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Royale Lovestory mit Hindernissen
 König Harald und Königin Sonja bei der Eröffnung des neuen Highlights im Freilichtmuseum Maihaugen in 
Lillehammer: Das Elternhaus der Königin wurde von Oslo dorthin versetzt.

Royale Lovestory mit Hindernissen

Foto: Olsen, Geir/NTB scanpix/dpa
König Harald und Königin Sonja bei der Eröffnung des neuen Highlights im Freilichtmuseum Maihaugen in 
Lillehammer: Das Elternhaus der Königin wurde von Oslo dorthin versetzt.
Panorama 4 Min. 29.08.2018

Royale Lovestory mit Hindernissen

König Harald und Königin Sonja von Norwegen feiern Goldene Hochzeit. Doch der Weg zum Glück war für die beiden nicht einfach.

(dpa) - Meghan, Maxima, Daniel: Bürgerliche sind heute in den Königshäusern normal. Noch vor 50 Jahren war das eine Sensation. Um eine Frau aus dem Volk heiraten zu dürfen, musste Harald von Norwegen lange kämpfen. Heute feiern er und seine Frau Sonja Goldene Hochzeit. Fast neun Jahre lang hat der heutige König Harald von Norwegen für seine Liebe zu Sonja Haraldsen gekämpft. Die Bürgerliche war alles andere als standesgemäß, die Liebe der beiden ein Skandal. Aber Harald wollte keine andere – und bekam schließlich seine Sonja.

50 Jahre nach dem Jawort sieht die Welt im europäischen Hochadel ganz anders aus. Ob Herzogin Kate, Herzogin Meghan, Prinz Daniel oder Königin Maxima – inzwischen sind Ehen mit Bürgerlichen in den Königshäusern ganz normal.

Liebe nebensächlich

Ausnahmen gibt es aber: König Philippe von Belgien und seine Frau Mathilde zum Beispiel. „Auch Mathilde war als Gräfin eigentlich nicht ebenbürtig“, sagt Adelsexpertin Leontine Gräfin von Schmettow. „Wirklich standesgemäß wäre eine Partnerin aus einem anderen Königs- oder Fürstenhaus.“ Philippe hat aber als einer der wenigen seiner Generation immerhin noch adelig geheiratet.

Aber auch in ganz normalen Familien ging es bei Hochzeiten früher nicht so sehr um Liebe. Im Hochadel eigentlich gar nicht. Wenn Könige und Königskinder heirateten, waren andere Dinge wichtig – Machterhaltung etwa, diplomatische Allianzen oder die Erweiterung eines Territoriums. Da wurde so mancher Thronfolger überrascht, was für eine Prinzessin ihm in den Palast kutschiert wurde. Heute jedoch, wo Monarchen eigentlich keine politischen Einflüsse mehr haben, da zählen andere Dinge. Eine gute Ausbildung etwa, das Potenzial, die Rolle auszufüllen, soziales Engagement – und natürlich Liebe, sagt von Schmettow. Die Braut oder der Bräutigam sollte diskret, diplomatisch und sich des Protokolls bewusst sein.

„Harald wusste, dass Sonja gut in die Rolle passt“, meint die Königshausexpertin. Der damalige Kronprinz und die studierte Tochter eines Unternehmers trafen sich 1959. Hochzeit eigentlich ausgeschlossen. „Harald hat wirklich starken Gegenwind bekommen, schließlich drohte er gar, den Thron nicht anzunehmen“, erklärt von Schmettow. Doch dann stimmte der Vater, König Olaf V., zu und informierte die Regierung. Zur Hochzeit im August 1968 blieb der ganz große königliche Auflauf aber aus. Viele boykottierten die Feier.

Aber von da an änderte sich vieles in den Königshäusern. Silvia Sommerlath aus Heidelberg wurde mit ihrer Heirat mit König Carl XVI. Gustaf im Jahr 1976 Königin von Schweden. Carl Gustaf habe einfach so lange gewartet bis er König war – und sich dann selbst die Erlaubnis zur Ehe mit der bürgerlichen Deutschen gegeben, sagt der Historiker und Buchautor Leonhard Horowski („Das Europa der Könige“). Von da an heirateten fast nur noch Bürgerliche in die Paläste ein. Wie auch der damalige Luxemburger Erbgroßherzog Henri, der 1981 die gebürtige Cubanerin Maria Teresa Mestre Batista - eine Bürgerliche - heiratete. Das Paar hatte sich während des Studiums in Genf kennengelernt.

