigetragen, "die unter Intoleranz, Diskriminierung und Verfolgung leiden", so der Luxemburger Erzbischof.

Corona-Virus auch in Fleischfabriken in Österreich

(dpa) - Auch in Österreich sind in drei Großbetrieben zur Fleischverarbeitung Corona-Fälle aufgetaucht. Zwei der Betriebe liegen nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Insgesamt seien zwölf Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden, bestätigte der Krisenstab des Bundeslandes Oberösterreich am Sonntag der Nachrichtenagentur APA. Zuvor hatte die „Kronen Zeitung“ darüber berichtet.

Bei einem Schlachthof im Bezirk Ried im Innkreis südlich der deutschen Grenze bei Bad Füssing gab es sieben Fälle. Im Bezirk Braunau gegenüber dem deutschen Simbach am Inn waren es zwei und im Bezirk Wels-Land gut 50 Kilometer südöstlich von Ried drei Fälle. Tests bei anderen Mitarbeitern waren am Sonntag im Gange.

Beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies waren im Juni mehr als 1.400 Mitarbeiter positiv getestet worden. Der Vorfall hat eine große Debatte über die Arbeits- und Lebensbedingungen der dort angestellten Arbeiter ausgelöst.

Polizei löst Feier mit 300 Gästen in Kaiserslautern auf

(dpa/lrs) - Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag eine Feier mit rund 300 Gästen in Kaiserslautern (D) aufgelöst. „Nachdem bei der Polizei mehrere Beschwerden eingingen, musste die Party von mehreren Polizeistreifen aufgelöst werden, um die Nachtruhe wiederherzustellen und Verstößen gegen die Coronabekämpfungs-Verordnung entgegenzuwirken“, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Demnach hatte eine Frau über einen Messenger-Dienst zu der Party eingeladen. Dafür habe sie ein Anwesen in der Innenstadt angemietet. Da dieses aber nicht genügend Platz für 300 Menschen geboten habe, sei etwa die Hälfte der Gäste auf die Straße ausgewichen. Nach mehreren Beschwerden von Anwohnern löste die Polizei die Feier auf.

Unter den Gästen befanden sich laut Polizei auch mehrere amerikanische Militärangehörige, die den Nationalfeiertag feierten. Deshalb habe die amerikanische Militärpolizei die deutschen Behörden bei dem Einsatz unterstützt.

Die Gäste der Feier seien den Aufforderungen der Polizei nachgekommen und friedlich geblieben. Gegen die Veranstalterin ist laut Polizei ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden.

Kurzmeldungen Lokales 05.07.2020

Auto überschlägt sich auf Autobahn A4

Die Einsatzkräfte mussten am Sonntagmorgen zu vier Unfällen ausrücken. In Niederkorn, Rue Pierre Gansen, stießen kurz nach 8 Uhr zwei Fahrzeuge zusammen. Wenig später, gegen 8.45 Uhr, überschlug sich auf der Autobahn A4 in Richtung Esch/Alzette ein Auto, nachdem offenbar ein Reifendefekt aufgetreten war. In beiden Fällen gab es jeweils einen Verletzten.

Um 9.04 Uhr stieß in der Rue Léon Juhaux in Esch/Alzette ein Auto einen Radfahrer um - zwei Personen wurden dabei verletzt.

Gegen 10 Uhr eilten Rettungskräfte einem weiteren Radfahrer zu Hilfe, der in der Rue Reiteschkopp in Düdelingen gestürzt war.

Kurzmeldungen Lokales 05.07.2020

CGDIS: Vier Verletzte nach Brand und Verkehrsunfällen

Bei drei Verkehrsunfällen am Samstag sind in Luxemburg drei Personen verletzt worden. Kurz nach 17 Uhr stürzte ein Motorradfahrer auf dem CR141 zwischen Wasserbillig und Mompach. Zur Versorgung des Verletzten wurde auch ein Rettungshubschrauber angefordert.

Kurz darauf gab es einige Kilometer weiter landeinwärts einen weiteren Unfall mit einem Motorradfahrer: Der Mann zog sich bei dem Sturz auf der Strecke zwischen dem Stafelter und Eisenborn Verletzungen unbestimmten Grades zu.

Am Abend heulten auch in Bettemburg die Sirenen der Einsatzfahrzeuge: Auf der Route de Luxembourg in Bettembourg waren vier Fahrzeuge zusammengestoßen. Eine Person wurde dabei verletzt. 

Etwa zur gleichen Zeit rückten die Einsatzkräfte der Stadt Luxemburg und aus Hesperingen aus, um einen Brand auf einem Balkon einer Wohnung in der Route de Thionville zu löschen. Eine Person wurde dabei verletzt.

