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Römischer Brunnen mit Jupitersäule aus Tagebau geborgen
Panorama 11.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Römischer Brunnen mit Jupitersäule aus Tagebau geborgen

In dem Brunnen wurde eine fünf Meter hohe Jupitersäule mit drei weiblichen Gottheiten darauf gefunden.

Römischer Brunnen mit Jupitersäule aus Tagebau geborgen

In dem Brunnen wurde eine fünf Meter hohe Jupitersäule mit drei weiblichen Gottheiten darauf gefunden.
Foto: DPA / Amt für Bodendenkmalpflege
Panorama 11.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Römischer Brunnen mit Jupitersäule aus Tagebau geborgen

Im westdeutschen Braunkohletagebau haben Archäologen einen etwa 15 Meter tiefen Brunnen aus der Römerzeit entdeckt.

(dpa) - Im westdeutschen Braunkohletagebau haben Archäologen einen etwa 15 Meter tiefen Brunnen aus der Römerzeit entdeckt. In dem Brunnen bei Kerpen (Nordrhein-Westfalen) wurde eine fünf Meter hohe Jupitersäule mit drei weiblichen Gottheiten darauf gefunden, berichtete ein Sprecher des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland am Dienstag.

Der Verehrung dienende Säulen für Jupiter, den höchsten römischen Gott, seien nicht selten. Ungewöhnlich sei die kombinierte Abbildung mit den Göttinnen. „Das ist das Besondere daran“, sagte der Sprecher.


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Den Ausgrabungsort an einem einstigen römischen Landgut kannten die Archäologen schon seit den 1980er Jahren. Weil die Braunkohlebagger immer näher rücken, musste das Relikt aus der Römerzeit ausgegraben werden.

Weil auch Holz gefunden wurde, kann der Fund dendrochronologisch datiert werden: Ab dem 2. oder 3. Jahrhundert und bis ins 5. Jahrhundert hinein wurde der Brunnen genutzt. In der Zeit hatten die Römer bis zu 30.000 Soldaten an der Reichsgrenze am Rhein stationiert. Landgüter dienten der Versorgung mit Lebensmitteln.


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