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Raumsonde steuert Landung auf Rotem Planeten an
Panorama 18.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Europäisch-russisches Projekt ExoMars

Raumsonde steuert Landung auf Rotem Planeten an

Diese Zeichnung zeigt das Testmodul Schiaparelli bei der Abtrennung vom Raumschiff.
Europäisch-russisches Projekt ExoMars

Raumsonde steuert Landung auf Rotem Planeten an

Diese Zeichnung zeigt das Testmodul Schiaparelli bei der Abtrennung vom Raumschiff.
Foto: AFP
Panorama 18.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Europäisch-russisches Projekt ExoMars

Raumsonde steuert Landung auf Rotem Planeten an

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Fast 500 Millionen Kilometer ist die Sonde der Raumfahrtbehörden Esa und Roskosmos durchs All geflogen. Nun geht das ExoMars-Projekt mit einem Landeversuch in eine entscheidende Phase.

(dpa) - Sieben Monate nach dem Start einer Raumsonde zum Mars steht ein europäisch-russisches Milliardenprojekt vor seiner ersten Landung auf dem Roten Planeten. Das Absetzen eines Testmoduls in der Marshochebene Meridiani Planum an diesem Mittwoch ist ein zentrales Etappenziel des ExoMars-Projekts der Europäischen Raumfahrtagentur Esa und ihres russischen Partners Roskosmos. Wenn es gelingt, wäre es die erste erfolgreiche Landung der beiden auf dem für seinen roten Schimmer bekannten Nachbarplaneten der Erde.

Mit ExoMars suchen die beiden Raumfahrtorganisationen in mehreren Phasen nach Spuren von Leben auf dem Wüstenplaneten. Das Testmodul «Schiaparelli» war im März mit dem Forschungssatelliten «Trace Gas Orbiter» (TGO) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. TGO soll unter anderem nach Methangas in der Atmosphäre suchen.

Die Sonde «Schiaparelli» soll am Mittwoch in einem heiklen automatisch gesteuerten Manöver die Marsoberfläche erreichen. «Der Abstieg des Landers besteht aus einer Reihe von einzelnen Maßnahmen, die jede für sich schwierig sind: Eintritt in die Atmosphäre, Öffnen des Fallschirms, Absprengen des Hitzeschildes, Abtrennung des Fallschirms», sagte Esa-Chef Jan Wörner der Deutschen Presse-Agentur. Sofern alles klappt, dürften die Batterien der Sonde ausreichen, um wenige Tage lang Daten zur Erde zu schicken.

Mit «Schiaparelli» erproben Esa und Roskosmos ihre Technik für eine weitere Landung. Es ist der Testlauf für die Entsendung eines Rovers voraussichtlich 2020. Der Roboter soll dann vor allem in die Tiefen des Marsgesteins eindringen, um nach Hinweisen auf Leben zu suchen.


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(FILES) This file photo handout photo taken from the European Space Agency website on March 1, 2016 shows
an artist's impression depicting the separation of the ExoMars 2016 entry, descent and landing demonstrator module, named Schiaparelli, from the Trace Gas Orbiter, and heading for Mars.
On October 19, 2016, the Schiaparelli capsule, also known as the Entry, Descent and Landing Demonstrator Module (EDM), is scheduled to make the first landing on Mars by an ESA spacecraft. / AFP PHOTO / EUROPEAN SPACE AGENCY / D. Ducros
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A Russian Proton-M rocket carrying the ExoMars 2016 spacecraft blasts off from the launch pad at the Russian-leased Baikonur cosmodrome on March 14, 2016. AFP PHOTO / KIRILL KUDRYAVTSEV
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