Bürger Kroatiens wählen neues Parlament

(dpa) - In Kroatien hat am Sonntagmorgen die Parlamentswahl begonnen. Rund 3,8 Millionen Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Gewählt werden 140 Abgeordnete der aus einer Kammer bestehenden Volksvertretung. In letzten Umfragen lagen die oppositionellen Sozialdemokraten (SDP) knapp vor der regierenden konservativen Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ). Keine der beiden Parteien dürfte aber auf eine absolute Mehrheit kommen. Es wird mit einer schwierigen Regierungsbildung gerechnet.

Der Urnengang steht im Schatten der Corona-Pandemie. Fällig wäre er erst gegen Ende des Jahres gewesen, doch Ministerpräsident Andrej Plenkovic zog ihn vor, um davon zu profitieren, dass seine Regierung die Pandemie zunächst erfolgreich zurückgedrängt hatte. Doch inzwischen steigen die Infektionszahlen wieder an. In den letzten fünf Tagen wurden 52 bis 96 Neuansteckungen mit dem Virus Sars-Cov-2 pro Tag nachgewiesen, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

In den Wahllokalen herrscht deshalb Maskenpflicht. Die Wahlbürger müssen ihren eigenen Kugelschreiber mitbringen, um den Stimmzettel auszufüllen. Die Wahllokale schließen um 19.00 Uhr MESZ. Unmittelbar danach sollen Prognosen veröffentlicht werden.  

Vorgestern

Eine neue Corona-Infektion im Saarland

(dpa/lrs) - Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Saarland ist um einen Fall gestiegen - auf 2.770. Das teilte das Gesundheitsministerium in Saarbrücken am Samstag mit (Stand 17.30 Uhr). Die Zahl der bestätigten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 liegt unverändert bei 174. Von den seit dem ersten Auftreten des Virus im Bundesland bestätigten Infizierten gelten der Behörde zufolge insgesamt 2.585 Menschen inzwischen als geheilt. Acht Erkrankte werden stationär behandelt, drei von ihnen intensivmedizinisch. Grundlage der Zahlen sind Angaben der Kreisgesundheitsämter an das Ministerium.   

USA: Polizisten wegen Selfie mit nachgestelltem Würgegriff gefeuert

(dpa) - Wegen eines Selfies mit einem nachgestellten Würgegriff sind mehrere weiße Polizisten im US-Bundesstaat Colorado gefeuert worden. Drei Beamte hatten nach Angaben der Polizei in der Stadt Aurora ein Foto am Ort der Festnahme des Schwarzen Elijah McClain aufgenommen, der infolge des Polizeieinsatzes im vergangenen Jahr starb. Auf dem Bild hat einer der Beamten seinem Kollegen den Arm um den Hals gelegt, wie um ihn zu würgen. Eine Polizistin steht neben den beiden Männern und lacht in die Kamera. Das Foto schickten sie nach Angaben der Polizei einem Kollegen, der sich darüber lustig machte. Auch er sei gefeuert worden. Einer der drei Beamten auf dem Selfie trat vor seiner Entlassung zurück.

„Wir sind beschämt, wir sind angeekelt und wir sind wütend“, sagte die kommissarische Polizeichefin Vanessa Wilson am Freitag bei einer Pressekonferenz. Die Beamten hätten vielleicht keine kriminelle Handlung begangen, sich aber eines „Verbrechens gegen die Menschlichkeit und des Anstandes“ schuldig gemacht, sagte Wilson. „Überhaupt daran zu denken, so etwas zu tun, ist unbegreiflich.“

Kurzmeldungen Lokales 04.07.2020

Stadtbredimus: Kollision zwischen zwei Fahrzeugen

(SH) - Eine Kollision zwischen zwei Fahrzeugen in der Route du Vin in Stadtbredimus forderte am Samstag gegen 11.30 Uhr einen Verletzten. Der Notarzt aus der Hauptstadt kümmerte sich um das Unfallopfer. Zudem waren die Rettungsdienste aus Remich vor Ort.

Kurzmeldungen Lokales 04.07.2020

Tadler: Motorradfahrer bei Sturz verletzt

(SH) - Bei einem Sturz in Toodlermillen hat sich ein Motorradfahrer am Samstag kurz nach 13 Uhr leichte Verletzungen zugezogen. Ein Krankenwagen aus Ettelbrück sowie die Rettungsdienste aus Alebesch und Wiltz waren im Einsatz.

