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Preise für die luxemburgische Wissenschaft
Panorama 7 3 Min. 21.10.2021
FNR-Awards 2021

Preise für die luxemburgische Wissenschaft

Mit den FNR-Awards wird herausragende Wissenschaft aus Luxemburg ausgezeichnet.
FNR-Awards 2021

Preise für die luxemburgische Wissenschaft

Mit den FNR-Awards wird herausragende Wissenschaft aus Luxemburg ausgezeichnet.
Foto: FNR
Panorama 7 3 Min. 21.10.2021
FNR-Awards 2021

Preise für die luxemburgische Wissenschaft

Sarah SCHÖTT
Sarah SCHÖTT
Der Fonds National de la Recherche hat mit den FNR-Awards Forschende im Großherzogtum ausgezeichnet.

Seit 2009 honoriert der Fonds National de la Recherche (FNR) mit seinen Awards herausragende Wissenschaft aus Luxemburg. In diesem Jahr wurde der Preis zudem in zwei neuen Kategorien verliehen. 

Outstanding PHD Thesis

In der Kategorie „Outstanding PhD Thesis“ wurde unter anderem Giuseppe Bengasi für seine Arbeit zu Porphyrinen ausgezeichnet.

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Porphyrine, die unter anderem bei der Photosynthese in Pflanzen und der menschlichen Atmung mitarbeiten, haben interessante chemische Eigenschaften. Bringt man sie zum Reagieren, können Porphyrinbänder kreiert werden. Aus diesen Bändern lässt sich ein Material erstellen, das in vielfältigen Anwendungen genutzt werden kann, etwa zur Erzeugung sauberen Wasserstoffs oder zur Herstellung eines Ammoniak-Sensors.

Ebenfalls für Ihre Promotion ausgezeichnet wurde die Historikerin Christa Birkel.

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Sie beschäftigte sich mit Herrschaftsstrukturen im Spätmittelalter und legte ihren Fokus dabei innerhalb des Projektes  „LUXDYNAST“ auf das Herzogtum Luxemburg. Die Historikerin untersuchte etwa, wie die Herrscher ihren Herrschaftsanspruch legitimieren konnten, ohne selbst vor Ort zu sein. Die Landesherren waren zu jener Zeit zum Teil auch Könige von Böhmen und hielten sich daher vermehrt in Prag auf, teilweise waren sie auch Könige oder Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Wichtig war für Christa Birkel aber nicht nur, sich das Herrschaftsgefüge herrscherseitig anzusehen. Ihre Arbeit beschäftigt sich auch mit der Bedeutung der Herrschaftskonstellation für die Menschen, die zu dieser Zeit in Luxemburg lebten.

Outstanding Scientific Achievement

Für ihre wissenschaftliche Leistung wurden Anna Golebiewska und Simone Niclou vom Luxembourg Institute of Health ausgezeichnet. 

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Die beiden Wissenschaftlerinnen haben mit ihrem Team eine Organoid-Biobank erstellt, in der Modelle verschiedener Hirntumore zur Verfügung stehen. Mit Hilfe dieser Modelle können unter anderem Medikamente getestet oder die Entwicklung von Tumoren besser nachvollzogen und erforscht werden. 

Ebenfalls in dieser Kategorie ausgezeichnet wurde Emmanuel Defay vom Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST).

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Der Forscher und sein Team beschäftigen sich mit elektrokalorischen Materialien. Diese könnten, wenn sie weiter erforscht werden, vielversprechende Kandidaten für Kühlgeräte der Zukunft sein und so etwa eine neue Generation von Kühlschränken einläuten, die umweltfreundlicher sind als aktuelle Geräte.

Outstanding Mentor

In dieser neuen Kategorie wurden zwei Wissenschaftler ausgezeichnet, die nicht mit dem Preis gerechnet haben - denn anders als üblich haben sie ihre Bewerbung nicht selbst eingereicht, sondern wurden von ihren Kollegen und Doktoranden für den Preis vorgeschlagen. Die Aufgabe der Mentoren ist es, der nächsten Generation von Wissenschaftlern zu helfen, unabhängige Forscher zu werden und dabei über die berufliche Entwicklung hinaus auch an der Persönlichkeitsbildung mitzuwirken.

Einer der Preisträger ist der Historiker Andreas Fickers.

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Für ihn ist es wichtig, dass ein Mentor Interesse für das Thema der Studierenden hat, bereit ist, Zeit zu investieren und auch eine Sensibilität für Probleme jenseits des Fachlichen an den Tag legt.

Ebenfalls als Mentor ausgezeichnet wurde Pablo Elias Morande.

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Neben dem fachlichen Aspekt - die Auszeichnung erinnert ihn daran, dass er für sein Team hilfreich war - berührte ihn vor allem die Begründung, die seine Kollegen eingereicht haben, als sie ihn für den Preis vorschlugen. „Das werde ich nie vergessen.“ 

Outstanding Promotion of Science to the Public

In dieser Kategorie wurde ein Projekt ausgezeichnet, dessen Ergebnis unter anderem im Rahmen von „Esch2022“ zu sehen sein wird.

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Stefan Krebs und sein Team haben mit ihrer Geschichtswerkstatt versucht, die Geschichte der Minett-Region aus einem anderen Blickwinkel zu erzählen. Herausgekommen sind unter anderem mehrere Videoinstallationen, in denen verschiedene Personen - angelehnt an reale Persönlichkeiten -  von ihrem Leben in der damaligen Eisen- und Stahlregion berichten. 

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