Reisen in der Schwangerschaft: Vorsicht vor dem Zika-Virus
(dpa/tmn) - Schwangere sollten die Verbreitungsgebiete des Zika-Virus in Lateinamerika und vor allem in Brasilien meiden. Durch eine Infektion komme es bei Neugeborenen häufig zu einer Fehlbildung des Schädels, warnt das Centrum für Reisemedizin (CRM). Den starken Anstieg der sogenannten Mikroenzephalie führten die brasilianischen Gesundheitsbehörden auf die Epidemie des Zika-Virus seit dem Frühjahr 2015 zurück. Frauen mit Kinderwunsch sollten ebenfalls auf Reisen in Risikogebiete möglichst verzichten.
Das Zika-Virus tritt nicht nur in Brasilien, sondern auch in anderen Staaten Süd- und Mittelamerikas auf: zum Beispiel in Kolumbien, El Salvador, Honduras, Guatemala, Martinique, Mexiko, Panama oder Paraguay. Auch auf den Kapverden, einer Inselgruppe vor dem westafrikanischen Festland, wurden erste Fälle gemeldet.
Eine Infektion mit dem Zika-Virus macht sich durch einen fleckigen Hautausschlag, Fieber sowie Kopf- und Gelenkschmerzen bemerkbar. Eine Impfung gibt es nicht. Reisende in Lateinamerika sollten sich konsequent vor Mücken schützen.