Sagrada Familia in Barcelona wiedereröffnet

(dpa) - Die berühmte Basilika Sagrada Familia in Barcelona ist nach 114 Tagen Zwangsschließung während der Corona-Krise wieder zugänglich. Die ersten Besucher seien am Samstag Mitarbeiter des Gesundheitswesens und deren Angehörige gewesen, die als Anerkennung für ihren aufopferungsvollen Kampf gegen die Pandemie insgesamt 12.000 Freikarten erhalten hätten, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf eine Mitteilung der Kirche.     

Die Sagrada Familia ist das Wahrzeichen Barcelonas und gilt als eines der faszinierendsten Kirchenbauprojekte der Architekturgeschichte. Seit 2005 ist die Kirche auch Unesco-Weltkulturerbe. Neben der palastähnlichen Burg Alhambra im südspanischen Granada ist die Basilika die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Spaniens. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 2,5 Millionen Besucher gezählt.

Benedikt XVI. reist nicht zur Beerdigung seines Bruders

(KNA) - Der frühere Papst Benedikt XVI. nimmt nicht an der Beisetzung seines Bruders Georg Ratzinger in Regensburg teil. Das berichtet das Portal "Vatican News" (Freitag) unter Berufung auf interne Quellen. 

In Regensburg erwartet werden aber Benedikts Privatsekretär, Erzbischof Georg Gänswein, sowie Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der von 2002 bis 2012 Bischof von Regensburg war. 

Georg Ratzinger wird am Mittwoch im Stiftungsgrab der Regensburger Domspatzen beerdigt; zuvor findet ein Requiem im Dom statt. Der frühere Domkapellmeister war am Mittwoch mit 96 Jahren in Regensburg gestorben. Wenige Tage vorher war der 93-jährige Benedikt XVI. von seinem Alterssitz im Vatikan überraschend nach Bayern gereist, um ihn zu besuchen. Die beiden Brüder, die 1951 gemeinsam die katholische Priesterweihe empfangen hatten, waren zeitlebens eng verbunden.

Kurzmeldungen Lokales 04.07.2020

Ettelbrück: Motorradfahrer versucht vor Polizei zu fliehen

In Ettelbrück ist am Donnerstagnachmittag ein Motorradfahrer nach mehreren Fluchtversuchen von der Polizei gestoppt worden. Einer Polizeistreife war zuvor in der Rue Prince Henri ein lautes Motorrad-Geräusch aufgefallen, das bereits aus der Entfernung zu hören war.

Als die Beamten den Motorradfahrer in der Rue du Canal anhalten wollten, ignorierte dieser die Haltezeichen – und fuhr weiter. Nur kurze Zeit später machte der Biker am Friedhof eine Kehrtwendung vor einer Polizeistreife und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit. Dabei fuhr er unter anderem in eine gesperrte Straße. In Erpeldingen konnte der Fahrer schließlich gestoppt und kontrolliert werden. Er wurde angezeigt.

USA: Achtjähriger Junge in Einkaufszentrum erschossen

(dpa) - Im US-Staat Alabama ist am Freitag ein achtjähriger Junge in einem Einkaufszentrum erschossen worden. Drei weitere Menschen, darunter ein minderjähriges Mädchen, seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei in Hoover am Freitagabend (Ortszeit) mit. Polizei-Chef Nicholas Derzis sprach von einem „tragischen Vorfall“.

In der Shopping-Mall seien am Nachmittag aus noch unbekannten Gründen mehrere Schüsse gefallen, hieß es. Zu dem Motiv oder den möglichen Tätern machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Ermittlungen würden andauern.

WHO: Steigende Coronazahlen kein Anzeichen für zweite Welle

(dpa) - Die jüngst wieder steigenden Zahlen an nachgewiesenen Corona-Infektionen in vielen Ländern sind nach Meinung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kein Anzeichen einer zweiten Welle. Vielmehr handele es sich um einen zweiten Höhepunkt der ersten Welle, sagte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Freitagabend in einem Briefing bei der Genfer Auslandspresse (ACANU).

„Was wir jetzt in vielen Ländern erleben, ist ein zweiter Höhepunkt der ersten Welle in vielen Ländern, wo das Virus nicht genug unterdrückt worden ist, um eine Übertragung der Krankheit zu verhindern“, sagte Ryan. Um so mehr müssten Maßnahmen wie Handhygiene, Abstand halten und Isolation von Infizierten und ihren Kontakten konsequent weiter angewendet werden. „Sonst könnten wir eine Situation bekommen, wo das Infektionsniveau anhaltend höher ist als wir es wirklich wollen.“ 

Das Potenzial einer zweiten Welle sei da, sagte Ryan, etwa im Winter, wenn wieder mehr Menschen eng in Räumen zusammen seien und das Virus sich dadurch leichter von Mensch zu Mensch verbreiten könne als jetzt. Womöglich reagiere das Virus auch auf Temperaturen.