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Royal-Fans im Hochzeitsfieber: Harry und Meghan sagen „Ich will“

Royal-Fans im Hochzeitsfieber: Harry und Meghan sagen „Ich will“

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Panorama 33 4 Min. 19.05.2018

Royal-Fans im Hochzeitsfieber: Harry und Meghan sagen „Ich will“

Prinz Harry heiratet seine Meghan.

(M.G./dpa) - Jawort vor 600 Gästen, Kutschfahrt zwischen mehr als 100.000 Schaulustigen, Millionen vor den Fernsehern: Die Hochzeit von Prinz Harry (33) und Meghan Markle (36) an diesem Samstag begeistert Royal-Fans rund um den Globus. Zu den prominenten Gästen zählten unter anderem Golden-Globe-Preisträger Idris Elba, die US-Star-Moderatorin Oprah Winfrey und Sänger James Blunt, Charles Spencer, der Bruder von Harrys verstorbener Mutter Diana, George Clooney und seine Frau Amal, sowie Victoria und David Beckham.

Nicht dabei war Meghans Vater Thomas Markle. Er musste sich einer Herz-OP unterziehen. Zuvor hatte es reichlich Wirbel um den 73-Jährigen gegeben, unter anderem hatte er gegen Geld für gestellte Paparazzi-Fotos posiert. Zum Altar schritt die Braut daher am Arm ihres künftigen Schwiegervaters, Prinz Charles.

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Der Gottesdienst

Das Brautpaar erklärt auf die entsprechende Frage des Erzbischofs von Canterbury, Justin Welby: „Ich will.“ Und die gesamte Gemeinde antwortet, dass sie das Paar unterstützen werde. Erst nach dem noch folgenden Eheversprechen wird der Bischof die beiden offiziell als Mann und Frau vermählen.

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Eine der Schwestern der 1997 gestorbenen Prinzessin Diana, Lady Jane Fellowes, übernahm die Schriftlesung.

In seiner Predigt zitiert Michael Curry, Bischof von Chicago und Oberhaupt der Episkopalkirche der USA, den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King. Er betont darin die Macht der Liebe.

Bischof Michael Bruce Curry
Bischof Michael Bruce Curry
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Der schwarze Pfarrer Michael Curry predigt sehr engagiert und bewegt über die Liebe. „Die Liebe hat Macht. Liebe kann helfen und heilen, wenn nichts anderes das vermag.“ Bei Twitter gibt es bereits begeisterte Kommentare zu der Predigt, die das Brautpaar zwischendurch auch zum Lachen bringt.

Kurz vor dem Ehegelübde singt ein Gospelchor den 60er-Jahre-Hit „Stand by me“ des 2015 gestorbenen US-Musikers Ben E. King. Auch darin zeigt sich, dass das Brautpaar Tradition und Moderne mischt.

Bei dem Lied „Stand by Me“ singen mitten in Windsor alle Besucher beim Refrain auf dem Straßen mit, viele schwenken ihre britische Fahnen.

Nun kommt der Erzbischof von Canterbury zur eigentlichen Eheschließung. Er fordert das Brautpaar auf: „Harry und Meghan, ich bitte Euch jetzt, Euch an den Händen zu fassen und Eure Gelübde in Anwesenheit von Gott und seinem Volk zu leisten.“ Dann tauschen sie die Ringe.

Nach dem Gottesdienst zeigen sich der sechste der britischen Thronfolge und die ehemalige US-Schauspielerin in einer offenen Kutsche im Freien.

Das Kleid

Das Brautkleid, das Meghan zur Hochzeit mit Prinz Harry trug, ist von der britischen Designerin Clare Waight Keller für Givenchy entworfen worden. Meghan habe Keller Anfang des Jahres getroffen und sich für sie als Designerin ihres Brautkleides entschieden, teilte der Kensington-Palast am Samstag zu Beginn der Hochzeit mit. Das weiße Kleid ist bodenlang, schlicht, hat lange Ärmel und einen U-Boot-Ausschnitt. Meghan habe sich für ein reines Weiß entschieden, weil dies frisch und modern wirke. Darüber war im Vorfeld spekuliert wurde, da es für Meghan bereits die zweite Ehe ist.

Im Brautstrauß sind Vergissmeinnicht eingearbeitet - die Lieblingsblumen von Harrys 1997 gestorbener Mutter Diana. Damit wolle das Paar an diesem besonderen Tag an Diana erinnern und sie ehren. Im Strauß waren außerdem Blumen, die Harry am Vortag selbst aus dem privaten Garten des Kensington-Palasts gepflückt hatte.

In den langen Schleier der Braut sind Symbole eingearbeitet, die alle 53 Länder des Commonwealth präsentieren sollen. Die Blumenmotive sollen die Flora der 53 Länder darstellen. Designerin Keller habe großen Wert darauf gelegt, dass jedes der Symbole einzigartig sei.

Dazu trägt Meghan eine Tiara, die ihr die Queen geliehen hat. Das mit Diamanten besetzte Diadem stammt nach Angaben des Palasts aus dem Jahr 1932.

Am Vorabend

Die Nacht vor der Hochzeit wollten die Brautleute in Hotels verbringen - Meghan mit ihrer Mutter nördlich von Windsor, Prinz Harry mit seinem Bruder und Trauzeugen Prinz William südlich der Stadt.


Die britischen Prinzen Harry (r) und William (l) begrüßen Menschen, die im Vorfeld der Royal-Hochzeit vor Schloss Windsor stehen.
Die britischen Prinzen Harry (r) und William (l) begrüßen Menschen, die im Vorfeld der Royal-Hochzeit vor Schloss Windsor stehen.
Foto: dpa

Das Gedränge in der Kleinstadt Windsor war schon am Vorabend der Hochzeit riesig, als die Prinzen Harry und William überraschend auf der Straße Hände schüttelten und für Selfies posierten. Am Samstag dürfte überhaupt kein Durchkommen mehr sein. Schwer bewaffnete Polizisten und große Straßensperren sollen für Sicherheit sorgen. Mehr als hundert freiwillige „Botschafter“, die sich vor Ort auskennen und über Kopfhörer stets über den Stand der Dinge informiert werden, stehen Besuchern mit Hinweisen zur Seite.

Wie das Paar nach der Trauung feiert, wird die Öffentlichkeit voraussichtlich nur durch Augenzeugenberichte erfahren - die Party findet ohne Presse statt. Gegen 20 Uhr dürfte es nochmals frische Bilder von Harry und Meghan geben. Dann verlassen die beiden Schloss Windsor, um am Abendempfang von Harrys Vater Charles im Frogmore House ganz in der Nähe teilzunehmen. Wann und wohin sie in die Flitterwochen verschwinden, hält der Palast geheim.





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