Kronprinzessin Sonja und Kronprinz Harald von Norwegen 1968 beim offiziellen Hochzeitsfoto mit ihren 
Blumenkindern und der Brautjungfer Anita Henriksen (r.) im Königlichen Schloss in Oslo.
Kronprinzessin Sonja und Kronprinz Harald von Norwegen 1968 beim offiziellen Hochzeitsfoto mit ihren 
Blumenkindern und der Brautjungfer Anita Henriksen (r.) im Königlichen Schloss in Oslo.
Foto: UPI/dpa

Der Trend zur Liebes-Hochzeit verändert die Königshäuser auch in ihren Strukturen: Waren die meisten früher sehr international – und durch standesgemäße Ehen miteinander verknüpft, heiraten viele heute Partner aus dem eigenen Land. „Sie sind weniger international und driften auseinander“, erklärt Horowski.

Das gefällt längst nicht jedem. „Interessanterweise tut sich gerade der deutsche Adel damit schwer, der ja gar keine Macht hat und dessen Stand abgeschafft wurde“, meint von Schmettow. Da gebe es gewisse Kreise, die mit Misstrauen auf die Entwicklung in den Königshäusern schauen. „Manchen ist das eine zu große Annäherung an das Volk.“ Viele deutsche Herrscherhäuser hätten sich damals eigene Hausgesetze gegeben, sagt Historiker Horowski. „Und die gelten bis heute.“

Immer etwas auszusetzen

Und auch wenn Ehen mit Bürgerlichen inzwischen ganz normal sind: Irgendwas gibt es an den Auserwählten immer auszusetzen. Zum Beispiel Maxima, inzwischen Königin der Niederlande: Ihr Vater, der Argentinier Jorge Zorreguieta, war wegen seiner Rolle in der Militärdiktatur umstritten – und durfte nicht zur Hochzeit seiner Tochter mit Willem-Alexander kommen.


Exclusif - No Web - Prix Spécial - Le grand-duc Henri et la grande-duchesse María Teresa de Luxembourg, voisins du couple présidentiel au Fort de Brégançon, sont allés chercher Emmanuel et Brigitte Macron en voiturette pour les amener dans leur propriété pour un dîner. Bormes-les-Mimosas, le 12 août 2018. Hier soir le couple Grand-Ducal a rendu visite au Président de la République et son épouse pour une visite du fort de Brégançon. Ils ont ensuite quitté le fort ensemble, dans la voiture électrique du Grand-Duc du Luxembourg, soucieux des questions environnementales, pour un dîner privé. Il s’agit ici d’une tradition datant de 1945 pour les chefs d’Etat ayant séjourné au fort de Brégançon que de dîner chez ses proches voisins. For Germany call for price
No web No blog
Exclusive - Grand Duke Henri and Grand Duchess Maria Teresa of Luxembourg, French presidential couple's neighbors at the "Fort Brégançon", went to pick up French President Emmanuel Macron and his wife the First Lady Brigitte Macron by golf cart to have dinner at their property.
Bormes-les-Mimosas, on August 12th 2018
Chauffeur mit Adelstitel
Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa verbringen derzeit ihren Urlaub an der Côte d'Azur. Anfang der Woche empfingen sie das Ehepaar Macron zum Abendessen.

Herzogin Meghan bekam vor ihrer Hochzeit mit Prinz Harry ebenfalls heftigen Gegenwind zu spüren. Geschieden, afroamerikanischer Herkunft, Schauspielerin – Kritiker fanden viel zu mäkeln. „Da wird die komplette Vergangenheit durchleuchtet“, stellt von Schmettow fest.

So ging es auch den Norwegern noch einmal – Jahrzehnte nach der skandalösen Hochzeit von Sonja und Harald. Dass Kronprinz Hakons Frau Mette-Marit bürgerlich war, spielte eigentlich gar keine Rolle mehr. Aber das norwegische Königshaus ging wieder einen Schritt voraus in Sachen moderne Familie und akzeptierte Mette-Marit. „Ein uneheliches Kind und eine wilde Partyvergangenheit, das war noch mal eine neue Herausforderung“, betont von Schmettow. Aber nach dem Kennenlernen unterstützte der König seinen Sohn, die Partnerin in der Öffentlichkeit durchzusetzen. „Natürlich muss er aufpassen, dass die Monarchie keinen Schaden nimmt – aber er ist auch Vater und kennt die Situation ganz genau.“

Wie genau die Familie den 50. Hochzeitstag verbringt, bleibt vorerst unklar. Eines aber steht fest: Nachmittags lädt das Königspaar zu einem Gottesdienst im Osloer Dom, der live im Fernsehen übertragen wird. Neben den geladenen Gästen dürfen 200 Bürger in der Kirche dabei sein. Sie konnten sich per E-Mail anmelden. Ganz volksnah eben.


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