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Puck frei für den guten Zweck
Panorama 20 18.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Puck frei für den guten Zweck

US-Botschafter Randy Evans gibt offiziell den Puck frei.

Puck frei für den guten Zweck

US-Botschafter Randy Evans gibt offiziell den Puck frei.
Foto: Steve Eastwood
Panorama 20 18.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Puck frei für den guten Zweck

Eric HAMUS
Eric HAMUS
Eigentlich ist Botschafter Randy Evans ein treuer Bulldogs-Fan. Sein Herz schlägt für die Football-Mannschaft seiner Alma Mater, der University of Georgia. Am Samstag aber widmete der offizielle Vertreter der USA in Luxemburg seine Aufmerksamkeit ganz dem Eishockey.

Zum zweiten Mal bereits traf in Kockelscheuer die Mannschaft von Tornado Luxemburg auf die Spieler des US-Luftwaffenstützpunktes von Spangdahlem. Wie bei der erfolgreichen Premiere im Jahr 2017 stand aber auch an diesem Samstag nicht das Ergebnis im Mittelpunkt, sondern die Freundschaft und Beziehung zwischen den beiden Ländern. Anlass war nämlich der Veterans Day - der Tag der Kriegsveteranen. So war es US-Botschafter Evans dann auch eine ganz besondere Ehre, das Spiel zwischen den beiden Mannschaften offiziell frei zu geben.

Seit 1938 ist der 11. November, der Tag des Waffenstillstandes im Ersten Weltkrieg, in den USA ein offizieller Feier- und Gedenktag. Ursprünglich noch Armistice Day genannt - Tag des Waffenstillstandes -, wurde das Datum nach dem Zweiten Weltkrieg dazu genutzt, sämtlichen Kriegsveteranen zu gedenken, die sich je in den Dienst ihres Landes gestellt hatten. So wurde aus dem Armistice Day am 11. November 1954 erstmals offiziell der Veterans Day.

Mit einer kurzen, aber bewegenden Eröffnungszeremonie wurden am Samstag neben sämtlichen Kriegsveteranen insbesondere jene Soldaten geehrt, die sich im Zweiten Weltkrieg für die Freiheit des Großherzogtums eingesetzt hatten. Viele junge Männer mussten diesen Einsatz mit dem Leben bezahlen. Ein Grund, weshalb viele Luxemburger diesen Männern und den Vereinigten Staaten auch heute noch verbunden sind.

So war es Tornado Luxemburg auch an diesem Samstag wieder eine große Ehre, das Spiel gegen die Mannschaft des Luftwaffenstützpunktes aus der deutschen Grenzregion auszurichten und einen Teil des Erlöses einem guten Zweck zufließen zu lassen. Bei einer fast ausverkauften Halle mit mehr als 500 Zuschauern dürfte demnach eine nette Summe zusammengekommen sein. So stand denn auch weniger das Ergebnis (17-3 für Tornado) im Mittelpunkt, sondern vielmehr die tolle Atmosphäre, die die Anhänger beider Mannschaften in der Eishockey-Halle verbreiteten.

Dass Fans und Spieler damit nicht nur die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern unter Beweis stellten, sondern auch hervorragende Werbung für den Eishockeysport in Luxemburg betreiben konnten, war den Verantwortlichen natürlich ein willkommener Nebeneffekt.



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