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Prinz Louis wird 31: Ein Blaublüter wie du und ich
Panorama 3 Min. 03.08.2017

Prinz Louis wird 31: Ein Blaublüter wie du und ich

Eine gute Partie: Das Geburtstagskind, hier mit seinen Kindern Gabriel (11, l.) und Noah (9, r.), darf sich wieder zu den begehrtesten Junggesellen Europas zählen.

Prinz Louis wird 31: Ein Blaublüter wie du und ich

Eine gute Partie: Das Geburtstagskind, hier mit seinen Kindern Gabriel (11, l.) und Noah (9, r.), darf sich wieder zu den begehrtesten Junggesellen Europas zählen.
Foto: Cour Grand-Ducale/Lola Velasco
Panorama 3 Min. 03.08.2017

Prinz Louis wird 31: Ein Blaublüter wie du und ich

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Im Gegensatz zu seinen Geschwistern scheint er immer wieder ein wenig aus der Reihe zu tanzen – und genau deshalb wirkt der drittälteste Sohn von Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa, der am 3. August 1986 das Licht der Welt erblickte, so erfrischend normal.

(nr) - Im Gegensatz zu seinen Geschwistern scheint er immer wieder ein wenig aus der Reihe zu tanzen – und genau deshalb wirkt der drittälteste Sohn von Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa, der am 3. August 1986 das Licht der Welt erblickte, so erfrischend normal.

Nach der Scheidung von Tessy Antony, mit der er rund zehn Jahre lang verheiratet war, hat sich Prinz Louis neben Prinz Andrew von Großbritannien, Prinzessin Stéphanie von Monaco und Prinzessin Märtha Louise von Norwegen Anfang des Jahres in die durchaus überschaubare Liste ehemals vermählter Blaublüter eingereiht. Ihr aller Liebesleben ist beziehungsweise war – mal mehr mal weniger – skandalumwittert.

Da stellt auch Prinz Louis, der über eine Ausbildung im Bereich Luftfahrt und Luftverkehrsmanagement verfügt und einen Bachelor in Kommunikationswissenschaften vorweisen kann, keine Ausnahme dar.

Der kleine Prinz kurz nach seiner Geburt mit seinen Eltern und seinen Brüdern Guillaume (1.v.l.) und Félix.
Der kleine Prinz kurz nach seiner Geburt mit seinen Eltern und seinen Brüdern Guillaume (1.v.l.) und Félix.
Foto: Cour Grand-Ducale

Liebessturm im Wasserglas

Als 2005 publik wurde, dass der damals frischgebackene Sekundarabsolvent mit gerade mal 19 Jahren Vater werden sollte, waren die werdenden Großeltern sicherlich alles andere als erbaut. Ein uneheliches Kind? Noch dazu von einer Bürgerlichen? So etwas galt in Adelskreisen ebenso wie unter konservativen Royalisten als verpönt. Trotzdem: Eine Heirat sei derzeit nicht beabsichtigt, teilte der Hof mit.

Erst als das Kind im Frühjahr 2006 in Genf zur Welt gekommen war, soll Prinz Louis seiner Tessy einen Heiratsantrag gemacht haben. Für die Heirat mit der Unteroffizierin, die er bei einem Truppenbesuch im Kosovo kennengelernt hatte, verzichtete er sogar auf seine Rechte als Thronfolger – ein Schritt, zu dem sich auch schon sein Onkel, Prinz Jean, im Jahr 1986 entschieden hatte.

Die Mehrheit der Bevölkerung sah das Ganze relativ locker. In einer TNS/Ilres-Umfrage aus dem Jahr 2005 gaben immerhin 56 Prozent der Befragten an, dass die Angelegenheit ihre Einstellung zur großherzoglichen Familie positiv beeinflusst habe.

Mit Zurückhaltung offensiv

In den kommenden Jahren kehrte, neben einem weiteren Sohn im September 2007, dann auch wieder Ruhe ins Leben des Prinzen ein. In London, wo Louis bis heute lebt, genoss die kleine Familie weitestgehende Anonymität. Gleichzeitig gab sie sich auf ihre Weise volksnah: Auf dem öffentlichen Instagram-Account von Prinzessin Tessy teilte die Familie regelmäßig Schnappschüsse aus ihrem Privatleben, blieb damit allerdings stets unter dem Radar der großen Öffentlichkeit.

Für deutlich mehr Aufsehen sorgte dagegen eine Pressekonferenz, die der Prinz Anfang 2016 gab. Ganz offen sprach er über seine Dyslexie, eine angeborene Lese- und Schreibschwäche, von der auch andere Adelige wie etwa König Carl Gustaf von Schweden und seine Kinder Victoria und Carl Philip betroffen sind. „Es ist eine große Erleichterung für mich, darüber sprechen zu können, denn das ist ein Problem, mit dem ich schon mein ganzes Leben zu kämpfen habe“, offenbarte Prinz Louis im Interview. „Ich habe meine Dyslexie nicht überwunden, ich habe sie akzeptiert. Das Problem besteht weiter.“ Zum Glück habe er seine Frau, die alle Schriftstücke korrigiere. Mit diesem mutigen Bekenntnis konnte er erneut Sympathiepunkte einfahren.

Mitte Mai freute sich Prinz Louis mit seinem Onkel, Prinz Jean, über die Heirat von dessen Tochter Marie-Gabrielle.
Mitte Mai freute sich Prinz Louis mit seinem Onkel, Prinz Jean, über die Heirat von dessen Tochter Marie-Gabrielle.
Foto: Anouk Antony

Das Glück des leidenschaftlichen Piloten und Alpinsportlers schien trotz aller vermeintlichen Makel perfekt – bis der Hof am 18. Januar dieses Jahres die Trennung bekannt gab und es zur Scheidung im Eilverfahren kam. Knapp einen Monat später, am 17. Februar, wurde Prinzessin Tessys Scheidungsgesuch in London aufgrund „unangebrachten Verhaltens“ stattgegeben. Wobei vermutet wird, dass die genannte Ursache nur ein Vorwand war, um die Trennung schnellstmöglich zu besiegeln – und ebenso schnell wieder Gras über die Sache wachsen zu lassen.

Sieht man sich Prinzessin Tessys Instagram-Account an, der seit vorgestern nach fast vier Monaten Pause wieder aktiv war, scheinen die beiden Ex-Partner zumindest noch einen freundschaftlichen Umgang miteinander zu pflegen. Dort postete sie unter anderem das offizielle Geburtstagsfoto des Hofes mit den Worten „It is almost b day time for Papa. A beautiful new picture of Louis with our big boys.“

Ansonsten ist es aber wieder auffallend still um den 31-Jährigen geworden: Bis auf einen öffentlichen Auftritt anlässlich der Heirat seiner Cousine, Prinzessin Marie-Gabrielle von Nassau, auf dem Standesamt in Luxemburg-Stadt am 15. Mai dieses Jahres machte er sich rar.

Am Nationalfeiertag fehlte er – wie jedoch die meisten seiner Geschwister. Ob er einfach gerade zu sehr mit seinem Masterstudium in Sozialpsychologie beschäftigt ist? Wer weiß. Freddy Quinn hätte gesagt: „Junge, komm bald wieder.“ Bis dahin wünschen wir dem Prinzen alles Gute fürs neue Lebensjahr.


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