Prostatakrebs: Regelmäßig zum Check
Prostatakrebs: Regelmäßig zum Check
(dpa/tmn) - Viele merken zunächst nichts. Erst wenn der Harnstrahl schwächer wird oder der Urin rot ist, schöpft der Betroffene Verdacht. Beides kann Folge einer vergrößerte Prostata sein, eine ganz normale Alterserscheinung. Die Diagnose kann aber auch Prostatakrebs lauten - das ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann.
Wie ein Prostatakarzinom entsteht und was es begünstigt, wissen Ärzte noch nicht genau. Es gibt aber Hinweise darauf, dass jemand eher an Prostatakrebs erkrankt, wenn das auch schon beim Vater oder beim Onkel der Fall war. Darauf weist Prof. Christian Wülfing von der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) hin. Ab dem 45. Lebensjahr sollten Männer ihre Prostata regelmäßig untersuchen lassen. Dabei tastet der Arzt das Organ ab und untersucht es mittels Ultraschall.
Eine weitere Untersuchungsmöglichkeit ist der PSA-Test. Der Grund: Karzinome im gut behandelbaren Frühstadium lassen sich selten ertasten. Daher kann der PSA-Test eine wichtige Ergänzung sein. Für den Test wird Blut im Labor untersucht. Die Abkürzung PSA steht für „prostata-spezifisches Antigen“ - ein Eiweiß, das in der Vorsteherdrüse gebildet wird. Ist der PSA-Wert im Blut erhöht, dann kann dies ein Hinweis auf Prostatakrebs sein.
„Zu einem erhöhten PSA-Wert kann es aber auch aus banalen Gründen kommen“, sagt Prof. Peter Albers, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. So kann etwa Fahrradfahren oder ein Samenerguss unmittelbar vor dem Test dazu führen, dass der Druck auf die Prostata geringfügig ansteigt.
